SV Kollerbeck

Service

Suche



Termine

2019

März

April

06.06.2018

Sechs Kollerbecker Radsportler bei der RTF in Lemgo am Start

Josef Struck ließ mit über 34er Schnitt alle stehen

Lemgo (krü). Insgesamt sechs Kollerbecker Radsportler nahmen das gute Wetter am Fronleichnamsfeiertag zum Anlass, die Form vom Mallorca-Training Anfang Mai in heimischen Gefilden zu testen. Josef Struck, Axel Thomas, Elmar Klocke, Johannes Niemann, Maria Krüger und Konrad Krüger wagten sich nach teilweise längeren Pausen mal wieder an eine Radtouristikfahrt (RTF). Und was bot sich besser an, als die RTF des RSV Lemgo-Lieme?

Eine Radtouristikfahrt ist kein Rennen, wie zum Beispiel die Hamburg Cyclassics oder der Ötztalmarathon, sondern eine Ausfahrt ohne Zeit- und Klassen-Wertung unter Beachtung der Straßenverkehrsregeln, eingebettet im normalen Straßenverkehr.

Offiziell und eigentlich. Denn wer sich etwas eher am Startpunkt in Lemgo einfand, konnte schnell eine hektische Nervösität unter den Sportlern feststellen. Und als dann schon etwas früher als bekannt gegeben, die Strecke freigegeben wurde, gab es für Viele kein Halten mehr. Kreuz und quer über Bürgersteige und rote Ampeln versuchten zumindest die Ambitioniertesten, sich eine gute Ausgangsposition quer durch Lemgo in Richtung Lage zu verschaffen.
Anfangs ging’s mit leichtem Rückenwind überwiegend über flaches Gelände in den Lemgoer Westen bis an Randbereiche von Bielefeld. Nach gut 35 Kilometern gab es die erste Verpflegungsstelle, die leichtfertig von vielen Stramplern rechts liegen gelassen wurde. Leichtfertig deswegen, weil man sich einerseits nicht den guten Schnitt von 30 bis gar 37 Stundenkilometern kaputt machen wollte. Und andererseits, weil es danach ins hügelige Kalletal ging.

Talle, Bavenhausen oder Borsen waren Orte, die einige vorher höchstens von der Landkarte her kannten. Jetzt wissen es zumindest die RTF-Teilnehmer, dass dort schöne Anstiege warten, die schnell den Schnitt regulierten und ordentlich Körner kosteten. Okay, die Aussicht entschädigte schon auf der anderen Seite der Medaille. Wenn man denn ein Auge dafür hatte.

Während Josef Struck es wieder einmal wissen wollte und sich die längste Strecke von 152 Kilometern vorgenommen hatte, hatten sich Axel Thomas, Johannes Niemann, Maria und Konrad Krüger die 120er Strecke mit 1200 Höhenmetern ins Streckenbuch geschrieben. Elmar Klocke war wohl etwas vernünftiger, sich bei Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad die 75er Distanz aus zu suchen.

Unter dem Strich waren diese Vorhaben allesamt von Erfolg gekrönt. Wenngleich es an der Streckenteilung zwischen 75 und 120 Kilometer doch eine kürzere Diskussionspause gab, ob die Kurzstrecke nicht auch genug sei.
Gänzlich unbeeindruckt von Bergen, Hitze oder 1800 Höhenmetern setzte sich Josef Struck gleich von Beginn an in der Spitzengruppe fest. „Anfangs waren wir etwa 20, an jeder Steigung fielen dann Einzelne ab und etwa 15 Kilometer vor Lemgo, als es noch einmal eine Verpflegungsstelle gab, ließ ich die in Mosebeck aus und verlor dadurch meine letzten drei Begleiter“, berichtete Josef Struck nachher süffisant lächelnd von seinem taktischen Husarenstück.
Nach 4:24 Stunden rollte er in Lemgo als Erster wieder auf dem Schulhof ein. Der Schnitt von 34,3 spricht Bände!