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20.04.2008

Der Traum vom Sieg

TBV Lemgo – SVK 4:2

(luw) Diesmal dauerte er ganze achtzig Minuten, der Traum vom Sieg. Achtzig Minuten mit einer 1:0-Führung, einem 2:2-Augleich, guten Spielanteilen und einer Reihe von guten Möglichkeiten, um den ganz großen Coup zu landen. Dann jedoch platzte dieser Traum mit lautem Knall und zwei Gegentoren innerhalb von nur einer Minute. Damit waren die Verhältnisse beim Spiel Dritter gegen Letzter wieder hergestellt.

Sascha Niemeier inspiziert den PlatzIm Vergleich zur Startaufstellung gegen Dringenberg musste Elmar Happe auf nur einer Position wechseln. Matthias Brisgies war es, der wegen des DFB-Pokalfinals in Berlin und trotz der dortigen Niederlage des BVB nicht zur Verfügung stand. So rückte Jan Durgeloh in die Mannschaft und sollte seine Sache heute sehr gut machen. Ansonsten spielte Michael Meyer wie gegen Dringenberg etwas mehr zurückgezogen und überließ Stephan Klocke den Raum hinter den Spitzen. Und überhaupt: Elmar Happe versuchte natürlich, eine Menge mitzunehmen aus dem klasse Spiel der Vorwoche. Vor allem die Effektivität im Vorwärtsgang sollte doch bitte „überleben“.

Doch diese Hoffnung erlitt recht schnell einen Dämpfer, als Carsten Rheker in der vierten Spielminute alleine auf den Lemgoer Keeper zulief und eben nicht verwandelte. Danach erwachten die individuell einfach stärkeren Gastgeber und gewannen auf ihrem künstlichen Lieblingsbelag die Oberhand. Und als dann auch noch bereits in der 22. Spielminute Torben Rheker verletzt den Platz verlassen musste, da ahnten schon viele der etwa 30 mitgereisten Kollerbecker nichts Gutes. Doch für den quirligen Stürmer kam Dominik Sprenger ins Spiel und der Bremerberger brachte mächtig viel Unruhe in die Lemgoer Hintermannschaft. Zwar scheiterte auch er zunächst, als er alleine auf den gegnerischen Kasten zulief (24.), doch in der 38. Spielminute machte er es besser. Mit dem Kopf lenkte er den Ball unhaltbar in das lange Eck, nachdem Stephan Klocke ihm eine tollte Hereingabe serviert hatte. Das 0:1 war die Folge und die Überraschung lag in der Luft.

Doch bereits drei Minuten später hieß es schon wieder 1:1. Karl-Heinz Stecker kommentierte treffend: „In den meisten Spielen ist es so: Wenn Sascha erstmals in Aktion tritt, dann darf er den Ball aus dem Netz holen!“ Und tatsächlich war es auch heute wieder so, dass unser Gegner quasi mit der ersten guten Torchance auch die Bude macht. Es war also nichts mit der Führung zur Halbzeit.

Direkt nach der Halbzeit fiel dann auch schnell das 2:1 für den Gastgeber (51.) und das Spiel schien die bekannte Wendung zu nehmen. Allerdings bäumten sich die Grün-Weißen noch einmal auf und erzwangen auch tatsächlich noch einmal ihr kurz andauerndes Glück. Denn in der 66. Spielminute wurde Dominik Sprenger regelwidrig im Sechzehner von den Beinen geholt und Michael Meyer verwandelte den fälligen Elfmeter mit Bravour und Coolness zum 2:2.

Doch ein Punkt würde ja bekanntlich nur sehr wenig bringen in der derzeitigen Position. Und so spielten die Kollerbecker weiter auf das Tor der Gastgeber. Gefährlich wurde es dort aber nicht mehr. Denn trotz großen Einsatzes unserer Jungs klingelte es nur noch im eigenen Kasten. Und das gleich doppelt in der 80. und 81. Spielminute. So war das Spiel gelaufen und der große Traum vom Sieg beim „großen“ TBV Lemgo jäh zerplatzt.

Unsere Jungs konnten also kein Erfolgserlebnis mitnehmen aus Lemgo. Wohl aber einige der mitgereisten Zuschauer, die nach viel Sucherei in Lemgo doch tatsächlich die richtige Spielstätte noch mit der ersten Tankfüllung gefunden haben.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Marc Neumann, Jan Durgeloh, Alexander Rheker, Jens von Heesen (50. Elmar Happe), Michael Meyer, Torben Rheker (22. Dominik Sprenger), Pascal Ewers, Niklas Rheker, Carsten Rheker (75. Jens Schölzel), Stephan Klocke

"Da haben wir auch schon bessere Kunstrasenplätze gesehen..": Sascha Niemeier inspiziert den Platz