SV Kollerbeck

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28.02.2005

Jahresbericht 2004

1. Mannschaft des SVK

(luw) Erstmals in der Kollerbecker Vereinsgeschichte hatten regelmäßig Trainingseinheiten der 1. Mannschaft im Fitnessstudio stattgefunden. Und doch kam das Fußballjahr 2004 nur schleppend in Gang. Allerdings nicht nur für unsere Mannschaft. Ganze drei Generalabsagen direkt nach der Winterpause ließen eine optimal abgestimmte Vorbereitung kaum zu.

Dementsprechend holprig verlief teilweise die Rückrunde. Nach Überwinterung auf Platz vier hatte sich die Mannschaft zum Ziel gesetzt, noch einmal anzugreifen. Und tatsächlich blieb es lange spannend im Kampf um Platz drei. Dies allerdings nicht etwa deswegen, weil die Hundertmark-Elf so stark auftrumpfte. Vielmehr stolperte die Konkurrenz ebenfalls regelmäßig. Schlussendlich musste man sich mit einem guten vierten Platz hinter den beiden Aufsteigern aus Albaxen und Ottbergen und dem Tabellendritten Hembsen begnügen.

Besonders erwähnenswert zur Saison 2003/2004 wären nur noch zwei Dinge. Zum einen die Tatsache, dass beide Aufsteiger nicht einen Punkt aus dem Rehbergstadion haben entführen können. Und zum anderen die Siegprämie von Alhausen für einen Sieg im letzten Spiel gegen Absteiger Albaxen II, auf die die Mannschaft bis heute noch wartet.

Die Vorbereitung auf die Saison 2004/2005 verlief dann sehr viel versprechend. Insgesamt fünf Neuzugänge größtenteils aus der eigenen Jugend hatte es seit Jahren nicht mehr gegeben. Dies und die insgesamt sehr guten Ergebnisse aus den Vorbereitungsspielen mehrheitlich gegen Lipper und Niedersachsen gaben Anlass zu großer Hoffnung für die Saison.

Doch natürlich auch für den Pokalwettbewerb, in dessen erster Runde man direkt auf den Ex-Trainer Dietmar Ferlemann und seine Jungs aus Lütmarsen stieß. Nach schwacher erster Halbzeit gewann unsere Mannschaft schließlich klar mit 6:1 und empfing in der 2. Runde mit Beverungen einen Gegner, der anschließend in der A-Liga für Furore sorgen sollte. Aber auch der VfB wurde nach Elfmeterschießen bezwungen und so kam es zum großen Highlight des Jahres 2004. Denn der nächste Gegner war Titelverteidiger und hieß SV Fürstenau/Bödexen. Auch der Bezirksligist wurde mit einem 2:0 aus dem Rennen befördert und der SVK steht nach langer Zeit mal wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Auslosung für diese Runde ist im Übrigen bisher noch nicht erfolgt.

Ähnlich erfolgreich wie im Pokalwettbewerb spielte die Mannschaft dann auch in der Meisterschaft. Der erste Spieltag der B-Liga-Saison 2004/2005 fand zwar noch ohne Kollerbecker Beteiligung statt. Was dann allerdings folgte, war aller Ehren wert. Siege über Siege und so dauerte es nur bis zum 6. Spieltag, bis unsere Mannschaft im Spiel gegen Mitfavorit Sandebeck die Tabellenspitze erobern konnte Und diese sollte sie bis zum heutigen Tag nicht mehr abgeben. Selbst die ärgsten Verfolger aus Hembsen und dem Nethetal wurden geschlagen und so dauerte es bis zum 12. Spieltag, ehe die Mannschaft gegen die Reserve der SpVgg Brakel erstmals Punkte ließ: 1:1 hieß es, nachdem man sogar bis zur 88. Spielminute noch mit 0:1 zurückgelegen hatte.
Möglichkeit zur Rehabilitation bekam die Mannschaft im Jahr 2004 dann nicht mehr. Sämtliche Spiele fielen dem Wetter zum Opfer.

Dies ist womöglich auch der Grund, warum sich die Mannschaft zur Winterpause mit Platz zwei im Offensiv-Cup zufrieden geben muss. Denn das Spiel gegen die Schießbude der Liga, Ottbergen II, wurde ebenfalls nicht angepfiffen. Fünf Tore in diesem Spiel hätten gereicht, um den Ligakonkurrenten Hemsen zu überholen. Ob dies allerdings gelungen wäre, steht noch auf einem anderen Blatt. Unglücklicherweise war das Spiel nämlich am Tag nach der Kollerbecker Weihenachtsfeier terminiert gewesen. Jetzt bleibt also abzuwarten, wie das Ergebnis im Offensiv-Cup nach 28 Spieltagen aussieht.

Unwesentlich wichtiger jedoch als der Offensiv-Cup sollte nicht nur nach Ansicht des Trainers Jörg Hundertmark die Tabellensituation in der Liga sein. Und dort ergibt sich im Moment ein phantastisches Bild für unsere Jungs:

34 Punkte nach 12 Spielen; das sind 2,83 Punkte im Schnitt; damit natürlich Tabellenposition 1; 4 Punkte Vorsprung auf den Tabllenzweiten Hembsen, der sogar zwei Spiele mehr absolviert hat; beste Abwehr der Liga mit nur 11 Gegentreffern; also weniger als 1 Tor im Schnitt; und zweitbester Sturm der Liga mit 42 Treffern; das sind 3,5 Tore pro Spiel.

All das sind Zahlen, die für sich sprechen. Und es sind Zahlen, die alles andere als Meisterschaft und Aufstieg zur absoluten Enttäuschung verblassen lassen. Ob allerdings die Mannschaft mit diesem Druck umzugehen weiß, werden die kommenden Monate zeigen müssen. Die Vorbereitungsspiele laufen im Moment nicht unbedingt nach Plan: die drei bisherigen Spiele gegen Wöbbel, Bredenborn und Sabbenhausen II gingen allesamt verloren. Auf der anderen Seite konnte zumindest der Titel des Hallenstadtpokalsiegers erfolgreich verteidigt werden.

Das alles jedoch zählt dann nicht mehr, wenn hoffentlich am nächsten Sonntag endlich die alles entscheidende Rückrunde beginnen kann. Die Mannschaft jedenfalls brennt. Und mit ihr hoffentlich wieder so viele Zuschauer wie im vergangenen Jahr. Denn die Unterstützung selbst bei Auswärtsspielen war zuletzt großartig.

Und für diejenigen, die schließlich vielleicht doch das ein oder andere Tor verpasst haben sollten, für die gibt es eine zweite Chance. Mit Bastian Schölzel jedenfalls hat man einen Mann gefunden, der im Juni 2005 hoffentlich das Zeug dazu hat, eine Meisterschaftssaison auf DVD zu brennen.