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02.09.2010

Lachen oder weinen?

SpVg Brakel II – SVK 4:4

(luw) Am Ende war es wieder so ein Spiel, bei dem man selbst im Rückblick nur schwerlich sagen kann, ob man mit dem Remis zufrieden sein soll oder nicht. Nach nur zehn Minuten 0:2 hinten. Mitte zweiter Halbzeit 4:2 vorne. Dann 4:4 und beide Mannschaften haben in der Schlussphase noch gute Möglichkeiten zum Siegtor. Aus diesem Stoff sind Spiele, die sich der neutrale Zuschauer wünscht. Aus dem gleichen Stoff sind aber auch Spiele, die einem Trainer die letzte Haare und Nerven rauben können.

Wie gesagt: Es dauerte keine zehn Minuten, da lagen unsere Jungs mit 0:2 hinten. „Seid ihr jetzt endlich wach, Leute?“ Norbert Dölitzsch war außer Fassung angesichts der Geschenke, die heute von unserer Defensive verteilt wurden. Wenn dann noch eine derartige Emotionslosigkeit der Spieler dazu kommt, dann kann man diese Empörung sehr gut nachvollziehen. Erinnerungen wurden wach an das Vorjahresdebakel, als man mit 1:10 in Brakel unterging.

So sollte es heute jedoch nicht kommen, denn wie aus dem Nichts erzielte Lukas Meyer in der 28. Spielminute den Anschlusstreffer zum 1:2. Und es sollte noch besser kommen. Denn mit dem Halbzeitpfiff traf Pascal Ewers per Elfmeter zum Ausgleich. Er selbst war vom Brakeler Keeper gefoult worden, als dieser einigermaßen desorientiert mit dem gestreckten Bein dort hinging, wo seine Hände besser aufgehoben gewesen wären. Er wusste jedoch offenbar nicht, ob er sich noch innerhalb der Grenzen des Strafraums befand.

„Leute, das einzig positive heute ist, dass wir Charakter gezeigt und uns hier nicht nach dem frühen 0:2 aufgegeben haben. Ansonsten machen wir Fehler, von denen ich nicht einmal geträumt hätte, dass wir sie überhaupt machen können.“ Norbert Dölitzsch war verständlicherweise bedient in der Halbzeitpause. Es folgten jede Menge taktische Anweisungen, die auch mehr oder weniger im zweiten Durchgang umgesetzt wurden.

Nachdem die Anfangsphase der zweiten Halbzeit wieder den Gastgebern gehört hatte, kam unsere Mannschaft wieder besser ins Spiel und bog mit einem Doppelpack in der 60. und 65. Spielminute auf die Siegerstraße ab. Das Tor zum 3:2 markierte wiederum Pascal Ewers per Abstauber, nachdem Lukas Meyer noch gescheitert war, der Torwart jedoch auch nicht entscheidend klären konnte. Das 4:2 steuerte Stefan Klocke auf Flanke von Alexander Rheker bei. Damit sollte das Spiel doch eigentlich gelaufen sein.

Jetzt jedoch bekamen die Brakeler unverständlicherweise wieder Oberwasser, scheiterten aber regelmäßig. Erst in den Minuten 80 und 83 trafen sie, wobei insbesondere der Anschlusstreffer zum 3:4 wieder ein echtes Geschenk vom SVK darstellte, zu dem auch gut eine rote Schleife gepasst hätte. Doppeltorschütze Pascal Ewers hatte sich einen ungewohnten Stockfehler im eigenen Sechzehner erlaubt und so den Treffer entscheidend begünstigt.

Am Ende hatten dann noch beide Mannschaften die Möglichkeiten zum Siegestreffer. Auf der Kollerbecker Seite klärte Michael Meyer in der 88. Minute auf der eigenen Torlinie. Auf der anderen Seite scheiterte der soeben eingewechselte Slava Neskoromny gleich zwei Mal denkbar knapp.

Am Ende muss man also mit dem Unentschieden und dem ersten Punktverlusten in dieser Saison leben. Nichtsdestotrotz sollte geklärt und analysiert werden, warum der Kollerbecker Motor auf der Zielgeraden noch abgesoffen ist.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Torben Rheker Martin Rheker, Alexander Rheker, Lukas Meyer (88. Slava Neskoromny), Michael Meyer, Marc Neumann, Pascal Ewers, Niklas Rheker (90. Benedict Lange), Mikael Grunwaldt, Stefan Klocke

Am Ende wurde es doch noch finster...