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14.09.2008

Elmar Happe schmeißt nach Niederlage in Riesel hin

FC Aa-Nethetal - SVK 5:1

(luw) Die Nachricht platzte wie eine Bombe. Unmittelbar nach der 5:1-Niederlage gegen SSV Aa-Nethetal teilte Elmar zunächst Vorstandsvorsitzendem Bernward Brisgies und dann der Mannschaft mit, dass er das Amt des Trainers ab sofort nicht mehr ausübt. Einzelne Spieler versuchten noch, Happe umzustimmen. Der aber ließ keine Debatte zu. Mit dieser Entwicklung hatte trotz des miesen Saisonbeginns niemand gerechnet.

Das Spiel selber stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Sowohl Innenverteidiger Matthias Brisgies als auch Torwart Sascha Niemeier hatten Blessuren aus dem Bredenbornspiel davongetragen und standen dementsprechend nicht zur Verfügung. In das Tor rückte Jens Schölzel, der bereits in der fünften Spielminute hinter sich greifen musste. Vorangegangen war eine absolut verunglückte Flanke eines gegnerischen Spielers, die nahezu unhaltbar an den hinteren Pfosten klatschte und von dort aus ins Tor sprang.

Elmar HappeDie Kollerbecker blieben zunächst unbeeindruckt und kamen bereits in der zehnten Minute zum Ausgleich durch Niklas Rheker. Und auch in der Folgezeit waren die Grün-Weißen Herr des Geschehens. Die Gastgeber aus dem Aa-Nethetal verlegten sich größtenteils nur auf Konter.

Und einer dieser Konter führte in der 35. Spielminute zum Knackpunkt des heutigen Spiels. Auch am Ende des Spiels waren sich die Kollerbecker nicht einig, nach welchen Regeln der für Erkeln auflaufende Schiedsrichter eigentlich pfiff. Einig waren sie sich nur darin, dass es sich um eine Sportart ohne strafbares Abseits handeln muss. Wie dem auch sei, zwei Nethetaler standen also alleine vor Jens Schölzel und hatten keinerlei Skrupel, das Geschenk des Unparteiischen anzunehmen. Zu allem Überfluss sah André Struck noch wegen Schiedsrichterbeleidigung die knallrote Karte.

Und da wären wir auch schon bei den anderen Schuldigen für diese Niederlage. Denn der Schiedsrichter mag zwar auch in der zweiten Halbzeit noch zwei Treffer der Nethetaler anerkennen, die aus Abseitspositionen entstanden sind. Aber was sich die Kollerbecker gerade in der zweiten Halbzeit zusammen spielten, war nicht mehr feierlich.

Elmar Happe hatte in der Halbzeitpause noch vehement darauf hingewiesen, dass jetzt nur nicht die Ordnung zu verlieren sei. Wir würden mit Geduld auch noch zu Chancen kommen. Was dann jedoch passierte, kann mit dem Wort „Chaos“ überschrieben werden. Da kämpften hinten drei Grün-Weiße gegen drei Schwarz-Rote und die restlichen Kollerbecker trabten gemütlich durch das Mittelfeld. Da wurden Stockfehler am laufenden Band produziert. Da wurde auf dem Platz geschrieen. Und da wurde mit Zuschauern geschrieen. Da wurde nur noch mit dem Schiedsrichter und seinen Entscheidungen gehadert. Ohne weiteres kann man für weite Teile der Mannschaft schlicht und ergreifend von Arbeitsverweigerung sprechen.

So fiel das 3:1 in der 60. Spielminute und der Drops war gelutscht. Denn zu Chancen kamen die Kollerbecker in der zweiten Halbzeit gegen die sehr tief stehend Nethetaler kaum bis gar nicht. Die Treffer zum 4:1 und 5:1 in der 90. und 91. Spielminute machten dann den Braten auch nicht mehr fett.

Für Elmar Happe jedenfalls war das berühmte Fass einfach voll. Kurz nach dem Abpfiff nahm er den Präsidenten Bernward Brisgies an die Seite und teilte ihm seinen Entschluss mit. Als dann die Mannschaft in die Kabine gebeten wurde, konnten sich schon einige Spieler das jetzt Folgende denken.


Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Jan Durgeloh (62. Elmar Happe), Marc Neumann, Jens von Heesen (68. Alexander Rheker), André Struck, Michael Meyer, Mikael Grunwaldt, Niklas Rheker, Stefan Klocke, Matthias Loges (55. Torben Rheker), Pascal Ewers

Vor dem Spiel noch im Vier-Augen-Gespräch mit Alexander Rheker: Elmar Happe