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25.02.2009

Jahresbericht 2008 - Radsportgruppe

(Konrad Krüger) Auch wenn nicht jedes Jahr 10.000 und mehr Kilometer am Ende eines Jahres auf dem Tacho stehen können, so war die Kollerbecker Radsportgruppe doch das eine oder andere Mal in den Schlagzeilen der heimischen Gazetten vertreten. Insbesondere die schon traditionelle Mountainbike-Veranstaltung am Pfingstsamstag zog viele Sportler auf den Kollerbecker Brink und sorgte so mit dafür, dass der SVK auch überregional mit Radsport in Verbindung gebracht wird. Eine absolute Ausnahmestellung nahm in 2008 aber Josef „Jolle“ Struck ein. Er hatte sich als einziger SVKler für den weltweit bekannten Ötztal-Marathon in Österreich angemeldet und dort mit einer Zeit von 11 Stunden auf sich aufmerksam gemacht. Daneben standen noch die jährliche Wochenendfahrt sowie zum Jahresabschluss der Besuch des Schwalenberger Weihnachtsmarktes auf der Veranstaltungsliste der kleinsten Sportabteilung im SV Grün-Weiss Kollerbeck.

Jahrestour zum Edersee

Waren im Jahre 2007 noch wolkenbruchartige Regenschauer und Blitz und Donner ständige Begleiter der Kollerbecker Radsportler auf der Wochenendtour, so lief es im vergangenen Jahr rundum besser. Diesmal war das Ziel der Edersee. Um nicht wieder in Zeitnot zu kommen, hatte man sich entschlossen, statt am Freitag Nachmittag am Samstag morgen die Strecke unter die Räder zu nehmen. Betreut von Thorsten Krüger im Begleitfahrzeug lief auf der Hinfahrt bis zur Jugendherberge am Edersee alles glatt. Doch statt dann nach anstrengender Fahrt im See sich erfrischen zu können, gab es nur lange Gesichter. Der See war vollkommen ausgetrocknet. Der See wurde im letzten Jahr dazu genutzt, um den Niedrigstand der Weser auszugleichen und so war allenfalls ein Moorbad oder eine Wanderung zu den überfluteten Dorfresten möglich.
Auf der Rückfahrt blieb es glücklicherweise weiterhin völlig unkompliziert und die schon obligatorischen Pannen oder Stürze blieben auch aus. So kam man dann schon zur Mittagszeit in Dalhausen an, wo man die erste Mannschaft beim ersten Saisonspiel in der A-Liga unterstützen wollte. Die 1:2-Niederlage blieb dann auch die einzig negative Erinnerung.

11. Kollerbecker MTB-Rennen an Pfingsten

Was ein paar Sonnenstrahlen bewirken können, war eindrucksvoll am Pfingstsamstag auf dem Kollerbecker Sportgelände zu beobachten. Nicht nur, dass eine zuvor nie da gewesene Teilnehmerzahl beim Mountainbike-Rennen zu verzeichnen war, auch die Mitglieder der Radsportgruppe strahlten unisono über’s ganze Gesicht. Der nicht unerhebliche Aufwand für die Ausrichtung dieser im Kreis Höxter einmaligen Veranstaltung wurde mit einer top abgelaufenen Veranstaltung in jeder Beziehung honoriert. Insgesamt 122 Radsportler waren mit dem Streckenverlauf, den Boden- und Wetterverhältnissen sowie den sportlichen Ergebnissen rundum zufrieden.

Sportlich war in Kollerbeck wirklich alles vertreten, was in hiesigen Wäldern und Feldern Rand und Namen im Mountainbikesport hat. So traten sogar die Höxteraner Sportler noch in Kollerbeck an, obwohl sie nur 20 Stunden später beim 24-Stunden-Rennen im ZDF-Fernsehgarten starten wollten. Dass dann sogar noch Uwe Rotermund, Macher und Hans-Dampf in allen Höxteraner Gassen den Sieg in der Seniorenklasse davontragen konnte, zeigt umso deutlicher, dass der Start in Kollerbeck nicht nur eine Pflichtveranstaltung war, sondern dass schon bis auf’s Letzte gekämpft wurde.
 
Josef „Jolle“ Struck fährt Ötztal-Marathon

Ein ganz besonderes Highlight hatte sich Josef Struck im letzten Jahr vorgenommen. Für ihn sollte es bis an die Grenzen der Belastbarkeit gehen. Und dafür hatte er sich die Teilnahme am Ötztal-Marathon ausgeguckt. Schon im Frühjahr hatte er das große Paket in Österreichs Wintersportmetropole Sölden gebucht. Mit einem einwöchigen Trainingslager im Juni hatte er sich automatisch die Startberechtigung zum eigentlichen Höhepunkt, dem Marathonrennen auf abgesperrten Straßen über die Alpen hinweg gesichert.
Auf einer Distanz von 238 Kilometern sind bei diesem Radsportklassiker 5.500 Höhenmeter zu bewältigen. Zugelassen für die Tour über vier Zweitausender in den österreichischen Alpen sind 4.500 Radsportler, die allesamt aber sehr gut trainiert sein müssen, um die vorgegebenen Zeitlimits zu erreichen.
So bestand „Jolles“ Trainingspensum darin, dass er quasi an jedem Tag im Frühjahr und Frühsommer in den Solling fuhr, um dort 150 und auch mehr Kilometer zu trainieren. Doch was für Ostwestfalen schon echte Herausforderungen sind, wenn es zum Beispiel von Dassel nach Silberborn hoch geht, das gehört beim Ötztal-Marathon noch zu den kleineren Buckeln.
Die vier Alpenpässe Kühtai (2.020 Meter), Brenner (1.370 m), Jaufenpaß (2.090 m) und schließlich das Timmelsjoch mit 2.509 Höhenmetern sind wahrlich nichts für müde Krieger (siehe Grafik unten). So ist die Zeit von elf Stunden, die Josef Struck  für diese gewaltige Strecke brauchte wohl nur nachzuvollziehen, wenn man selbst einmal die Berge in den Alpen gesehen hat oder auch ein paar der kräftigeren Anstiege im Weserbergland gefahren ist. Und wenn von diesen elf Stunden noch eine Stunde für Verpflegungspausen abgezogen wird und man berücksichtigt, dass „Jolle“ mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, so kann man seine Aussage, „das war nicht meine letzte Teilnahme“ nur nachvollziehen, wenn man selbst vom Radsportfieber gepackt ist.



Besuch des Weihnachtsmarkt in Schwalenberg

Zum Abschluss des sportlichen Jahres stand dann noch ein Besuch des Schwalenberger Weihnachtsmarktes auf dem Terminplan der Radsportler. Nach einer Wanderung durch den Salkenbruch mit Verpflegungspause bei Johannes Lensdorf ging es dann zum Trubel auf dem Marktplatz des Malerstädtchens. Nach einem gemeinsamen Abendessen im „Anno“ wurde der Abend dann im Rathauskeller und bei Matthias Fuhrmann in Kollerbeck abgerundet.