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13.04.2008

Totgesagte leben länger

SVK – SV Dringenberg 6:2

(luw) Keine fünf Minuten war das Spiel gegen den Tabellenfünften alt, da schien das Spiel schon zugunsten des Gastes aus dem Sportkreis Warburg gelaufen. „Haut Euch die Buden doch selber rein!“, rief ein Kollerbecker Fan stellvertretend für viele andere. „Nur so weiter spielen. Dann haben wir die Kollerbecker im Sack“, lautete auch dementsprechend die Marschrichtung des SV Dringenberg. Bereits zu diesem Zeitpunkt des Spiels stand es 0:2 und kein Kollerbecker hätte auch nur einen Pfifferling auf den SVK gewettet. Das aber war ein Fehler. Denn was sich in den folgenden 85 Minuten im Rehbergstadion ereignete, sucht seinesgleichen.

Denn schon zur Halbzeit sollte Spielertrainer Elmar Happe zufrieden feststellen: „Jungs, ich bin stolz auf Euch!“ Denn zu diesem Zeitpunkt stand es wirklich und wahrhaftig 3:2 für die Grün-Weißen. Zwar hatten die Kollerbecker die ersten zehn Minuten wie ein Absteiger gespielt. Was jedoch folgte, hätten auch die Dringenberger kaum für möglich gehalten. Zu sehr erinnerte man sich an das Hinspiel, wo der SVK auch in der Höhe zu Recht mit 1:5 derbe unter die Räder gekommen war. Heute aber sollte es ganz anders laufen…

Da wäre nämlich zum einen ein Freistoß von Niklas Rheker in der 17. Spielminute, den der Langenkämper mustergültig durch eine von Alexander Rheker freigeblockte Lücke der Dringenberger Mauer schob. Zwar konnte der Dringenberger Keeper den Ball noch so eben von der Linie kratzen. Doch Pascal Ewers hatte aufgepasst, nachgesetzt und zum viel umjubelten Anschlusstreffer eingenetzt.

Jubel DringenbergUnd da wäre noch ein eiskalter Konter der Kollerbecker über mehrere Stationen, der nur durch ein Foul an Torben Rheker unterbrochen werden konnte. Und weil sich der quirlige Stürmer zu diesem Zeitpunkt im Dringenberger Strafraum aufgehalten und Michael Meyer vom Elfmeterpunkt die Ruhe bewahrt hatte, stand es bereits nach 28 Spielminuten 2:2.

Und – wer hätte es für möglich gehalten – in der 30. Minute gingen die Grün-Weißen tatsächlich mit 3:2 in Führung. Vorausgegangen war eine Ecke, die in der Form auch hätte einstudiert sein können. Niklas Rheker schlug die Ecke auf den langen Pfosten, wo Pascal Ewers wartete und den Ball zurück wiederum auf den jetzt langen Pfosten köpfte. Dort sagte der mit vorgerückte Manndecker und Kopfballspezialist Matthias Brisgies artig „Danke!“ und nickte ein.

Nach der Pause ging es ähnlich weiter. Zwar spielten die Dringenberger einen gepflegten Ball. Doch zu echten Torchancen kamen sie nur selten. Und wenn dies der Fall war, dann stand eines der jetzt aufgeweckten Beine der Kollerbecker Abwehr im Wege. Oder auch Sascha Niemeier, der zwar beim 0:2 nicht sehr gut ausgesehen hatte, aber nun mehr und mehr an Sicherheit gewann.

So kam es, wie es in einem solchen Spiel, in dem der Gast zunehmend mehr riskieren muss, im günstigsten Fall kommen muss: Der SVK bekam Konterchancen, die er in einer Art und Weise in Zählbares umwandelte, die man in dieser Saison nur selten gesehen hatte.

Zunächst war es Niklas Rheker, der sich im Anschluss an eine Ecke einfach mal ein Herz nahm und den Ball in den Winkel des generischen Gehäuses beförderte (56.).

Dann setzte der kurz zuvor eingewechselte Mikael Grunwaldt zu einem seiner unwiderstehlichen Flankenläufe an und Stephan Klocke eindrucksvoll in Szene (85.). Der Youngster hatte dann genau so wenige Probleme wie Michael Meyer in der ersten Minute der Nachspielzeit, der den Endstand zum 6:2 markierte.

Zwar kann man nun philosophieren, dass ein Sieg gegen den FC P.E.L. oder den SV Diestelbruch mehr wert gewesen wäre als der Sieg heute und man hätte wahrscheinlich recht gehabt. Doch was das Selbstvertrauen angeht, da kann man diesen Sieg nicht hoch genug einschätzen. Also, Jungs, glaubt weiter an Euch und lasst Euch nicht unterkriegen!

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Marc Neumann, Matthias Brisgies (76. Elmar Happe), Alexander Rheker, Jens von Heesen (55. Jan Durgeloh), Michael Meyer, Torben Rheker, Pascal Ewers, Niklas Rheker, Carsten Rheker (82. Mikael Grunwaldt), Stephan Klocke

War das der Beginn einer Kollerbecker Serie auf Asche? Die Mannschaft beim Jubel