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18.11.2012

Sieg im „Nebel des Grauens“

SVK geht mit einem 3:0 gegen Amelunxen in die Winterpause 

(luw) Mit einem wenig glanzvollen Heimsieg gegen den TuS Amelunxen verabschiedet sich der SV Kollerbeck in die wohlverdiente Winterpause. In einer niveauarmen Partie waren es Sven Abitz, Pascal Ewers und schließlich Christian Föst, die für die Tore sorgten. Bezeichnend war, dass Kollerbecks Torhüter Sascha Niemeier erst in der 86. Spielminute beim Stande von 2:0 erstmals klären musste und konnte. Insofern geht der Sieg mehr als in Ordnung.

Zwei Dinge werden von der ersten Halbzeit in Erinnerung bleiben. Da ist zum einen das kuriose Tor von Sven Abitz in der fünften Spielminute. Sein als Flanke gedachter Ball von der rechten Außenlinie ging nämlich dermaßen in die Hose, dass er einfach einmal zur Verblüffung aller am langen Pfosten im Tor einschlug. Na bitte, das ging doch mal richtig gut los.
 
Aufreger Nummer zwei war weniger im Sinne der Kollerbecker Zuschauer und Spieler. Die Rede ist vom allgegenwärtigen Abseitspfiff des Unparteiischen, der einen nach dem anderen Kollerbecker Angriff unterband. Die Amelunxer griffen im Laufe der ersten Halbzeit zunehmend zu diesem Stilmittel. Verwundern konnte das nicht. Schließlich war es von großem Erfolg gekrönt. Zu einfallslos agierten nämlich die Kollerbecker, die es anstatt mal beispielsweise mit einem gepflegten Doppelpasses immer und immer wieder mit dem berühmten langen Ball versuchten. Und lief dann mal ein Kollerbecker mutterseelenallein auf das gegnerische Tor zu, dann wurde er zuverlässig vom Schiedsrichter zurück gepfiffen. Ob dies in jedem Fall regelkonform passierte, das bezweifeln wahrscheinlich nicht nur die Sympathisanten in Grün und Weiß.
 
Kurzfristig wurde es demzufolge dann richtig kribbelig im Rehbergstadion , als der TuS Amelunxen in der 35. Spielminute zu seiner ersten von zwei Chancen im gesamten Spiel kam. Unruhig wurde es deswegen, weil die Chance aus einer galsklaren Abseitsposition des Gästestürmers resultierte, der zwar Sascha Niemeier überlupfen konnte, dessen Schuss aber glücklicherweise knapp am Kollerbecker Kasten vorbei segelte.
 
Norbert Dölitzsch war in der Halbzeitpause also einigermaßen bedient: „Leute, das ist so ein Grottenkick. Das geht gar nicht. Für eine intensive Analyse unserer ganzen Fehler ist jedoch keine Zeit. Wichtig ist, dass wir mal Ruhe in unsere Aktionen bekommen!“
 
Das sollte jedoch auch im zweiten Durchgang einfach nicht gelingen. Hinzu kam der jetzt immer dichter werdende November-Nebel, der sich nun zunehmend gnädig über das Spielgeschehen legte und eine Verletzung des Schiedsrichters, dessen Wade kurzzeitig einen Spielabbruch in den Bereich des Möglichen gelangen ließ. Nach kurzer Unterbrechung pfiff er das Spielgeschehen jedoch wieder an und schaffte damit Raum und Zeit für das entscheidende 2:0 durch Pascal Ewers in der 60. Spielminute. Vorausgegangen war ein Freistoß durch Andreas Koch.
 
Danach überließ der SVK dem Gast aus Amelunxen zwar immer mehr die Initiative. So richtig gefährlich wurde es vor dem Kollerbecker Tor jedoch nur noch ein einziges Mal in der 85. Spielminute, als Sascha Niemeier noch so eben vor dem Einschlag klären konnte.
 
Praktisch im Gegenzug setze Christian Föst dann mit dem 3:0 einen Punkte unter diese Partie und unter das Fußballjahr 2012, das als ein sehr erfolgreiches Jahr in die Annalen des SVK eingehen wird. Was aus dieser Ausgangssituation resultieren wird, das wird sich ab März 2013 zeigen. Wir sind gespannt!
 
Der SVK spielte mit: Sascha Niemeier, Christian Föst, Raphael Föst, Martin Rheker, Martin Skatulla, Dominik Abitz (80. Alexander Rheker), Andreas Koch (87. Pascal Wegener), Pascal Ewers, Sven Abitz (86. Jens Schölzel), Marc Neumann, Michael Meyer 

Sein kurioses Tor ließ den SVK auf die Siegerstraße einbiegen: Sven Abitz