SV Kollerbeck

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10.10.2004

Weiße Westen in Kollerbeck

3:1 gegen Verfolger aus Hembsen

(luw) Auch im siebten Spiel der laufenden Saison behält die erste Mannschaft des SVK seine weiße Weste. Denn auch der Verfolger TuS Hembsen konnte den Grün-Weißen nicht widerstehen und wurden mit einer verdienten Niederlage wieder nach Hause geschickt. Das passende Spiel also zu einem gelungenen Oktoberfest im Rehbergstadion. Torschützen für den SVK waren Niklas Rheker, Elmar Happe und Torben Rheker.

Da war es mal wieder: das Gefühl, als Tabellenführer gejagt zu werden. Noch in der letzten Saison hatte es nur einen Spieltag angedauert. Doch dieses Jahr soll alles anders laufen. So zumindest die Forderung des Trainers vor dem wichtigen Spiel gegen den Tabellenvierten von der Nethe. „Von jetzt an spielen wir nur noch Endspiele“.
Zwar entwickelte sich dann das Spiel recht gemächlich und beide Mannschaften brauchten lange Zeit, um sich ihre ersten Chancen zu erspielen. Auf Seiten der Kollerbecker führte diese aber sofort zum Erfolg. Niklas Rheker ist es gewesen, dem in der 25. Minute ein abgeblockter Freistoß von Elmar Happe vor die Füße fiel und der gar nicht lange fackelte. Mit einem sehr platzierten Linksschuss setzte er den Ball aus 20 Metern direkt neben den Innenpfosten: 1:0.
Im Gegenzug dann die erste Gelegenheit für die Gäste, die aber nicht verwertet werden konnte. Vor der Pause dann die beste Phase der Kollerbecker, die sich Großchancen im Minutentakt erarbeiteten. Aber sowohl Elmar Happe (37.), Jörg Hundertmark per Kopf (38.), Jens Rheker (40.) als auch Michael Meyer (43.) konnten selbst sog. Hundertprozentige nicht im gegnerischen Kasten unterbringen.
Nach der Halbzeitpause ähnliches Bild wie in der ersten. Denn zunächst neutralisierten sich die Mannschaften gegenseitig. Und das bis zur 79. Minute, als eine weitere Standardsituation für den Ausbau der Führung sorgte. Als wäre es so einstudiert worden – und teilweise wird das sogar behauptet – legte André Struck eine auf das hintere Fünfereck gezogene Ecke per Kopf auf Elmar Happe ab, der ebenfalls seine Kopfballstärke eindrucksvoll unter Beweis stellte und den Ball über die Linie wuchtete.
Dass dies aber nicht die Entscheidung war, dafür sorgte in der 86. Minute der Anschlusstreffer der Hembser durch eine weitere Standardsituation. „Also wird es noch mal spannend“, dachten sich nicht wenige Zuschauer beider Seiten. Dem war aber nicht so, denn quasi im Gegenzug konnte Torben Rheker eine sehr gute Hereingabe von Michael Meyer zum 3:1 und zum endgültigen K.O. für die Hembser verwerten.
Es hält also noch etwas an: das Gefühl, gejagt zu werden. Und wie lange es noch tatsächlich anhält, das entscheidet sich vielleicht schon am nächsten Spieltag, wenn der SVK zu Gast beim derzeitigen Tabellendritten aus dem Nethetal ist. Denn mit nur zwei Punkten Vorsprung ist der SVK für diesen durchaus in Schlagweite. Sie gehen also noch weiter: die Wochen der Wahrheit.