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06.06.2010

SVK ermauert sich auch 1:1 gegen Driburg

Pascal Ewers erneut Torschütze für den SVK

(luw) Bei Temperaturen und Luftfeuchtigkeit jenseits von Gut und Böse erkämpfte sich der SVK einen Punkt gegen den Meister und Aufsteiger TuS Bad Driburg. Am Ende taumelten die Kicker in grün und weiß zwar, sie fielen aber nicht. Überragender Mann war erneut Keeper Jens Schölzel, der die Driburger schier zur Verzweiflung brachte. Daneben beeindrucke Martin „Kiesel“ Rheker. Der etatmäßige Spieler der zweiten Mannschaft vertrat ab der 35. Spielminute den verletzten Libero Jens Rendorf und erntete am Ende der Partie Schulterklopfen von allen Seiten. Und das vollkommen zu Recht.

„Ganz schön intensive Partie heute. Wenn man bedenkt, dass es um nichts mehr geht…“ Jens Schölzel hatte heute ganz offensichtlich Spaß am Fußball spielen. Und was er Mitte zweiter Halbzeit feststellte, das stimmt ja auch irgendwie: Driburg steht schon lange als Meister und Aufsteiger fest. Und der SVK weiß vor lauter Unentschieden gar nicht mehr, wo es eigentlich hin gehört. Und doch wurde da um jeden Meter auf dem Platz gekämpft. Meistens innerhalb, ab und zu aber auch außerhalb des Regelwerks. Kunststück! Die Driburger sind auf den besten Wege, ungeschlagen durch die Serie zu marschieren. Und der SVK wollte sich ordentlich von seinem Heimpublikum verabschieden. Da wundert es nicht, dass beide Abwehrreihen sehr konzentriert zu Werke gingen und zunächst kaum Torchancen des Gegners erlaubten.

Doch die erste Unkonzentriertheit der Kollerbecker Abwehr führte direkt zum 0:1 (21.). „Der Ball war doch Jahrhunderte in der Luft. Wie kann der denn zum Tor führen?“ Jörg Hundertmark war in seinem letzten Heimspiel für den SVK noch genau so ehrgeizig wie bei seinem ersten. Ändern konnte er am Gegentor allerdings auch nichts. Nur drei Minuten später dann fast das 0.2. Doch der Ball geht glücklicherweise knapp am langen Pfosten vorbei.

Erspielte Chancen für den SVK waren übrigens fast über die gesamte Dauer des Spiels Mangelware. So bedurfte es schöner Einzelaktionen, um mal in die Nähe eines Torerfolgs zu kommen. So geschehen in der 34. und 35. Spielminute, in denen Michael Meyer gleich zwei Mal innerhalb von einer Minute den Ball aus großer Entfernung an die Latte drosch.

Schade zwar, doch viel größer war der Schock nur eine weitere Minute später. Libero Jens Rendorf fiel so unglücklich auf seine Schulter, dass er ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Sein letztes Heimspiel hatte sich der Sabbenhausener mit Sicherheit ganz anders vorgestellt. Für ihn kam Matthias Loges ins Spiel. Martin Rheker übernahm den vakanten Libero-Posten und ließ – so viel ist ja schon klar – kein weiteres Gegentor mehr zu.

Ihm und seinen Mannschaftskameraden kam dabei aber auch immer wieder Fortuna zur Hilfe. Denn was die Driburger heute an Chancen ausließen, und das insbesondere zum Ende der Partie, das war schon aller Ehren wert. Gut, dass es zu diesem Zeitpunkt schon 1:1 stand.

Und weil der SVK sich so wenige Chancen an diesem Tag erspielen konnte, sollte es schon ein ganz besonderer Angriff sein, der zum Ausgleich führt. Michael Meyer hatte Niklas Rheker mit einem Sahnepass die linke Außenbahn entlang geschickt. Der Langenkämper wiederum brachte den Ball aus dem vollen Lauf heraus punktgenau auf den Elfmeterpunkt. Dorthin war in unnachahmlicher Manier Pascal Ewers gesprintet, um den Ball passgenau mit dem Kopf in die untere, kurze Ecke zu platzieren. Da konnte der der Driburger Keeper tatsächlich nur dumm gucken.

Nach dem Ausgleichstreffer allerdings ging gar nichts mehr bei den Grün-Weißen. „Wir sind stehend K.O.!“, stellte Hundertmark fest. Nur um gleich ganz leise hinten anzufügen: „Das kann einfach nicht gut gehen.“

Doch weit gefehlt. Zwar rollte in der Schlussphase Angriffswelle auf Angriffswelle aus Kollerbecker Tor zu. Aber ob nun aus dem Spiel heraus oder auch als Standardsituation: Die Driburger brachten die Kirsche einfach nicht im Kollerbecker Tor unter. In der 90. Spielminute verhinderte Michael Meyer noch einmal einen sehr viel versprechenden Angriff, indem er sich eines Textilvergehens bediente. Das war mit Sicherheit taktisch klug. Sepp Kagerbauer hingegen wollte sich gar nicht mehr beruhigen. Irgendwie verständlich. Und trotzdem blieb es beim elften Unentschieden in 27 Spielen.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Mikael Grunwaldt, Jens Rendorf (35. Matthias Loges), Martin Rheker, Michael Meyer, Pascal Ewers, Stefan Klocke, Benedict Lange, Niklas Rheker (75. Sven Schönhoff), Torben Rheker, Lukas Meyer

Wenn die Motivation passt, ist er mit Sicherheit ein Kandidat für die erste Mannschaft: Martin Rheker