SV Kollerbeck

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2017

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13.08.2017

Ein hartes Stück Arbeit in Erkeln

(bb) Das Spiel begann aus Kollerbecker Sicht durchaus positiv. Es waren kaum fünf Minuten gespielt, da lag der Ball schon im Netz der Heimelf. Jannik Reinhard, der alte Rechtschreibfuchs, erlief eine zu kurze Rückgabe und spitzelte den Ball am Torwart vorbei. 1:0 also und der bisherige Spielverlauf lies einen relativ entspannten Nachmittag für die ca. 20 mitgereisten Kollerbecker erahnen. Der einzige Wermutstropfen war bis dato das ausgeschenkte Rheder-Bier. Das es aber eben nicht zu diesem entspannten Nachmittag kommen sollte, lag an der doch recht mangelhaften Chancenauswertung des Auswärtsteams. Im Anschluss hatte nämlich Torben Rheker noch eine gute Möglichkeit, die aber ungenutzt blieb. In Minute acht fiel dann auch schon das 1:1. Ein Freistoß aus ca. 25 Metern fand irgendwie den Weg ins Tor. Das sah schon recht seltsam aus. Ob er abgefälscht war oder der Platz sein Übriges dazu getan hat, kann hier leider nicht geklärt werden. Das wäre aber alles gar nicht weiter wichtig gewesen, wenn die zahlreichen Chancen in der ersten Halbzeit und speziell in den ersten 20 Minuten konsequent genutzt worden wären. Raphael Föst (11.), Michael Meyer (15.), Jan Dyballa (25.) und Lukas Meyer (37.) vergaben relativ sichere Dinger. Verschwiegen werden soll dabei aber auch nicht, dass Erkeln ebenfalls 1-2 Möglichkeiten hatte und gerade über die schnellen Offensivkräfte immer wieder gefährliche Nadelstiche setzte. Nichtsdestotrotz agierte Erkeln in der Defensive teilweise vogelwild, so dass ein Tor für Kollerbeck mehr oder weniger in der Luft lag. So ging es dann mit einem 1:1 in die Halbzeitpause, welche mit neun Minuten relativ kurz ausfiel. Der überkreislich pfeifende Schiedsrichter hatte wohl auch Gefallen an dem Spiel gefunden und konnte gar nicht erwarten, selbiges fortzusetzen. Die ersten 15 Minuten in Halbzeit zwei verliefen ereignislos. Der erste Aufreger aus Kollerbecker Sicht ereignete sich nach gut einer Stunde. Torwart Jens Schölzel klärt einen Ball vor dem eigenen 16er, wird im Anschluss aber sehr hart angegangen und bleibt verletzt liegen. Der des öfteren inkonsequent agierende Unparteiische belässt es bei einer Ermahnung, eine gelbe Karte hätte aber mindestens die Folge sein müssen. Ob diese Aktion für den Bruch im Kollerbecker Spiel sorgte oder andere Faktoren, muss dahin gestellt bleiben. Jedenfalls war auf einmal Erkeln das spielbestimmende Team und so fiel kurze Zeit später das 2:1. Das es im weiteren Verlauf nicht 3:1 oder 4:1 stand, war in erster Linie Jens Schölzel zu verdanken, der Kollerbeck mit einigen guten Aktionen im Spiel hielt und gegen frei durchlaufende Erkelner das Tor sauber hielt. Bei den Grün-Weißen ging nichts mehr und es kam zusehends Unruhe auf, von außen und von innen, unnötig wie ein Rheder-Bier am Sonntagnachmittag. Pässe in die Spitze kamen nicht an und alles wurde kommentiert und auseinander geredet. Aber da die alten Fussballweißheiten doch irgendwo wahr sind, zeigte sich in der 82. Minute. Nach diversen abgeblockten Schussversuchen war es Michael Meyer, der schlussendlich den Ball zum 2:2 reingestochert hat. Wer das Ding vorne nicht macht, kriegt es hinten rein, diesmal aber umgekehrt aus Kollerbecker Sicht. Nach diesem Tor hatte Kollerbeck wohl den etwas größeren Siegeswillen und auch den Tacken mehr Kondition. Aber es sollte bis zur 94. Minute dauern, bis der erlösende Siegtreffer fiel. Julian Reinhard war es, der den Ball auf halblinks vor die Füße bekam und aus 16 Metern das Ding so dermaßen aufs Tor drosch, dass der gegnerische Keeper nicht mal mehr die Hände hoch bekam und wohl froh war, dass er das Geschoss nicht noch an die Birne bekam und mit ins Tor geschossen wurde. Der neue Trainer Andreas Niemann lies dazu nur verlauten: „Beim Training gehen diese Dinger entweder Richtung Born oder Bödexen.“ Für einen Höxteraner bewies er damit schon recht gute geographische Kenntnisse der Umgebung seines neuen Heimatvereins, wird aber wohl in erster Linie froh gewesen sein, dass sein Liga-Einstand noch mit einem insgesamt gesehen vielleicht etwas glücklichen aber doch verdienten Sieg gekrönt wurde. Gute Besserung an dieser Stelle noch an David Alsleben, der sich nach einer unglücklichen Aktion schwerer an der Hand verletzte und wahrscheinlich erstmal ausfällt.