SV Kollerbeck

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07.08.2007

Und schon wartet das nächste Abenteuer

SVK geht erstmalig überkreislich auf Punktejagd

(luw) Das Abenteuer A-Liga begann vor zwei Jahren. Nur die wenigsten Kollerbecker hätten zu diesem Zeitpunkt ernsthaft damit gerechnet, dass der SVK der A-Liga nach zwei Jahren schon wieder den Rücken in Richtung Bezirksliga zukehren würde. Kunibert Meyer allerdings war einer der wenigen. Anfangs der ersten A-Liga-Saison antwortete der Bönekenberger auf die Frage, welche Rolle er der Mannschaft in der A-Liga zutrauen würde: „Wenn Jens Rheker geblieben wäre, hätte ich mir durchaus den Durchmarsch vorstellen können.“

Nun ist jedoch hinlänglich bekannt, dass sich Jens Rheker vom Kollerbecker Fußball verabschiedete. Und so dauerte es eben ein Jahr länger, bis der Aufstieg tatsächlich klappte. Und das nicht zuletzt wegen eines jungen Mannes namens Marc Neumann, der die seinerzeit gerissene Lücke überraschend schnell wieder schließen konnte. Aber all das war vor zwei Jahren noch Zukunftsmusik. Seinerzeit „philosophierte“ man eher über die Frage, wie die Mannschaft mit den jetzt sicher kommenden Rückschlägen umgehen würde. Diese Rückschläge ließen aber im Großen und Ganzen bis heute auf sich warten. Und so darf man also wieder einmal darauf gespannt sein, wie sich die Mannschaft in der neuen Liga schlagen wird.

Und da kommt zur Standortbestimmung ein TuS Erkeln zum Auftakt gerade recht. „Klein gegen groß“, „David gegen Goliath“ und „Kult gegen Kapital“ (O-Ton Alexander Stecker). Alle diese Vergleiche bergen ein gewisses Fünkchen Wahrheit in sich. Aber helfen sie auch, wenn es am Sonntag um 15.00 Uhr heißt: „SV Kollerbeck gegen den TuS Erkeln“? An der Motivation wird es mit Sicherheit nicht liegen, sollte das Vorhaben missglücken. Denn die Mannschaft wird sich für einen gelungenen Einstand förmlich zerreißen.

Mit dem Verlauf der Vorbereitung ist Trainer Elmar Happe grundsätzlich zufrieden: „Die Stimmung beim Training war gut und mit ca. 19 Spielern im Schnitt pro Einheit sehr gut besucht.“ Diese Zufriedenheit erstreckt sich allerdings nicht in Gänze auf die Vorbereitungsspiele. Happe: „In den Testspielen konnten wir nur 60 Minuten gegen Brakelsiek und Alhausen überzeugen. Allerdings konnte ich Rückschlüsse über den Leistungsstand der einzelnen Spieler gewinnen.“ Gut war auch, dass die Formkurve gerade zum Ende deutlich nach oben zeigte. Happe: „Mit dem Gewinn des Josef Wittrock, Elmar Happe, Jörg HundertmarkStadtpokals und einer überzeugenden Leistung gegen Bredenborn haben wir uns hoffentlich genug Selbstvertrauen für den ersten Spieltag geholt."

Kopfzerbrechen bereiten dem Höxteraner allerdings Verletzungssorgen: „Leider schleppen sich Jens von Heesen und ich schon seit längerer Zeit mit Verletzungen herum. Ob wir Sonntag einsatzbereit sind wird sich kurzfristig entscheiden.“

Ein Auflaufen der beiden erfahrenen Spieler wäre aber immens wichtig. Denn mit dem TuS Erkeln kommt kein unbeschriebenes Blatt in das Kollerbecker Rehbergstadion. Sehr interessant wird zu beobachten sein, wie die Mannschaft aus Erkeln mit den jüngsten Vereins-Querelen umgehen wird. Da machen unappetitliche Gerüchte und Fakten um Urkundenfälschung, Blankoverträge und Verquickung von Beruf und Sport die Runde. Alles Dinge, mit denen man in Kollerbeck lieber nichts zu tun haben möchte. Umso mehr gilt also die volle Konzentration dem Spiel. Und das ist nach der Einschätzung Happes auch bitter nötig: „Mit Erkeln haben wir zu Anfang eine der spielerisch und technisch stärksten Mannschaften der Liga erwischt. In der Offensive haben sie mit Erdogan Acar ihren herausragenden Akteur."

Bleibt also die Frage, wie sich der SVK dieser Herausforderung stellen wird. Für Happe stehen dabei die viel zitierten Kollerbecker Tugenden im Vordergrund: „Wir wollen mit großer Willenskraft, taktischer Disziplin und aggressivem Zweikampfverhalten ein gutes Spiel absolvieren. Nur so können wir über die ganze Saison hinweg bestehen.“

Und genau darauf verlassen wir uns, Jungs. Viel Erfolg in der ersten Bezirksligasaison der Vereinsgeschichte!

Vertreter dreier Trainergenerationen: Josef Wittrock, Elmar Happe und Jörg Hundertmark