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21.10.2007

Und sie treffen doch noch

SVK – VfB Beverungen 7:2

Es war exakt um 15:17 Uhr, da ging ein gemeinsamer Schrei durch annähernd 250 Kehlen im Kollerbecker Rehbergstadion. Carsten Rheker, der Mann für die wichtigen Tore, hatte tatsächlich im sechsten Heimspiel in der Bezirksliga das erste Tor für den SVK erzielt. Dass es dann noch insgesamt sechs Mal laut werden würde, damit hatten wohl nur die gerechnet, die von vornherein gesagt haben: „Wenn wir einmal treffen, dann platzt der Knoten!“ Und wie dieser dann platzte, war schon beeindruckend, denn die Kollerbecker spielten gerade in der zweiten Halbzeit Konterfußball wie aus einem Guss. Die Tore machten Carsten Rheker (2), Torben Rheker (2), Pascal Ewers, Niklas Rheker und André Struck.

Die Rahmenbedingungen passten einfach an diesem Tag: Man feierte Oktoberfest, die Damenmannschaft hatte schon morgens mit 5:0 gewonnen, die zweite Mannschaft hatte mit einem 5:1 nachgelegt und die Zuschauer im Kollerbecker Rehbergstadion wurden mit Haxen, Sauerkraut und Bierspezialitäten aus dem Süden der Republik verwöhnt. Die Stimmung war also prächtig und drohte im Verlaufe dieses Nachmittags eigentlich nur einmal zu kippen. Denn die erste Chance des Spiels hatte der Gegner aus Beverungen in der zehnten Spielminute. Allerdings konnte zunächst Sascha Niemeier und danach Marc Neumann auf der Linie retten. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der SVK hier kalt abgeduscht worden wäre.

So aber kam der SVK langsam aber sicher in die Partie. Und das vor allem kämpferisch. Von Anfang an war klar, dass der SVK sich diese Chance nicht nehmen lassen wollte. Zugute kam ihm auch der tiefe Rasen, der zum schnellen Grätschen geradezu einlud. Nachdem Pascal Ewers dann in der 12. Spielminute den ersten Warnschuss noch vergeblich abgegeben hatte, fiel dann in der 19. Spielminute endlich das erlösende 1:0. Michael Meyer hatte sich in der Nähe der Eckfahne einen eigentlich schon verlorenen Ball zurück erkämpft und ihn vor den Beverunger Kasten befördert. Hier stand Carsten Rheker goldrichtig und schob mit ein wenig Glück zum viel umjubelten 1:0 ein.

Während der SVK vor diesem Tor ziemlich viele Standardsituationen um den eigenen Strafraum zu überstehen hatte, kontrollierte er das Spiel danach zunehmend, ohne allerdings spielerisch zu glänzen. Das aber nur bis zur 43. Spielminute. Denn mit einem Schlag kam der spielerische Glanz ins Spiel. Pascal Ewers hatte sich wieder an der Eckfahne gegen den gegnerischen Libero durchgesetzt und den Ball in die Mitte geschlagen. Hier stand wiederum Carsten Rheker, der diesmal aber seinen wesentlich besser postierten Bruder Torben wunderschön bediente. Der ließ sich nicht lange bitten und drosch den Ball unhaltbar ins lange Eck zum 2:0.

Carsten RhekerWer so kurz vor der Halbzeit in einem solch wichtigen Spiel das 2:0 erzielt, der kann nur zufrieden sein. Noch zufriedener geht es dann eigentlich nur noch, wenn man direkt nach der Pause das 3:0 macht. So geschehen in der 46. Spielminute, als der VfB den endgültigen Knock-out bekam. Pascal Ewers hatte den Eckball getreten, der dem gegnerische Torwart aus den Fingern rutschte und von Carsten Rheker ohne viel Mühen ins Tor befördert wurde. Nur zehn Minuten später hieß es wieder Ecke für den SVK, diesmal von der anderen Seite und von Michael Meyer getreten. Das Ergebnis allerdings war das gleiche wie zuvor, denn Pascal Ewers krönte seine gute Leistung an diesem Tag mit seinem ersten Senioren-Tor zum 4:0 per Kopf.

Danach kam ein wenig Unordnung ins Spiel, bedingt auch durch einige Wechsel. So fiel in der 63. Spielminute das 1:4 für die Beverunger, ehe nur zwei Minuten später Niklas Rheker den alten Abstand wieder herstellte. Carsten Rheker war über rechts gekommen und hatte seinen Cousin perfekt bedient.

Weiter mit der „Rhekerei“ ging es in der 80. Spielminute mit dem 6:1 durch Torben Rheker, der von Michael Meyer frei gespielt worden war. Das 6:2 für Beverungen in der 84. Minute war dann nicht ganz so schön und sollte auch nach Meinung des eingewechselten André Strucks nicht der Schlusspunkt unter diesem tollen Nachmittag sein. Und deswegen ließ es sich der junge Vater nicht nehmen, eine Flanke von Niklas Rheker in der 90. Minute mit dem Kopf ins Tor zu befördern. Damit nimmt André Struck langsam aber sicher die Rolle des Edeljokers ein. Denn beide Male, als er zunächst auf der Bank gesessen hat, machte er später jeweils ein Tor.

Nach dem Spiel konnte man Spielern und Zuschauern gleichermaßen die Erleichterung anmerken. Jochen Mönks brachte die Stimmung folgendermaßen auf den Punkt: „Ich weiß nicht, was gewesen wäre, hätten wir dieses Spiel nicht gewonnen!“ Gut, dass diese Frage im Konjunktiv formuliert werden kann und es damit müßig ist, darüber nachzudenken. Das tat auch niemand, denn viel zu sehr waren sämtliche Beteiligten mit Feiern beschäftigt. Und das ist auch gut so.


Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jens Schölzel, Mikael Grunwaldt (58. Jan Durgeloh), Elmar Happe, Marc Neumann, Michael Meyer, Niklas Rheker, Torben Rheker, Carsten Rheker (67. Stefan Klocke), Pascal Ewers (75. André Struck), Jens von Heesen

Hatte sich nach seinen zwei wichtigen Toren ein wenig Entspannung verdient: Carsten Rheker



Weitere Bilder vom Spiel:


Jens von Heesen


Niklas Rheker und Pascal Ewers (v.l.)


Michael Meyer


Jubel nach dem 2:0 durch Torben Rheker (Michael Meyer, Pascal Ewers und Torben Rheker; v.l.)


Kurz vor dem 3:0 durch Carsten Rheker (Elmar Happe, Carsten Rheker und Torben Rheker; v.l.)


Das 5:1 durch Niklas Rheker (Torben Rheker, Carsten Rheker und Niklas Rheker; v.l.)


Pascal Ewers


Das 6:1 durch Vorlage von Michael Meyer und Tor von Torben Rheker