SV Kollerbeck

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14.09.2006

„Wir sind erfolgshungrig“

INTERVIEW: Kollerbecks Trainer zum Höhenflug seiner Mannschaft

(nw) Driburg, Fürstenau, Brenkhausen, Bredenborn – so die Standardtipps der Trainer, vor der Saison zum Thema Titelkandidaten der Kreisliga A befragt. Nach sieben Spieltagen steht eine andere Mannschaft auf dem ersten Platz: Der SV Kollerbeck. Eine Überraschung? Nicht unbedingt. Bereits im letzten Spieljahr sorgte der damalige Aufsteiger für Furore, wurde auch diesmal von den einen oder anderen Kennern als Geheimfavorit genannt. Weit vorsichtiger mit derartigen Einschätzungen ist Jörg Hundertmark, der Kollerbecker Spielertrainer. NW-Mitarbeiter Sebastian Buob sprach mit ihm über den ersten Saisonabschnitt.

Eine Momentaufnahme nach sieben Spieltagen: Der SV Kollerbeck ist Erster. Wie ordnen Sie die derzeitige Platzierung ein?

JÖRG HUNDERTMARK: Der Saisonstart war natürlich sehr gut, optimal. Ausnahme hier: Das Spiel in Hembsen, eine katastrophale Partie.

Wie man den Auftakt einordnen kann? Da sind wir ganz, ganz vorsichtig. Für richtige Bewertungen ist die Saison zu jung.

Sie nennen auch weniger starke Auftritte, so beispielsweise das Spiel in Hembsen (3:3) und auch die Begegnung gegen Sandebeck/Langeland (4:1) letzten Sonntag. Woran kann man also noch arbeiten, wo sind Verbesserungen noch möglich?

HUNDERTMARK: Vor der Saison hatte ich bereits angekündigt: Wir wollen verhaltener spielen und taktisch klüger agieren. Unsere Gegentrefferquote hat sich auch schon verringert, das ist sehr positiv und ein Trend, an dem wir weiter feilen müssen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die davon lebt, sich weiterzuentwickeln und die hierzu auch das Potential hat. Auffallend war in den ersten Spielen beispielsweise, dass wir relativ früh in Führung gingen, dann aber die sich ergebenden Konterchancen nicht effektiv genug genutzt haben. Unterm Strich gibt es derzeit aber wenig zu kritisieren, es läuft sehr gut.

Viele Spieler des SV Kollerbeck stammen aus dem Ort. Zwei Spieler kamen, beide aus der eigenen Jugend. Ist eine solche Mannschaftsstruktur ein Vorteil für einen Klub?

HUNDERTMARK: Um eins vorweg anzumerken: Es ist in der Tat sogar so, dass alle Spieler aus Kollerbeck kommen. Ob unsere Struktur generell für jeden Klub ein Vorteil wäre, vermag ich nicht zu beurteilen. Für den SV Kollerbeck ist es eindeutig einer. Mannschaftliche Geschlossenheit – die wünscht sich jeder, sie ist ganz, ganz wichtig. In Kollerbeck haben wir sie. Bei uns kennen sich die Spieler auch privat schon lange, zudem ist die Mannschaft sehr jung und die Altersstruktur liegt eng beieinander – das macht es für mich als Trainer natürlich auch einfacher. Es entsteht kein Futterneid, man tritt eher als Einheit auf.

Wenn Sie ihren Blick kurz in die Zukunft schweifen lassen und die Saison als Ganzes betrachten. Was ist zu erwarten?

HUNDERTMARK: Wir sind nach sieben Spielen Erster. Das motiviert. Wenn wir oben mitspielen wollen, wird jedes Spiel, auch für den Gegner, automatisch zum Spitzenspiel. Jedes Spiel wird schwer. Die Mannschaft ist durch die Bank erfolgshungrig. Warten wir es ab. Zahltag ist nach dem 30.Spieltag.

Ist die Meisterschaft ein Thema?

HUNDERTMARK: Nein. Um es ganz deutlich zu sagen: An das Thema Meisterschaft verschwenden wir keinen Gedanken.