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19.05.2004

Und wieder die Chance auf Platz 3 verpasst...

SVK kassiert gegen dezimierte Herster in der 93. Minute das 0:1

(luw) Das musste nun wirklich nicht sein. Da hatte der SVK zum wiederholten Male die Gelegenheit, auf den dritten Tabellenplatz vorzustoßen. Und wieder wurde diese Gelegenheit auf eine Art und Weise vergeben, die an so manches Spiel in der bisherigen Rückserie passt: unglücklich und ungeschickt. Anstatt die aus zwei gelb-roten Karten für die Gäste resultierende Überzahl auszuspielen, rannten sich die Spieler des SVK gleich reihenweise in Einzelaktionen im Abwehrbollwerk der Herster fest. Und so kam eins zum andern: eine dieser „Kopf-durch-die-Wand-Aktionen“ führte zum Konter, den Jörg Lange nur mit unfairen Mitteln an der eigenen Strafraumgrenze unterbinden konnte. Mit dem folgenden Freistoß hatte der für seine Kunstschüsse berühmt-berüchtigte Spielertrainer der Herster Frank Stockmeier nun überhaupt keine Mühe. 0:1 also in der 93. Minute. Spiel gelaufen. Drei Punkte weg. Und der dritte Platz sowieso.

Die Anfangsphase der ersten Halbzeit verlief vergleichsweise ruhig. Zwar ergaben sich sowohl auf Herster (4.), als auch auf Kollerbecker Seite beispielsweise durch Carsten Rheker (7.) Einschussmöglichkeiten. Diese wurden jedoch nicht genutzt und so kam erst wieder in der 24. Spielminute Unruhe auf, als der Kollerbecker Schlussmann Sascha Niemeier eine bereits „gepflückte“ Flanke wieder fallen ließ, der Herster Stürmer den Ball allerdings nur an den Pfosten setzte. Und auch in der Folgezeit der ersten Halbzeit offenbarte der in der bisherigen Serie so konstant spielende Papenhöfener einige Unsicherheiten, die jedoch aus Kollerbecker Sicht glücklicherweise ebenfalls nicht genutzt wurden. Das Kollerbecker Angriffsspiel fand in dieser Phase quasi überhaupt nicht statt. Erst in der 39. Minute folgte mal wieder eine halbwegs brauchbare Chance durch Carsten Rheker, die der Yougster allerdings ebenfalls nicht nutzen konnte.
Und so war der Trainer und frischgebackene Sabbenhausener Schützenkönig Jörg Hundertmark zur Halbzeitpause gar nicht zufrieden: „Ich vermisse die Einsatzbereitschaft und die Spielfreude vom letzten Spiel gegen Alhausen. Jetzt mal eine Schippe drauflegen“.
Was folgte, war dann auch tatsächlich ein wenig mehr Initiative im Kollerbecker Spiel. Zwingendes blieb allerdings auch jetzt Mangelware. Erst in der 71. Spielminute kam es mal wieder zu einer Großchance, als Jens Rheker freistehend aus 10 Metern Torentfernung den Ball per Kopf über das Tor setzte. In der 77. Spielminute folgte dann die erste Hinausstellung eines Herster Spielers, die auch fast umgehend zur Führung genutzt worden wäre. Nach einer Flanke von Jens Rehker war es nämlich Matthias Brisgies, der seinen Kopfball zwar gut aber leider nicht gut genug drückte. Mit einer Glanzleistung konnte der Herster Keeper den Ball abwehren. Und noch einmal versuchte Kollerbeck jetzt, den Druck zu erhöhen, setzte dabei aber viel zu sehr auf Einzelaktionen bzw. auf lange Dinger in die Spitze, die umgehend wieder zurück kamen.
Und auch nach der zweiten Hinausstellung eines Herster Spielers (87.) sollte sich an dieser Spielweise nichts mehr ändern. Denn so langsam lief natürlich auch die Zeit davon. Und so hatte sich so ziemlich jeder im Kollerbecker Rehbergstadion bereits mit einem Unentschieden abgefunden. Und selbst dieses hätte ja bei gleichzeitiger Niederlage der Bökendorfer gegen der TuS Hembsen für Platz drei gereicht. Es kam allerdings erstens ganz anders und zweitens die Sternstunde des Herster Spielertrainers Frank Stockmeier, der mit seinem butterweich und zugleich äußerst präzise geschossenen Freistoß knapp über die Kollerbecker Mauer hinweg den Auswärtssieg für Herste perfekt machte.