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2017

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November

11.01.2017

Jahresrückblick 2016 der Radsportgruppe

Hohe Jahresleistungen und klasse Rennergebnisse

(bb) von Konrad Krüger
Wieder deutlich mehr Leben ist in die Radsportgruppe des SV Kollerbeck eingekehrt. Trotz des Wegfalls des jahrelang am Pfingstsamstag durchgeführten Mountain-Bike-Rennens sind die Aktivitäten der Radsportler deutlich nach oben gegangen. Die Teilnehmerzahlen an der jährlichen Sommerveranstaltung wie auch die Beteiligungen am Jahresabschluss-Event können sich durchaus sehen lassen.
Und auch die sportlichen Highlights sind nicht von Pappe. Zwei Sportler schafften Gesamtdistanzen von gut 10.500 und knapp 12.000 Kilometer und auch bei den beiden bedeutendsten deutschen beziehungsweise europäischen Amateurveranstaltungen, den Hamburg Cyclassics und dem Ötztalradmarathon in Sölden, waren Kollerbecker Sportler am Start.

Mallorca-Tour
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Richtig begonnen hatte das Radsportjahr 2016 mit der mittlerweile schon etablierten Mallorca-Tour in der ersten Maiwoche. Insgesamt 9 Radsportler aus Kollerbeck und Umgebung nahmen auf der Mittelmeerinsel bei angenehmen Temperaturen an unterschiedlich anspruchsvollen Touren kreuz und quer über die Insel teil. Nach 9 Tagen standen dann 6.300 Kilometer in Summe auf den Trainingszetteln. Auch für 2017 ist die erste Maiwoche schon wieder gebucht. Dass diesmal sogar zehn Kollerbecker am 1. Mai in Paderborn in den Flieger steigen, zeigt, welch besonderes Erlebnis es ist, auf den Balearen zu fahren. Selbst wenn man schon zum wiederholten Male dort war.

Hamburg Cyclassics
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Das erste richtige sportliche Highlight neben den vielen Trainingstouren und den damit immer wieder verbundenen gemeinsamen Erholungsstunden waren die Hamburg Cyclassics am 21. August. Nachdem Josef Struck im Jahr zuvor bei seiner ersten Teilnahme einen kaum für möglich gehaltenen 38. Platz nach Zeitwertung unter knapp 8.000 Startern erreicht hatte, galt es im vergangenen Jahr, dieses Topergebnis noch einmal zu steigern.
Mit deutlich erhöhter Trainingsintensität, einem extra für die Charakteristik des Hamburger Rennens angeschafften Rennrad und einer Motivation, die selbst seine Kollerbecker Hinterherfahrer angesteckt hatte, fuhr der lange Schlacks zum größten deutschen Rennen.

Obwohl Josef Struck mit 41,1 km pro Stunde fast genau die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit wie im Jahr zuvor erreichte, war er am Ende doch ein wenig über seinen „nur“ 149. Platz enttäuscht. „Ich stand am Start in der ersten Reihe und wollte gleich von Anfang an so richtig Gas geben, aber an einer etwas engeren Stelle habe ich mal nicht aufgepasst und schon hatte ich den Anschluss verpasst“, musste „Jolle“ der fehlenden Rennroutine doch Tribut zollen. Ein Blick auf die Ergebnisliste zeigt, dass die ersten 50 nur wenige Sekunden auseinander liegen, aber wenn so eine Gruppe erst einmal ins Rollen kommt, ist es schier unmöglich, noch einmal Anschluss zu finden. Nach 100,2 Kilometern finishte der beste Kollerbecker Radsportler in 2:26,15 Stunden. 5.40 Minuten hinter dem Sieger.

Ötztal-Marathon
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Hamburg war nur eine Woche später schnell vergessen, sollte mit dem Ötztal-Marathon doch der eigentliche sportliche Höhepunkt auf Josef Struck und Johannes Niemann vom SVK warten. 234 Kilometer Distanz, vier Berge über 2000 Meter und insgesamt 5.500 Höhenmeter hieß es anzugehen. Keine Radsportveranstaltung in Europa hat sich in den letzten Jahren solch einen Namen unter den Radsportlern gemacht wie dieser Alpenklassiker.
Und darum hieß es für Johannes Niemann und Josef Struck schon früh, trainieren, trainieren und immer wieder trainieren. Tagestouren zum Brocken im Harz oder zur Mühlenkopfschanze nach Willingen im Sauerland, waren da keine Besonderheit. Gegen mittags kam meist die verabredete SMS, „Wir sind da“. Und spätestens um 16 Uhr sah man die Beiden, oft begleitet von Achim Rubel aus Schwalenberg, schon wieder in Kollerbeck.

Dass sich derart intensives Training auszahlt, konnte zumindest Johannes Niemann unterstreichen. Er landete in 9:00.25 Stunden auf einem hervorragenden 669. Platz unter 4.000 Finishern. Der Sieger, Bernd Hornetz aus Deutschland, war in 6:57,04 nur gut eine Stunde früher im Ziel. Übrigens direkt vor dem ehemaligen Radprofi Jörg Ludewig aus Versmold, der mit 38 Sekunden Rückstand Zweiter bei diesem Klassiker wurde.

„Jolle“ Struck trieb seinen daheim gebliebenen Fans die Sorgenfalten in die Stirn. Bis zur Mitte des Rennens konnte man ihn im Internet noch bei seinem Trainingspartner Johannes Niemann finden, so wurden die Fragezeichen dann doch immer größer, als er nicht bei den nächsten Bergwertungen ankam.
Sogar Stunden nach dem Rennen, war nicht klar, was passiert war. Dass etwas passiert sein musste, war allen sofort klar, als keinerlei Zwischenzeit mehr im Netz mehr auftauchte. Da kann man trainieren wie man will, in der Form seines Lebens sein, doch wenn man einen Plattfuß hat, kann man noch so viel Kilometer in den Beinen haben. Laufend bekommt man die Räder einfach nicht mehr eingeholt. Und nicht nur ein Plattfuss war das Problem, sondern ein zweiter kurz nach der ersten Panne. Wer rechnet auch schon mit so viel Pech und nimmt zwei Schläuche mit. Mal ganz abgesehen von der Zeit, die ein solcher Wechsel dann auch noch kostet.

„Franz-Fuhrmann-Gedächtnistour“

Und wenn man schon kein Glück hat, kommt oftmals auch noch Pech dazu. Just an dem Ötztal-Wochenende hatte die Radsportgruppe ihr Sommerevent veranstaltet. Die „Franz-Fuhrmann-Gedächtnistour“. Hier war die teilnehmende Gruppe trotz des Fehlens der beiden Spitzenfahrer Josef Struck und Johannes Niemann groß wie niemals zuvor. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich der Radsport auch in Kollerbeck zunehmenden Interesses erfreuen kann.

Und wenn man frühmorgens um halb sechs dann sieht, wie bei Wind und Wetter, tagein und tagaus schon die Beine geschwungen werden, wird man sich vielleicht zunächst die an die Stirn fassen. Aber mittlerweile dürfte den meisten Kollerbeckern nicht entgangen sein, dass Rainer Mönks praktisch jeden Tag mit dem Rad zum Steinheimer Bahnhof strampelt, um abends von Steinheim oder gar Paderborn nach Hause zurück zu kehren. Auf diese Weise und vor allem durch gut und gerne 270 zusätzliche Tagestouren hat sich der zweitjüngste SVK-Radsportler 10.511 GPS-überwachte Kilometer in 2016 erfahren.
Eine nur schwer vorstellbare Strecke, wenn man sich länger damit beschäftigt.