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25.05.2006

Keine Chance gegen Landesligaspitzenreiter

DFB-Pokal-Viertelfinale: SVK – Spvg Brakel 0:6

(luw) Eine halbe Stunde lang währte die Hoffung der etwa 130 anwesenden Kollerbecker Anhänger auf die ganz große Überraschung im DFB-Viertelfinale gegen den großen Favoriten aus Brakel. Doch dann folgte der Doppelschlag zum 0:1 und 0:2 und die Realisten gewannen die Oberhand. Zu Recht, denn am Ende steht eine herbe 0:6-Niederlage.

„Kämpft und genießt das Spiel“, das hatte Jörg Hundertmark seinen Jungs noch mit auf den Weg gegeben. Und tatsächlich sah es sehr gut aus, was unsere Jungs gerade in der ersten halben Stunde präsentierten. Aggressivität, Kampfeswillen und Leidenschaft legten sie an den Tag. Die Spvg. hingegen trat auf mit der Lockerheit und spielerischen Klasse eines Landesliagspitzenreiters. Ganz geduldig warteten die Gäste auf die sich automatisch ergebenden Chancen und nutzten diese eiskalt in der 30. und 31. Spielminute zum beruhigenden 0:2. Wobei allerdings aus Kollerbecker Sicht gerade das 0:2 nicht unbedingt hätte fallen müssen. „Da macht der doch einfach seine Beine breit“, schilderte nach dem Spiel ein immer noch verdutzter André Struck die Szene, die zum Tor führte. Wenn aber schon das 0:2 nicht hätte fallen dürfen, dann gilt das erst recht für das 0:3 in der 45. Spielminute. Alexander Rheker ist es gewesen, der völlig unbedrängt den Ball im eigenen Kasten untergebracht hatte.
Die zweite Halbzeit lief dann ganz geschmeidig für den Gast aus Brakel ab, wobei der SVK gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder eine gute Phase hatte. Allerdings sprang auch hier keine echte Torchance heraus. Ganz anders auf der anderen Seite, wo in schön regelmäßigen Abständen die Tore zum 0:4 bis 0:6 fielen (66., 70., 75.).
Torben RhekerDass es jedoch auch für die Kollerbecker Fans nicht langweilig wurde, dafür sorgte insbesondere der Keeper der Spvg, der sich nach einem Zweikampf mit dem eingewechselten Martin Rheker wohl ein bis zwei unanständige Worte nicht verkneifen konnte. Schiedsrichter Thamm aus Lauenförde zog daraufhin die rote Karte, was den Brakeler Trainer Werner Koch knappe 50 Meter über den frisch gemähten Kollerbecker Rasen sprinten ließ. Die Aufregung ist wohl verständlich, wenn man bedenkt, dass die Spvg. nur noch zwei Spiele bis zum etwaigen Aufstieg in die Verbandsliga zu bestreiten hat und eine Spielsperre sich auch auf die Liga auswirken würde. Also wurden noch einmal die Parteien befragt und die rote Karte zurückgezogen. Fair-play kann beim Stande von 0:6 ja so einfach sein.
Was also am Ende bleibt, ist ein schönes Abenteuer ohne Happy End. Und dies gilt umso mehr, als dass es für jedes geschossene Tor ab dem Viertelfinale eine Kiste Bier von der Krombacher Brauerei gegeben hätte. Das gilt allerdings nicht für Eigentore, Herr Rheker.

Kollerbeck spielte mit folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Alexander Rheker, Elmar Happe, Jens Rheker, Matthias Brisgies, Jens Schölzel (68. Martin Rheker), Niklas Rheker, Michael Meyer (46. Marc Neumann), Torben Rheker, Carsten Rheker (66. Jochen Mönks)





Zum Bild: "Auch Torben Rheker konnte sich keine Chance gegen Brakel erarbeiten"