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19.10.2008

Gute Chancenauswertung erst in der zweiten Halbzeit

SVK siegt in Ovenhausen verdient mit 5:1

(luw) Das war doch mal wieder schön anzusehen. Der SVK gewinnt auch in der Höhe verdient gegen einen TuS Ovenhausen, der schon in der ersten Halbzeit einen schlaffen Eindruck machte. Die Torschützen für den SVK waren Stefan Klocke (2), Niklas Rheker, Torben Rheker und Michael Meyer per Foulelfmeter.

Wer hätte gedacht, dass es im Oktober noch so viele schöne Sonntage geben würde. Nach dem Kaiserwetter beim Spiel zum Oktoberfest präsentierte sich Petrus auch an diesem Sonntag wieder von seiner besten Seite. Eben drum wäre es noch unglücklicher gewesen, wenn das Spiel nicht stattgefunden hätte.

Doch genau so sah es eine ganze Zeit lang aus, weil der Schiedsrichter nicht im Grubestadion erschien. Erst nach Intervention durch Alexander Stecker kam Schwung in die Sache. Und tatsächlich machte unser stellvertretender Geschäftsführer zusammen mit einem Ovenhäuser Offiziellen durch umfangreiche Internet- und Telefonrecherche einen Schiedsrichter ausfindig, der bereits um 13:00 Uhr ein Spiel in Höxter gepfiffen hatte und sich nun spontan bereit erklärte, auch dieses Spiel zu leiten. „Hoffentlich bin ich nachher nicht der Buhmann…“, so Alexander Stecker, der Sorge hatte, dass das Spiel in die Hose gehen könne.

Die Sorge allerdings war unberechtigt. Denn als das Spiel um kurz vor vier Uhr erst einmal angepfiffen war, da präsentierte sich der SVK in sehr guter Verfassung. Und er erspielte sich wieder einmal Torchancen in Hülle und Fülle. Die Verwertung allerdings darf auch mal wieder als grob fahrlässig bezeichnet werden. Symptomatisch die sechste Spielminute, als der Ball innerhalb von wenigen Sekunden gleich zwei Mal das Aluminium des Ovenhäuser Tor touchierte. Beide Male war Pascal Ewers der unglückliche Schütze gewesen.

So sollte es wieder einmal urplötzlich 0:1 aus Sicht des SVK stehen. Das aber kennt man ja mittlerweile. Denn der SVK hat ja schließlich fast in jedem Spiel nach der Rückkehr von Jörg Hundertmark mit 0:1 zurück gelegen. Nur gegen Albaxen/Lüchtringen hatte man 1:0 geführt.

So reagierten unsere Jungs auch dieses Mal alles andere als geschockt und spielten weiter temporeich nach Vorne. Doch auch in dieser Phase blieben Michael Meyer (10. und 17.), der als Libero wieder in die Mannschaft gerückte André Struck (20.) und Niklas Rheker (21.) ohne den entscheidenden Erfolg.

Doch in der 30. Spielminute stand es dann doch 1:1. Einen klasse Spielzug über die rechte Seite schließen Pascal Ewers mit einer präzisen Hereingabe und Stefan Klocke mit dem wichtigen Ausgleich ab.

SchiedsrichterSo ging es auch in die Halbzeit, in der sich zunächst einige Spieler über die gegnerische Spielart echauffierten. Bis Marc Neumann vehement für Ruhe sorgte: „Wir müssen Vorne die Dinger machen. Dann interessiert alles andere keinen Menschen!“

Recht hatte er. Und so ließ die Erfüllung seines Appells nach Wiederanpfiff auch nur fünf Minuten auf sich warten. Denn in der 50. Spielminute war es Niklas Rheker, der ein schönes Zuspiel von Matthias Loges zur 2:1-Führung verwertete.

Danach wurde es im Kollerbecker Sturm ein wenig ruhiger und nicht wenige der mitgereisten Kollerbecker wurden mit zunehmender Spielzeit nervöser. Rainer Mönks brachte es in der 75. Spielminute auf den Punkt: „Ein Sicherheitstor wäre jetzt nicht schlecht!“

Wie genau der ehemalige Betreuer und Flitzer Rainer Mönks die Mannschaft immer noch kennt, kann man an der Tatsache ablesen, dass dieses Sicherheitstor prompt zwei Minuten später fiel. Nach super Vorarbeit von Michael Meyer war es Torben Rheker, der diesmal genau da stand, wo ein Mittelstürmer hingehört, und aus zwei Metern zum alles entscheidenden 3:1 abstaubte. Das Spiel war gelaufen und alle Tore, die jetzt noch fielen, wurden als Bonus mitgenommen.

Da wäre also noch das 4:1 durch Stefan Klocke nach Vorarbeit durch Pascal Ewers (81.) und das 5:1 durch Michael Meyer, der sich einen Dreck um die alte Regel scherte, dass der Gefoulte nie den Elfmeter schießen sollte (89.).

So langsam kommt der SVK also in Fahrt. Wir dürfen also gespannt sein, ob der SVK die Tabelle nun von hinten aufrollt. Das Ergebnis heute jedoch darf nicht überbewertet werden. Dafür haben sich die Ovenhäuser einfach zu schwach präsentiert. Doch schwingt bei diesen Aussagen auch immer die alte philosophische Frage mit, was zuerst da war: Huhn oder Ei! Im Klartext: Waren wir so gut oder der Gegner so schlecht? Warten wir mal ab…

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Matthias Brisgies (69. Jens Schölzel), Marc Neumann, Torben Rheker, Michael Meyer, Mikael Grunwaldt, Niklas Rheker, Matthias Loges (65. Jan Durgeloh), Pascal Ewers, Stefan Klocke (83. Lukas Meyer)

Wo bleibt der Schiedsrichter? Ratlose Gesichter bei den Trainern (oberes Bild). Dann kam doch noch einer. Der Mann in rot als Star des Spiels: Mehmet Cetinkaya (unteres Bild)