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13.04.2014

Kollerbeck gewinnt wichtiges Verfolgerduell mit 2:0 in Vörden

Klassenerhalt so gut wie sicher in der Tasche

Vörden (krü). „Derbysieger, Derbysieger“, hallte es nach dem Spiel über den Vördener Sportplatz und eine überglückliche Schar Kollerbecker Spieler lag sich in den Armen. In einem packenden Nachbarschaftsduell gewann der SV Kollerbeck bei der SG Altenbergen/Vörden vollauf verdient mit 2:0 Toren. Lukas Meyer und Sven Abitz erzielten die Tore in einem über weite Strecken überlegen geführten guten A-Liga-Spiel. Die Dölitzsch-Truppe schloss damit zum Ortsnachbarn auf und vor allem wurde der Abstand zu den Abstiegsplätzen deutlich zementiert.

Nach dem 3:3-Unentschieden am Freitag in Beverungen war sich auf Kollerbecker Seite niemand sicher, wie man mit den kampf- und spielstarken Jungs aus Altenbergen und Vörden klar kommen konnte. Zu wechselhaft waren die Grün-Weißen in den Spielen dieses Jahres gewesen. Und wie sich die feststehenden Wechsel von Trainer Nordert Dölitzsch und Christian Föst auswirken würden, wusste auch niemand so richtig. Doch dass Derbys ihren eigenen Charakter haben und vor allem zusätzliche Motivation freisetzen können, spürte man nicht nur nach den Siegestänzen nach Spielschluss.
 
In der ersten Spielhälfte war das Spiel weitgehend ausgeglichen. Kollerbeck hatte die besseren, Altenbergen/Vörden die Mehrzahl an Torchancen. Aber unter dem Strich konnte nur der SVK mit etwas Zählbarem in die Kabinen gehen. Lukas Meyer setzte sich in der 9. Spielminute super durch, als er aus dem tiefen Mittelfeld von seinem Bruder Michael lang geschickt wurde. Altenbergen/Vörden reklamierte ein wenig halbherzig noch abseits, aber davon ließ sich der am Sonntag kampf- und dribbelstarke Kollerbecker Sturmführer nicht verwirren. Frei vor dem Gastgeber-Torhüter fackelte er nicht lange, um das Leder am Keeper vorbei ins Eck zu schieben.
 
Weitere Chancen durch Pascal Ewers und Sven Abitz konnten zwar noch einmal für Gefahr sorgen, aber zu einem weiteren Erfolg reichte es noch nicht. Altenbergen/Vörden hatte seine stärkste Phase in den zehn Minuten vor dem Wechsel. Hier wäre durchaus der Ausgleich drin gewesen, doch Sascha Niemeier fischte einmal das Leder nach einem Freistoß aus dem Winkel und bei der zweiten Großchance stand er einfach nur richtig, als der Stürmer der Gastgeber ihm das Leder völlig frei stehend in die Arme nickte.
 
Nach dem Wechsel bekam Kollerbeck Oberwasser ohne jemals noch derart in Gefahr zu geraten. Angetrieben vom wieder erstarkten Regisseur Michael Meyer brachten die beiden SVK-Sturmspitzen Sven Abitz und Lukas Meyer die Truppe des Nieheimer Trainers Franz Jäger das ein ums andere Mal in Verlegenheit. Selten sah man die Kollerbecker Offensivabteilung so aggressiv und laufstark wie am Sonntag in Vörden. Aber auch die Abwehr wusste zu gefallen. Links verteidigte Marvin Köhne ebenso sicher und abgebrüht wie Youngster Tim Ewers auf rechts. Beide waren ständig den entscheidenden Schritt eher am Gegner.
 
Die dicken Chancen blieben in der ersten halben Stunde des zweiten Durchgangs noch Mangelware, aber eigentlich war man sich immer mehr sicher, dass es nur eine Frage der Zeit sein konnte, bis der vorendscheidende Treffer zum 2:0 fallen sollte. Und so war es zwar erst die 84. Minute, bis der erlösende zweite Treffer für grün-weiß zu verzeichnen war, aber auch ohne diese Zugabe wäre Kollerbeck aller Voraussicht nach als Sieger vom Platz gegangen.
 
Auf rechts hatte sich Lukas Meyer wieder einmal durchgetankt, den ein und anderen Gastgeber-Verteidiger stehen lassen, das Leder zum freistehenden Sven Abitz gespitzelt und auch der ballerte nicht einfach sofort drauf, sondern er spielte überlegt und überlegen noch zwei Altenbergen/Vördener Verteidiger aus um dann mit einem satten Rechtsschuss die Entscheidung zu markieren.
 
Nach diesem Sieg müsste das Thema Klassenerhalt eigentlich in trockenen Tüchern sein. Nicht nur, dass der Abstand zum kritischen Platz acht so enorm ist. Viel mehr wiegt die Art und Weise, wie sich Kollerbeck endlich mal wieder präsentiert hat. Da dürfte jetzt nichts mehr anbrennen. Dass sich jetzt auch besser für die neue eingleisige A-Liga planen lässt, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Die Transfers von Norbert Dölitzsch (gerüchteweise zum FC Stahle) und Christian Föst (hat fest beim Bezirksligaabsteiger von der Weser zugesagt) stehen seit geraumer Zeit fest. In Sachen Trainer scheint Bernward Brisgies auch fündig geworden zu sein. Doch hier möchte sich der SVK-Chef noch ein wenig bedeckt halten.
 
Der SVK spielte mit: Sacha Niemeier; Tim Ewers, Christian Föst, Marvin Köhne, Martin Rheker, Michael Meyer, Marc Neumann, Lukas Meyer (89. Jens Schölzel), Pascal Ewers, Sven Abitz, Torben Rheker (85. Dominik Abitz)

Auch heute wieder mit einer klasse Leistung: Marvin Köhne wird mehr und mehr zur Bereicherung