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26.04.2004

Gegen Altenbergen nichts neues

SVK mit 0:2 im Ortsderby

(luw) Eigentlich können sich die Kicker des SVK in Zukunft den Weg zum Ortsrivalen Altenbergen schenken. Denn wie auch schon in den Vorjahren war am letzten Sonntag nichts zu holen auf dem Berg. Zwar konnte man sich gewisse Feldvorteile erarbeiten. Zwingendes blieb allerdings absolute Mangelware. Und so kam es, wie es gegen Altenbergen immer kommt.

„Wir wissen doch ganz genau, was uns hier erwartet: lange Dinger nämlich. Passt bloß auf“, hatte Trainer Jörg Hundertmark noch vor der Partie seine Jungs eindringlichst gemahnt. Doch dass eine erkannte Gefahr mitnichten automatisch gebannt ist, zeigte sich schon in der 29. Minute. Denn genau solch ein „langes Ding“ vom Altenbergener Keeper fand seinen Abnehmer im Goalgetter Reinhold Hördemann, der sich solch eine Gelegenheit natürlich nicht nehmen ließ. Schon wieder also ein Rückstand. Und auch das 0:2 ließ nicht lange auf sich warten. In der 38. Spielminute war es Libero André Struck, der einen an sich harmlosen Schuss aus 25 Metern in das eigene Tor ablenkte. Die Kollerbecker hatten in Halbzeit eins zwar auch ihre Chancen. Wie aber schon am letzten Sonntag, fehlte es auch diesmal an letzter Durchschlagskraft und Konzentration vor dem Tor.
Und auch in der zweiten Halbzeit sollte sich hieran nichts ändern. Anstatt mal die Außen zu besetzen, um von dort in den Rücken der Abwehr flanken zu können, versuchte es der SVK nur durch die Mitte und vor allem mit weiten Bällen, deren Kollerbecker Adressat zumeist nur zu erahnen war. Ein absolut unzureichendes Konzept gegen eine so kompakt und gestaffelt stehende Altenbergener Hintermannschaft. Erfolglos blieben auch die Alleingänge von Carsten und Torben Rheker in der vielbeinigen Abwehr des Gastgebers hängen, sodass für die mitgereisten 20 Kollerbecker Fans schnell fest stand: „Das wird heute nichts mehr“.
Damit sollten sie auch Recht behalten, wobei aber der absolute Höhepunkt für den SVK noch in der 86. Spielminute folgen sollte. Für seinen Ausspruch „Ey, du bist ´ne Pfeife“ in Richtung Unparteiischen, sah André Struck noch völlig zu Recht die rote Karte und wird der Mannschaft wohl vier Wochen fehlen.
Trainer Jörg Hundertmark hat also für die kommenden Wochen den Posten des Liberos neu zu besetzen. Und das in einer Phase, in der er auch ohne diese Personalie genug andere Sorgen hat. Denn eins scheint offenkundig: beim SVK läuft es zurzeit alles andere als rund. Vor allem in spielerischer Hinsicht offenbaren sich derzeit gehörige Defizite.
Nach einer für Kollerbecker Verhältnisse sensationellen Vorrunde droht also jetzt der Abrutsch in die Mittelmäßigkeit. Denn der jetzige Blick auf die Tabelle darf über eins nicht hinwegtäuschen: zwar hält man auch nach dieser neuerlichen Niederlage immer noch den beachtlichen fünften Tabellenplatz. Doch der Vorsprung auf den Tabellensiebten beträgt gerade mal einen mickrigen Punkt. Da hat die Welt zur Winterpause doch schon einmal wesentlich rosiger ausgesehen.