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08.08.2010

Pokal-Aus gegen Bezirksligisten

SVK – TuS Bad Driburg 1:3

(luw) Eine Woche vor Saisonbeginn hat der SVK sein Kreispokalspiel gegen den TuS Bad Driburg mit 1:3 verloren. Zwar hatten die Grün-Weißen noch zur Halbzeit mit 1:0 geführt, doch aufgrund der gegnerischen Überlegenheit in der zweiten Spielhälfte muss der Driburger Sieg wohl oder übel als verdient bezeichnet werden. Beim SVK ging spätestens nach der Hinausstellung von Matthias Brisgies und der damit zusammenhängenden Dezimierung nach Vorne gar nichts mehr. Das Kollerbecker Tor erzielte Niklas Rheker.

„Wie? Ist Michael verletzt?“. Diese Frage schoss garantiert nicht nur Meinolf Köhne beim Anblick der Startaufstellung durch den Kopf. Doch der war fit. Nur eben auch außer Form. Und deswegen setzte Norbert Dölitzsch zunächst auf andere Kräfte.

Und die sollten ihre Sache insbesondere in der ersten Halbzeit recht gut machen. Denn was sich der TuS Bad Driburg in Durchgang Nummer eins an Chancen erspielen konnte, das war nicht ganz viel. Die einzig brenzlige Situation für das von Jens Schölzel aufmerksam bewachte Tor ergab sich in der 11. Spielminute, als sich ein Verzweiflungsschuss blöde an die Kollerbecker Latte senkte. Ansonsten stand der Defensivverbund des SVK. Nach Vorne freilich ging auch nicht viel, sodass sich beide Mannschaften weitestgehend im Mittelfeld neutralisierten. Auch spielten die Kollerbecker zu hastig und ungenau, um einmal gefährlich vor den gegnerischen Kasten kommen zu können. Das holprige Geläuf im Rehbergstadion tat sein Übriges.

So schrieb das Spiel bereits die 45. Spielminute, als es erstmals spannend wurde in dieser intensiv geführten Partie. Das aber so richtig, denn zu diesem Zeitpunkt markierte Niklas Rheker aus dem Nichts heraus das 1:0 für den SVK. Flankengeber von außen war Pascal Ewers gewesen. Erste Chance, erstes Tor. So konnte es doch weiter gehen.

Tat es aber nicht. Denn nur zwei Minuten später in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wendete sich das Blatt schon langsam aber sicher zugunsten des Gastes aus der Badestadt. Denn Matthias Brisgies sah wegen Beleidigung seines Gegenspielers die gelb-rote Karte. Zu zehnt gegen einen Bezirksligisten. Kann das über eine Halbzeit hinweg gut gehen?

Norbert Dölitzsch versuchte in der Halbzeit erst einmal, die Gemüter wieder etwas abzukühlen: „Ruht Euch erst einmal aus. Trinkt was und kommt runter. Das gilt im Übrigen für das ganze Spiel. Wir müssen insgesamt ruhiger und abgeklärter agieren. Und wenn es uns gelingt, lange diesen Vorsprung zu halten, dann werden die Driburger im Gegenzug immer unruhiger werden. Das müssen wir dann ausnutzen!“

Diese von den Grün-Weißen Anhängern favorisierte Situation ergab sich jedoch gar nicht erst, denn nach dem Seitenwechsel dauerte es nur drei Minuten, bis der TuS ausgeglichen hatte. Ein schwach geführter Kollerbecker Zweikampf war schuld, dass der Driburger urplötzlich aus 20 Metern den Platz und die Zeit hatte, einfach einmal in Richtung langes Eck abzuziehen. Der Schuss saß und es stand 1:1.

Fortan spielte nur noch der TuS Bad Driburg, der sich den SVK langsam zurecht legte. In der 64. Spielminute rettete noch das Kollerbecker Lattenkreuz vor dem Rückstand. Doch eine Minute war es trotzdem so weit. Erneut war es ein vermeidbarer individueller Kollerbecker Fehler, der den Treffer im großen Maße begünstigte.

In der 85. Spielminute dann der Genickbruch, als eine Bogenlampe wieder einmal an diesem Nachmittag den Weg an die Kollerbecker Latte und von da zum Driburger Stürmer fand. Der hatte nun wahrlich keine große Mühe mehr mit dem 3:1.

Der SVK ist also eine Woche vor Saisonstart aus dem Kreispokal ausgeschieden und kann sich nun voll und ganz auf die Liga konzentrieren. Das ist die gute Nachricht. Positiv stimmt außerdem, dass die neu formierte Abwehr insbesondere in der ersten Halbzeit sattelfest stand. Das macht Hoffnung. Sorgen macht noch ein wenig die Offensive. Da sind wir einmal gespannt!

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Mikael Grunwaldt, Jan Durgeloh, Martin Rheker, Mattias Brisgies, Lukas Meyer (40. Michael Meyer), Marc Neumann, Pascal Ewers, Niklas Rheker, Torben Rheker (80. Benedikt Lange), Stephan Klocke

So sehen Unglücksraben aus: Michael Meyer wird eingewechselt (oben), Matthias Brisgies vom Platz gestellt