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26.08.2012

Dreifacher Föst führt auf die Siegerstraße

SVK schlägt Nethetal mit 5:1

(luw) In einer in der ersten Halbzeit packenden und in der zweiten Halbzeit zunehmend einseitigen Partie schlägt der SV Kollerbeck einen kampfstarken FC Aa-Nethetal mit 5:1 Toren. Zunächst waren dabei die Dölitzsch-Kicker mit 0:1 ins Hintertreffen geraten, ehe Christian Föst mit drei Toren das Blatt zugunsten der Grün-Weißen wenden konnte. Die übrigen Tore steuerten Andreas Koch und ein Kollerbecker Sympathisant aus dem Nethetal bei.

Norbert Dölitzsch konnte aus dem Vollen schöpfen. Absagen musste verletzungsbedingt nur Pascal Ewers, der noch an einer Bänderverletzung im Sprunggelenk laboriert und in der kommenden Woche wieder ins Lauftraining einsteigen will. Die Ersatzbank war also prall gefüllt, was in Anbetracht der vielen knappen Duelle der beiden Mannschaften in der jüngeren Vergangenheit mit Sicherheit keinen Nachteil darstellen sollte. Unvergessen das letzte Aufeinandertreffen am letzten Spieltag der vergangenen Saison, als eine verwaiste Ersatzbank dazu führte, dass einmal mehr Meinolf Köhne ran musste und sich prompt in der Torschützenliste eintragen durfte.
 
Und auch heute versprach das Spiel bereits frühzeitig, kniffelig zu werden. Denn es hatten noch nicht alle Besucher im Rehbergstadion das erste Mal in ihre Hecker-Wurst gebissen, als den anderen der Bissen im Hals hängen blieb. Denn bereits nach zwei Minuten stand es 1:0 für den Gast. Ausgangspunkt war ein etwas unnötiger Freistoß aus etwa 25 Meter, den der Nethetaler Freistoßschütze zum Anlass nahm, den Ball mit gefühlten 100 km/h aufs Tor zu jagen. Ungeachtet der Geschwindigkeit muss so ein Ball trotzdem nicht durch die grün-weiße Schweizer-Käse-Mauer und damit unhaltbar für Keeper Sascha Niemeier ins Tor fliegen. Er tat es aber und so stand es 0:1.
 
Gleich darauf die nächste Schrecksekunde für den SVK. Im Anschluss an eine Nethetaler Ecke kann Andre Eilbrecht noch soeben auf der eigenen Linie retten. Glück gehabt.
 
Erstmals gefährlich wurde es dann vor dem richtigen Tor erst in der 15. Spielminute, als Michael Meyer einen Freistoß flach und knallhart vor die gegnerische Kiste brachte und sowohl Christian Föst, als auch Sven Abitz den Ball nur um Fußesbreite verpassten. Dass diese Variante bei den hochgewachsenen Nethetaler Abwehrspielern allerdings die am meisten erfolgversprechende ist, das konnte man bereits an dieser Situation erahnen.
 
So kam es dann auch, dass eine ähnliche Situation in der 21. Spielminute zum Ausgleich führte. Wieder hatte Michael Meyer die Kirsche hart in den Sechzehner gedroschen. Dort hießen die Stationen des Spielgeräts dann Martin Rheker, Christian Föst und Tor!
 
Und nur neun Minuten später dann die Führung für den SVK. Sven Abitz war regelwidrig im Sechzehner von der Beinen geholt worden und wieder Christian Föst hatte den fälligen Strafstoß im Tor untergebracht. Es folgten die intensivsten Minuten des Spiels. Hüben wie drüben ergaben sich jetzt im zwei-Minuten-Takt die Einschussgelegenheiten für beide der beiden Mannschaften. Insbesondere Neuzugang und Kopfballspezialist Jan Dyballa tat sich in dieser Phase mit dem Herausarbeiten von guten Kopfballgelegenheiten, leider aber auch mit dem Auslassen derselben hervor. „Wenn bei dem mal der Knoten platzt…“, war es dann auch des Öfteren und folgerichtig im Rehbergstadion zu vernehmen.
 
Aber auch der Gegner kam zu Torchancen, insbesondere in der 33. Spielminute, als bei einem Gewaltschuss aus 20 Metern Sascha Niemeier bereits geschlagen war, er aber glänzend von seiner Torlatte vertreten wurde. Glück gehabt.
 
So ging es mit einer hauchdünnen Führung in die Kabine, wo Trainer Norbert Dölitzsch angesichts der kämpferisch guten Leistung seiner Leute nicht unzufrieden war: „Schön zurück gekommen, Jungs. Ihr habt die Ruhe bewahrt und so das Spiel gedreht. Noch ist hier aber leider gar nichts gewonnen. Wir müssen hier 100% investieren, um als Gewinner vom Platz zu gehen!“
 
Nicht auf der Rechnung hatte Norbert Dölitzsch in diesem Moment offenbar den gegnerischen Keeper, der heute einen einigermaßen gebrauchten Tag erwischt hatte und bei aller Wertschätzung für Christian Föst dessen Schuss aus über 45 Metern einigermaßen locker abwehren muss. Na klar steht er etwas weit vor dem Tor und natürlich muss er zügig wieder ins Tor eilen. Und selbstredend ist so eine blöde Bogenlampe, die direkt unter der Latte einschlägt, immer undankbar. Und trotzdem muss er diesen Ball in der 47. Spielminute halten. Er tat es nicht.
 
Und so geht der SVK mit 3:1 in Führung und das Spiel ist – insbesondere im Rückblick mit einer großen Portion Klugscheißerei gesehen – gelaufen. Denn die Kollerbecker ließen jetzt vor dem eigenen Tor gar nichts mehr anbrennen und mussten bei konsequenter Chancenauswertung fast noch höher als 5:1 gewinnen. So aber kam es „nur“ noch zu zwei Treffern. Zum einen traf Andreas Koch, dessen erstes Pflichtspieltor im grün-weißen Dress direkt im Anschluss mit einem Bussi für Freundin Laura und einem ergriffenem Raunen des Publikums standesgemäß gefeiert wurde (65. und 66.). Zum anderen war noch ein Nethetaler Abwehspieler behilflich, der eine vom eingewechselten Stefan Klocke scharf vor das Tor gebrachte Flanke in größter Not ins eigene Tor bugsierte (75.).
 
Am Ende steht also ein zumindest in der zweiten Halbzeit relativ ungefährdeter Sieg gegen eine sehr unangenehm zu spielende Mannschaft von der Aa und der Nethe, der mit den Punkten sieben bis neun belohnt wurde. So geht ein guter Saisonstart heute!
 
Der SVK spielte mit: Sascha Niemeier, Alexander Rheker, Martin Rheker, Dominik Abitz, Andreas Koch, Michael Meyer, Christian Föst (80. Marc Neumann), Sven Abitz (70. Mario Mugabe), Jan Dyballa, Raphael Föst, Andre Eilbrecht (60. Stefan Klocke)

Die Namen von Torschützen prägen wir uns insbesondere dann gut ein, wenn die Tore so schön gefeiert werden: Neuzugang Andreas Koch