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05.07.2007

„Jolle“ Struck schafft Rad-Marathon in 31er Schnitt

„Den Rest des Jahres fahren wir nur noch maximal nen 28er Schnitt“, meinte Josef „Jolle“ Struck noch zehn Tage nach dem Warburger Supercup völlig ausgelaugt. Die 240 Kilometer durch die Warburger Börde, das Weserbergland und den Solling hatte der lange Schlacks in 7 Stunden und 56 Minuten abgestrampelt. Doch so ohne weiteres hat „Jolle“ diese lange Distanz auch nicht aus der hohlen Hand geschüttelt.
„Ich merke die Tour heute noch“, gab er auch im Nachhinein freimütig zu. Für die bergige Strecke ein Schnitt von knapp 31 km/Std. zu fahren ist umso beachtlicher, als am Veranstaltungstag regnerisches Wetter herrschte und der Wind vor allem auf der Rückfahrt zum Ausgangspunkt Warburg heftig ins Gesicht blies.
Knapp 400 Rad-Touristen waren am Schützenfest Morgen um 6 Uhr in der Früh an der Warburger Stadthalle ins Rennen gegangen. Rennen ist für eine Radtourenfahrt zwar der offiziell falsche Ausdruck, zumal die Strecke nicht abgesperrt ist und die Regeln der Straßenverkehrsordnung eingehalten werden müssen, aber dennoch versucht jeder, der bei dieser Marathonveranstaltung an den Start geht, sein bestes zu geben und dem  Mitfahrer auch zu zeigen, was eine Harke ist.
Dass Josef Struck diesen Ehrgeiz besitzt, weiß jeder, der ihn kennt. So war er auch extra um halb 5 schon in Kollerbeck losgefahren, um ja früh genug am Start zu sein, wenn der große Pulk an Stramplern losgelassen wird. „Im letzten Jahr war ich ein wenig spät dran und musste so ein ganzes Stück alleine fahren“, begründete „Jolle“ seine akribische Vorbereitung. Vor einem Jahr hatte er bei seinem Debüt auf der Marathonstrecke einen 29,6er Schnitt schaffen können. Und was das Fahren im Pulk ausmacht, kann jeder beurteilen, der selbst einmal auf dem Rad gesessen hat. Bis zu 30 Prozent Energieeinsparung sind drin, wenn man sich mit Windschattenfahren abwechseln kann.
Die Tour über Warburg, Bad Driburg, Schwalenberg, Ottenstein, Bodenwerder, Dassel, Silberborn, Lauenförde, Höxter, Bosseborn, Tietelsen, Peckelsheim und wieder zurück nach Warburg konnte „Jolle“ immer im vorderen Teil der Strampler absolvieren. Und was ein 31er Schnitt auf solch einer langen und anstrengenden Strecke bedeutet, wird sicher nicht nur „Jolle“ selbst einschätzen können.