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12.11.2017

 Der SVK macht's zweistellig

 Kollerbeck - Erkeln 10:1

(jw)

(mb) Über sechs Jahre ist es her. Benedikt Lange, Christian Föst oder auch Steffen Rheker wissen, wovon ich rede – ebenso mein allseits geschätzer Vorgänger und meine Inspiration (luw). Man schrieb den 29.05.2011 und eine milde Maisonne strahlte auf den Brink herunter. 11:0 hieß es damals und es brauchte doch recht lange, bis man den letzten zweistelligen Sieg einer Kollerbecker Mannschaft  (gegen Bergheim) herausgesucht hatte. Zumindest heute waren die wettertechnischen Vorzeichen aber Mist. Vier Grad, Regen und ein leichter Wind ließen eigentlich wenig gutes erahnen für die ca. 60 Zuschauer, die von Bier, Bratwurst und Glühwein angelockt, den Weg auf den Sportplatz gefunden hatten. Klimawandel am Arsch. Entgegen aller Erwartungen entwickelte sich aber zumindest aus Kollerbecker Sicht ein wirklich ansehnliches Fußballspiel. Ab der ersten Minute lief der Ball doch recht gut durch die Reihen. Es dauerte bis zur 13. Minute ehe Jan eine Ecke von Raffa einnicken konnte, nachdem der Gästekeeper einen Schuss von Jannik nur ins Toraus klären konnte. Das 2:0 vier Minuten später durch Jannik resultierte aus einem gut getimten Pass aus dem Mittelfeld. Kuriose Szene dann kurz danach im Anschluss. Lukas war frei durch, aber ein Pfiff unterbrach das wahrscheinlich sichere 3:0. Der Schiedsrichter hatte auf Abseits entschieden, sah aber kurz danach, dass er sich geirrt hatte. Dies gab er unumwunden zu, entschuldigte sich und setzte das Spiel mit Schiedsrichterball fort. Respekt und Anerkennung dafür, Herr Schiedsrichter. In Minute 23 dann das schönste Tor von heute. Maggi bekommt den Ball von Micha aufgelegt und zirkelt den Ball aus ca. 18 Meter unter die Latte. Gut, dass der Ball hinter der Linie in einer Pfütze liegenblieb, sonst hätte es wohl Diskussionen gegeben, ob er wirklich 100% drin war.

Bis dato war von Erkeln rein gar nichts zu sehen. In der 29. Minute lag der Ball aber dann doch im Kollerbecker Tor, aber die Abseitsposition wurde rechtzeitig vom Unparteiischen angezeigt. Kurz vor der Halbzeit dann eine Bönekenberger Ko-Produktion. Micha mit schönem Pass in die Schnittstelle und Lukas musste nur noch vollenden zum 4:0. Die Tore bis hierhin waren alle keine Zufallsprodukte aufgrund des Platzes, sondern wurden wirklich astrein herausgespielt. Wer also zuhause geblieben ist aufgrund der Witterung, der hat die beste Halbzeit dieser Saison verpasst.


Die zweite Halbzeit begann mit einer doch recht unerfreulichen Situation. Der Kapitän von Erkeln lies es sich nicht nehmen, im Strafraum einfach mal hinzufallen. Dennis hatte ihn aber sowas von nicht berührt und er konnte sich auch ein Lachen nicht verkneifen, als er den Elfmeter zum 4:1 ins Tor schob. Ob diese Schauspielleistung für den Schiedsrichter sichtbar war oder nicht, kann hier nicht beurteilt werden. Micha sah aber noch gelb im Nachhinein, weil er den Schiedsrichter wohl etwas zu vehemennt auf diese Lachnummer aufmerksam machte.


Ob es jetzt diese Situation war oder ob die Grün-Weißen einfach Bock auf Fußball hatten, am Ende spielt es keine Rolle. Jedenfalls lief der Ball nun nur noch Richtung Tor der Gäste und nur eine Pfütze im Fünfer und Unvermögen der Heimelf verhinderten zuerst einen höheren Sieg. Dass es nach einer Notbremse auch nur gelb für Erkeln gab – geschenkt. Jannik markierte wenig später seinen nächsten Treffer zum 5:1, und das 6:1 schoss Luki nach sensationeller Vorarbeit durch Raffa, der aus 5 Meter gezielt an den Innensposten schoss und so erneut Lukas optimal auflegte ;)


Erkeln brach nun endgültig auseinander und die Tore zum 7:1, 8:1, 9:1 und 10:1 durch Dybi, Luki, Jannik und nochmal Dybi (was hatte er so oft da vorne verloren? Hmm?) erfolgten in schöner Regelmäßigkeit.


Summa Sumarum hat Trainer Niemann schon ganz recht, wenn er sagt, dass man diesen Sieg nicht zu hoch hängen sollte, aber man trotzdem stolz sein kann, auf die gezeigte Leistung des heutigen Tages. Die Mannschaft lies nie locker und zeigte bis zum Ende eine gute kämpferische und spielerische Leistung, auf die man sicherlich im neuen Jahr aufbauen kann. Aber wie weit entfernt bitte war dieses Spiel vom ehemaligen Aufeinandertreffen, als Kollerbeck dem TUS Erkeln als B-Ligist gegen den ambitionierten Bezirksligisten einen packenden Pokalfight im Halbfinale des Kreispokals bot und nur knapp mit 2:3 unterlag oder dem ersten und einzigen Bezirksligaheimspiel gegen Erkeln, welches man ebenfalls nur knapp mit 0:1 verlor? Das zu beantworten würde einen neuen Text erfordern, der vielleicht hier noch erscheint, vielleicht aber auch nicht. Der aktuellen Elf des SVK gebührt aber Respekt und Anerkennung für diesen Sieg, und am letzten Spieltag dieses Jahres in Brenkhausen hoffentlich nochmal auf ein Neues. Ball Heil Hurra!!!


Unsere Zweite schaffte übrigens zuhause ein 1:1 gegen Fü/Bö. Jan Happe glich nach Freistoßflanke von Simon in Unterzahl kurz vor Schluss aus.

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