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05.05.2008

Vier Elfmeter nicht genug für Chance auf Klassenerhalt

VfB Beverungen – SVK 4:3

(luw) „Unglaublich!“ „Das gibt es doch gar nicht!“ „Das darf doch wohl nicht wahr sein!“ Dies ist nur eine kleine Auswahl an Zitaten von mitgereisten Kollerbecker-Fans nach dem Abstiegsduell in Beverungen. Und die Wirklichkeit zu beschreiben, ist bei diesem Spiel tatsächlich schon eine Herausforderung. Gut also, wenn man als einer der 35 Mitgereisten „live“ dabei war. Denn sich dieses Spiel erzählen zu lassen, ist eben lange nicht genug.

Elmar Happe sprach vor dem Spiel von der „allerletzten Chance“ auf den Klassenerhalt.

Pünktlich da zu sein, war in diesem Spiel die halbe Miete für den Zuschauer. Das Spiel begann nämlich, wie es schlimmer nicht passieren kann. Es dauerte keine fünfzehn Minuten, da lag der SVK mit 0:3 hinten, musste den Libero auswechseln, stand wegen roter Karte nur noch mit zehn Leuten auf dem Platz und hatte einen Elfmeter vergeigt.

Marc NeumannDoch der Reihe nach… 1:0 hieß es nach einem von Torben Rheker verschuldeten Freistoß in der sechsten Minute. Dann musste Libero Marc Neumann mit Oberschenkelverletzung den Platz verlassen (7.). Während seiner Behandlung schießt Beverungen nach einer weiteren Standardsituation das 2:0 (10.). Dem SVK wird ein fragwürdiger Elfmeter nach Foul an Torben Rheker zugesprochen, den Michael Meyer links am Tor vorbei setzt (12.). Dann wird Marc Neumann ausgewechselt und Jens von Heesen bekleidet den Liberoposten. Das jedoch nur für gefühlte 20 Sekunden. Denn bereits in der 15. Spielminute erhält der junge Vater wegen Notbremse die rote Karte. Und weil diese Aktion im eigenen Sechzehner statt findet, gibt es einen Elfer für den Gastgeber, der zum 3:0 verwandelt wird.

„Au Mann! Wie soll dieser Tag nur enden?“, fragten sich viele Kollerbecker. Im Hinspiel hatte es 7:2 für den SVK geheißen. Sollte es heute genauso enden?

Doch Michael Meyer hatte etwas dagegen. Denn es folgten noch drei Elfmeter für den SVK, die der Bönekenberger allesamt unten rechts (den ersten hatte er unten links einschieben wollen) verwandelte. So hieß das Ergebnis bereits nach 30 Minuten nur noch 3:2. In der 25. Spielminute war wiederum Torben Rheker und in der 30. Minute Carsten Rheker von den Beinen geholt worden. Schön, es sollte also noch mal spannend werden. Wer konnte denn auch damit rechnen, dass auch noch das 4:2 vor der Pause fallen sollte? Diesmal war keine Standardsituation im Spiel gewesen. Nur Sascha Niemeier hatte bei dem Schuss aus dreißig Metern nicht wirklich gut ausgesehen (37.).

Zur Halbzeit hieß es also 4:2 und Elmar Happe suchte verzweifelt nach Worten: „Leute, das was wir hier heute den mitgereisten Kollerbeckern geboten haben, war unter aller Sau! Wir haben uns angestellt wie C-Jungendliche!“

So ereignisreich wie die erste Halbzeit ausgefallen war, so wenig passierte in der zweiten. Alleine der vierte Elfmeter von Michael Meyer in der 65. Spielminute nach einem absolut unverständlichen Handspiel eines Beverunger Spielers machte das Spiel noch einmal annähernd spannend. Doch insgesamt kam jetzt zu wenig nach Vorne.

Erwähnenswert ist nur noch die dritte gelb-rote Karte für Michael Meyer im dritten Spiel nacheinander. Am Spiel änderte das aber nichts mehr, denn man schrieb schon die 90. Minute.

Wenn das Beverungen-Spiel also die allerletzte Chance war, dann spielen wir demnächst wohl wieder in der A-Liga. Und auch nach Durchsicht der Ergebnisse der anderen Spiele ergibt sich kein anderes Bild. Selbst bei neun Punkten aus den verbleibenden drei Spielen ist die Liga wohl kaum noch zu halten. Allenfalls rechnerisch ist noch was drin…

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Marc Neumann (7. Dominik Sprenger), Jan Durgeloh, Alexander Rheker, 75. Jens von Heesen, Michael Meyer, Torben Rheker, Pascal Ewers (75. Mikael Grunwaldt), Niklas Rheker, Carsten Rheker (37. Jens Schölzel), Stefaan Klocke

Musste nach sieben Minuten verletzt ausgewechselt werden: Marc Neumann wird erstbehandelt vom "angehenden Doc" Karl-Heinz Stecker