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18.03.2003

Der SVK schafft „kleine“ Überraschung beim SC Lauenförde

Kampbetontes Spiel endete verdient mit 1:1 unentschieden

(luw) Am vorigen Sonntag konnte der SVK in einem kampfbetonten, aber nicht überharten Spiel dem als Aufsteiger praktisch feststehenden SC Lauenförde einen Punkt entreißen. Dies war in der laufenden Saison erst das 2. Spiel des SC, in dem er nicht als Sieger vom Platz ging. Nachdem das Spiel lange torlos geblieben war, kassierte der SVK erst in der 88. Spielminute per Strafstoß das 1:0, konnte aber nur 2 Minuten später durch einen Treffer von Goalgetter Dierk Schoppmeier ausgleichen.

Die Ausgangslagen der beiden Mannschaften vor dem Spiel ähnelten sich insofern, als dass beide Teams mit großem Selbstbewusstsein in die Partie gingen. Der SC Lauenförde als souveräner Spitzenreiter der Kreisliga B hat dieses Selbstbewusstsein sowieso gepachtet, aber auch die Kollerbecker Mannschaft war sich ihrer Stärken durchaus bewusst. Hatte man doch erst in der letzten Woche den Aufstiegsaspirant Tietelsen auf heimischer Asche durchaus mit spielerischen Mitteln bezwungen und war so sehr gut aus der Winterpause gekommen. So lautete auch folgerichtig die Devise des Trainers Dietmar Ferlemann, der übrigens am selben Tag Geburtstag feierte: “Gerade in den ersten 15 Minuten Volldampf machen. Das sind die Lauenförder zum einen nicht gewohnt und zum anderen laufen wir dann nicht Gefahr, wie so oft ein Gegentor direkt nach Anpfiff zu bekommen. Wir versuchen hier mitzuspielen.“
Die Taktik ging auch voll auf, denn der SVK verzeichnete in den ersten 45 Minuten mindestens genauso viele Torchancen wie der SC Lauenförde. Und nicht nur Kollerbecker Fans sahen die Großchancen eher auf Kollerbecker Seite. So waren es u.a. zweimal Dierk Schoppmeier und einmal Alexander Rheker, die aus sehr aussichtsreicher Position nicht einschieben konnten. Der Lauenförder Abwehr war es hierbei anzumerken, dass sie in dieser Saison noch nicht oft unter Druck gesetzt worden sind.
Aber auch der SC Lauenförde hatte seine Chancen, die er vielleicht auch mangels Spielpraxis nicht nutzen konnte. Das erste Spiel für Lauenförde nach der Winterpause war abgesagt worden.
Dass sich auf der einen Seite so viele Torchancen ergaben, aber auf der anderen Seite nicht genutzt wurden, hing mit Sicherheit auch mit dem Lauenförder Rasen zusammen. Dieser präsentierte sich unwahrscheinlich tief, hügelig und insgesamt gesehen „katastrophal“, wie es auch von den Lauenförder Spielern zu vernehmen war. Bei vielen Pässen hing es wesentlich vom Glück oder auch vom Pech ab, ob sie ankamen oder nicht.
Das Spiel nach der Halbzeit verlief ähnlich dem ersten Durchgang. Allerdings merkte man dem SC Lauenförde jetzt an, dass er unbedingt gewinnen wollte und dass er das Tempo erhöhte. Kollerbeck konnte nur mit großem körperlichen Einsatz dagegenhalten und das ein oder andere taktische Foul im Mittelfeld war nicht zu vermeiden, um die Angreifer des SCL vom eigenen Sechzehner fernzuhalten. Aber auch in dieser Phase stellte sich der SVK nicht nur hintenrein und schlug die Bälle lang aus der Gefahrenzone. Vielmehr hatte er auch jetzt mehrere sehr gute Möglichkeiten, um den Führungstreffer per Konter zu markieren.
In der 88. Spielminute bekam der SVK dann aber doch das Gegentor: Jochen Mönks hatte bereits zweimal im eigenen Sechzehner zumindest stark elfmetergefährdet geklärt, ohne dass ein Pfiff des Schiedsrichters ertönt war. Und so war es jetzt wohl eine Konzessionsentscheidung des Schiris, als er auf den ominösen Punkt zeigte, nachdem ein gegnerischer Stürmer über das Bein von Daniel Mönnekes fiel, das dieser vielleicht einen Moment zu lange stehen gelassen hatte. Auf jeden Fall ließ sich Dirk Nolte vom SCL die Gelegenheit nicht nehmen und schob den Elfer unhaltbar für Keeper Sascha Niemeier ins Netz.
Doch wer jetzt gedacht hatte, der SVK würde sich kampflos in sein Schicksal ergeben, sah sich getäuscht. Die Mannschaft bäumte sich noch einmal auf und war nicht gewillt, 88 Minuten harte Arbeit für nichts und wieder nichts geleistet zu haben.
Detlev Schwarze, der bis zu diesem Zeitpunkt einen souveränen Libero gegeben hatte, hielt es nicht mehr in der Abwehr. Und so war es auch der Brenkhäuser, der in der 90. Minute einen langen Ball aus dem Mittelfeld auf den anderen Brenkhäuser Dierk Schoppmeier schlug. Dieser bestätigte mal wieder das Vorurteil, dass er die 100%igen wie in der ersten Halbzeit nicht macht, dafür aber die unmöglichen. Und so nahm er die Flanke aus der Luft und schoss unhaltbar für den Keeper des SCL unter dem Jubel der ca. 15 mitgereisten Kollerbecker Schlachtenbummler ein.
Die restlichen Minuten bis zum Spielende hatte der SVK noch ein, zwei brenzlige Situationen zu überstehen. Tore fielen aber nicht mehr, sodass es beim verdienten Unentschieden blieb. Dass das Unentschieden durchaus so in Ordnung ging, davon war auch der Trainer des SCL überzeugt, der der Presse gegenüber folgendes Statement abgab: „Kollerbeck hat gekämpft bis zum Umfallen und hat verdient einen Punkt geholt“.