SV Kollerbeck

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08.05.2011

Deprimierende 1:2 Niederlage beim Kellerkind Altenbergen/Vörden

SVK setzt Niederlagenserie ungebremst fort

Vörden (krü). Tja, was soll man dazu noch sagen? Genau wie im letzten Jahr spielen die Kollerbecker Grün-Weissen eine grottenschlechte Rückserie und werden nach der Herbstmeisterschaft bis in die Mittelmäßigkeit durchgereicht. Wenn es denn mal bei der Mittelmäßigkeit bleibt. Gegen die abstiegsgefährdeten Altenbergen/Vördener jedenfalls wurde nicht einmal dieses Niveau erreicht. Am Ende gingen die Gastgeber freudestrahlend als 2:1-Sieger vom Platz und Kollerbeck hatte die vierte Schlappe am Stück im Gepäck.

Die erste Halbzeit am Vördener Windmühlenweg kann aus Kollerbecker Sicht nur als Kombination aus Arbeitsverweigerung und Schläfrigkeit zusammengefasst werden. Zwei mickrige Chancen zwischen der 37. und 39. Spielminute reichten der Vielain-Elf, um gegen den SVK mit 2:0 in die Pause zu gehen. Beim ersten Treffer ließ Keeper Sascha Niemeier einen 30-Meter-Freistoß von Stefan Lukas durch die Arme rutschen und nur zwei Minuten später war es die indisponierte SVK-Abwehr, die erst auf rechts mutterseelenallein einen Schwarz-Weißen flanken ließ und dann auch noch den in der Mitte wartenden Offensivmann gänzlich unbewacht zwei mal die Einschussmöglichkeit ließ, ehe es dann „endlich“ 2:0 stand.
 
Das Ergebnis stellte bis hierhin das Spiel auf den Kopf, doch darf sich auf Kollerbecker Seite niemand beschweren, dass es so kam. Denn die komplette Abwehr war immer einen Schritt zu spät am Altenbergen/Vördener Gegenspieler und nach Vorne hin blieb auch vieles nur Stückwerk. Die wenigen zu verzeichnenden Chancen für Grün-Weiß waren allesamt nicht zwingend genug und schon lange nicht das Ergebnis druckvollen Spiels oder durchdachter Kombinationen. Kollerbeck hat zudem auch einfach keine Offensivabteilung mehr, die diesen Namen verdient.
 
Im zweiten Spielabschnitt drehte sich das Bild. Kollerbeck wurde druckvoller und hatte auch mehr Chancen, doch auch hier fehlte am Ende der notwendige Biss und die Cleverness, die gerade in der ersten Halbserie noch den SVK an die Tabellenspitze bugsierte. Wie gesagt. Alles im letzten Jahr schon einmal da gewesen. Wohin die Reise bis zum letzten Spieltag in der Tabelle noch geht, bleibt abzuwarten. Überraschen dürfte es aber auch nicht, wenn wieder nur ein achter Tabellenplatz dabei heraus springt.
 
Doch zurück zum Spiel. Mit insgesamt 10 Torchancen oder zumindest halbwegs gefährlichen Aktionen dominierten die Dölitzsch-Jungs das Spiel deutlich. Phasenweise kam Altenbergen/Vörden gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus und jetzt gab es auch einmal Strafraumszenen. Aber Tore blieben Mangelware. Einzig Pascal Ewers war es in der 72. Minute vorbehalten, den Anschlusstreffer zu erzielen. Im Nachstochern drückte er das Leder per Kopf in die Maschen des Gastgebers.
 
In der restlichen Spielzeit hatte Kollerbeck dann noch mehr als genug Chancen, zumindest den Ausgleich zu schaffen. Aber wie heißt es doch in solchen Situationen frei nach Lukas Podolski immer wieder: Erst hatten sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Schlussendlich stand es nach 97 Spielminuten am Windmühlenweg dann aber 2:1 für den Gastgeber und Kollerbeck schlich mit gesenkten Köpfen wie ein begossener Pudel vom Platz.
 
Für den SVK spielten: Sascha Niemeier, Martin Rheker, Mikael Grunwaldt, Alex Rheker, Jens Schölzel (65. Slava Neskoromny), Christian Föst, Marc Neumann, Torben Rheker, Pascal Ewers, Steffen Rheker (85. Benedict Lange), Stefan Klocke