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19.04.2004

SVK kommt unter die Räder

1:4-Heimniederlage gegen SG Sandebeck/ Langeland

(luw) Noch am Ostermontag beim 5:1 gegen Brakel waren sie die Helden gewesen. Wie schnell sich aber dieses Blatt gerade im Fußball wenden kann, das bewies der SVK am vorletzten Sonntag in eindrucksvoller Manier. War noch eine Woche zuvor jeder Schuss ein Treffer gewesen, so wollte an diesem Tag der Ball einfach nicht über die Linie. Und auch, dass die Abwehr samt Torwart nicht ihren besten Tag erwischt hatte, passt ins Bild. Das Agieren des SVK gegen die SG Sandebeck/ Langeland zu umschreiben, ist dementsprechend einfach. Es reicht ein Wort: glücklos.

Die Vorzeichen standen von Anfang an nicht gut. Nicht nur, dass der Trainer Jörg Hundertmark arbeits- und Detlef Schwarze verletzungsbedingt ausfielen. Auch Manndecker Willi Struk meldete sich noch am Morgen mit Grippe ab. So rutschte Alexander Stecker nach langer Verletzungspause und ohne Training direkt auf den Manndeckerposten.
Und so begann auch das Spiel recht zerfahren, wobei sich der SVK geringe Feldvorteile erarbeiten konnte ohne allerdings zwingend zu werden. Zwingende Chancen konnten sich die Sandebecker zwar auch nicht erarbeiten. War aber auch gar nicht nötig. Denn ein Geschenk der Kollerbecker Hintermannschaft ermöglichte auch so das 0:1 in der 20. Spielminute.
Wie schon im letzten Heimspiel lag der SVK also wieder zurück. Aber auch diese Woche sollte noch in Halbzeit eins der Ausgleich gelingen. Alexander Rheker hatte sich ins Angriffspiel mit eingeschaltet und einen sehenswerten Konter nach schöner Zusammenarbeit mit Torben Rheker mit dem 1:1 abgeschlossen. Alles lief also wieder nach Plan und beinahe hätte Carsten Rheker (43.) auch noch per Drehschuss die Führung erzielt. Der gegnerische Torwart konnte jedoch parieren.
Nicht mehr parieren konnte dann aber SVK-Keeper Sascha Niemeier, nachdem er selber den Ball mit der Faust nicht weit genug aus der Gefahrenzone befördert und ein Sandebecker Spieler aus 25 Metern Maß genommen hatte. 1:2 also noch vor der Pause.
Von Resignation in der Kabine dann aber keine Spur. Hatte die Mannschaft doch schon so manches Spiel in dieser Saison drehen können.
Dementsprechend fielen die Angriffsbemühungen der Kollerbecker Anfang der zweiten Halbzeit aus. Es kam die beste Phase des Spiels mit Großchancen im Fünf-Minuten-Takt. Der Hummerser Bastian Koch (49., 53.) und Torben Rheker (50., 65.) vergaben noch die besten Möglichkeiten. Allein das Tor wollte nicht fallen.
Zumindest nicht auf der einen Seite. Denn auf der anderen Seite fiel das Tor zum 3:1 per Foulelfmeter, nachdem André Struck keine andere Wahl hatte, als einen Sandebecker Stürmer von den Beinen zu holen. Doch auch danach ergaben sich noch Riesenchancen zum Anschlusstreffer für den SVK insbesondere durch Carsten Rheker (75., 90.). Doch auch jetzt wollte die Kugel einfach nicht in das Sandebecker Gehäuse. Folgerichtig fiel dann in der 82. Minute auch noch das 1:4 nach einer Ecke, die eigentlich nicht hätte sein brauchen.
Verständlicherweise resigniert fiel der Kommentar von Stefan Bielefeld nach dem Spiel aus. „Heute hätten wir noch Stunden spielen können. Ein Tor hätten wir nicht mehr erzielt“.
Bitter noch im Nachhinein die Tatsache, dass der SVK mit einem Sieg den dritten Tabellenplatz hätte erreicht können, da Bökendorf gegen Eversen gepatzt hatte. So allerdings bleibt den Statistikern dieser Spieltag nur als (bisher) höchste Saisonniederlage in Erinnerung.