SV Kollerbeck

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24.08.2008

Am Anfang hatten sie kein Glück…

SG Alhausen/Pömbsen – SVK I 1:0

(luw) …und am Ende kam noch Pech dazu! Der SVK unterliegt auch im zweiten „Spitzenspiel“ der Saison. Wieder einmal war es eine Standardsituation, die unserer Mannschaft die Punkte kostete.

Das Spiel war von Anfang bis Ende reich an Unterhaltung, Emotion, Klasse und eben auch an Geschwindigkeit. Mit dieser Geschwindigkeit allerdings hatte ein Beteiligter so seine Schwierigkeiten, der eine nicht ganz unwichtige Rolle in solchen Spielen spielt: der Schiedsrichter. Um es gleich klarzustellen, im Laufe der neunzig Minuten wurden Entscheidungen getroffen, die zum einen zwar nicht immer nachzuvollziehen waren. Auf der anderen Seite benachteiligten sie aber eben auch keine Mannschaft übermäßig. Bis dahin also alles im oft zitierten „Grünen Bereich“.

Was sich allerdings in der Nachspielzeit zutrug, war schon bemerkenswert. Zwei Mal hätte es Elfmeter für den SVK heißen müssen. Während das Handspiel in der 91. Spielminute mit viel Wohlwollen vielleicht nicht unbedingt von jeder Position aus zu sehen war - was jedoch bezweifelt werden kann – gab es in der 93. Spielminute nur eine richtige Entscheidung. Matthias Brisgies war im gegnerischen Sechzehner dermaßen in die Zange genommen und anschließend umgerissen bzw. –getreten worden, sodass es nichts anderes als Elfmeter heißen konnte. Denkste!

Niklas RhekerDoch von Beginn an. Die Kollerbecker waren im Vergleich zum Freitagabendspiel mit nur einer Veränderung aufgelaufen. Pascal Ewers war für Matthias Loges in die Mannschaft gerückt. Und es ließ sich richtig gut an, was die Kollerbecker den mitgereisten Zuschauern darboten. Da wurden die Zweikämpfe gesucht und meistenteils auch gewonnen. Und da lief der Ball durch die eigenen Reihen. Was jedoch bemängelt werden kann, ist zum einen die Tatsache, dass im Spielaufbau aus der Defensive einfach zu viele Abspielfehler passieren. Zum anderen kam nach vorne einfach zu wenig Zwingendes heraus.

Die Alhäuser und Pömbser hingegen standen tief in der eigenen Hälfte und verlegten sich auf Konter, die teilweise brandgefährlich waren. Aus so einem schnell vorgetragenen Angriff entstand dann der Freistoß in der 35. Spielminute, der zum einzigen Tor an diesem Tag führen sollte. Matthias Brisgies hatte sich nur noch mit einem Foul behelfen können. Ein Freistoß aus ca. 20 Metern war die Folge, der irgendwie den Weg ins Kollerbecker Tor fand. Auch nach Spielschluss war noch nicht einwandfrei geklärt, wo der Ball denn nun genau um die Mauer rum bzw. durch sie hindurch geflogen ist. Sei es drum, es stand 0:1 aus Kollerbecker Sicht.

Mit diesem Ergebnis ging es auch in die zweite Halbzeit, in der es spielerisch ebenso weiter ging wie im ersten Durchgang. Sepp Kagerbauer wollte sich gar nicht wieder beruhigen, so unzufrieden war er teilweise mit seinen Leuten. „Seine Spieler müssen doch nachts von dieser Stimme träumen“, so ein mitgereister Karl-Heinz Stecker nicht ohne ein Spur von Bewunderung in der eigenen.

Der SVK war also drückend überlegen, konnte sich aber eben kaum Chancen erspielen. Und trotzdem hätte es nach 78 Spielminuten trotzdem 1:1 heißen können. Nach einer Ecke von Michael Meyer war es der kurz zuvor eingewechselte Elmar Happe, der den Ball per Kopf – Achtung, Tusch! – an die Latte setzte. „Wohin auch sonst?“, mag man fragen. Denn es war bereits das fünfte Mal in dieser noch sehr jungen Spielzeit, dass das Aluminium am gegnerischen Kasten klingelte.

Und so ging es in diese sehr emotionale Nachspielzeit. Und die war mit drei Minuten ohnehin arg knapp bemessen, wenn man das nachvollziehbare Zeitspiel der Alhäuser und die in aller Seelenruhe vorgetragenen Spaziergänge des Schiedsrichters über das Pömbser Geläuf bedenkt.

Aber sei es drum. Das Spiel muss nun schnell abgehakt werden. Denn in der folgenden Woche warten nacheinander Stahle und Fürstenau auf unsere Jungs. Möglichkeiten genug also, um das Glück erneut herauszufordern und es vielleicht auch mal wieder zu erzwingen.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Matthias Brisgies, Marc Neumann, Alexander Rheker, Jens von Heesen, Michael Meyer, Mikael Grunwaldt (70. Elmar Happe), Niklas Rheker, Stefan Klocke, Jens Schölzel (60. Torben Rheker), Pascal Ewers

Machte ebenso ein klasse Spiel wie Mikael Grunwaldt: Niklas Rheker