SV Kollerbeck

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18.05.2005

Echtes Team aus der eigenen Jugend

SV Kollerbeck feiert die B-Liga-Meisterschaft

(wb) Von Michael Stecker. Nach elf Jahren kehrt der SV Kollerbeck in die Kreisliga A zurück. Bereits fünf Spieltage vor Saisonende machte der SVK mit einem Auswärtssieg in Stahle den Aufstieg perfekt. Nach 23 Siegen, zwei Unentschieden und keiner Niederlage rangiert der A-Liga-Neuling unangefochten und uneinholbar auf dem ersten Platz der Kreisliga B.

Überschwänglich wurde in Kollerbeck der Aufstieg gefeiert. In der Vereinsgaststätte »Zum Fuhrmann« ging nach dem entscheidenden Spiel in Stahle die Post ab. Spieler, Sponsoren, Fans und Freunde, teilweise Mütter und Väter, die in ihrer aktiven Laufbahn noch den Abstieg vor elf Jahren miterleben mussten, ließen bei ihrer Freude lautstark freien Lauf. Dieser Erfolg bedeutete allen Beteiligten sehr viel, da die Akteure des kompletten Teams bis auf Trainer Jörg Hundertmark aus der eigenen Jugend hervorgegangen sind. Der SV Kollerbeck ist auch nach dem Abstieg in der Saison 1992/93, trotz geringer Perspektiven auf einen sofortigen Wiederaufstieg, seinen Prinzipien treu geblieben und hat auf die Bereitstellung finanzieller Mittel für Neuverpflichtungen verzichtet. Die Spieler sollen sich mit dem Verein identifizieren und ihr Engagement beim SV Kollerbeck nicht von einer Geldsumme abhängig machen. Unter diesen Umständen ist der Weg zum Erfolg zwar langwierig, aber das Erreichen des Zieles umso schöner. Das Ergebnis gibt den Verantwortlichen recht. Die Zuschauer kommen wieder zahlreich ins Rehbergstadion, um die Mannschaft zu unterstützen und dementsprechend euphorisch war die Freude nach der langen fußballerischen Durststrecke über den geschafften Aufstieg in die Kreisliga A.
Einen nicht unerheblichen Anteil an dem Erfolg hat der Trainer, bei dessen Verpflichtung der SVK-Vorstand ein glückliches Händchen bewies.
Jörg Hundertmark, der vor zwei Jahren vom TSV Rischenau gekommen war und bei Bedarf auch noch selber aktiv ins Geschehen eingreift, hat es geschafft, aus dem mittelmäßigen B-Ligisten ein spielstarkes und siegeshungriges Team zu bilden. Die junge Truppe zeigte kaum Schwächen und dominierte von Beginn an das Geschehen in der Kreisliga B. Selbst die vor der Saison hochgehandelten Mitfavoriten TuS Hembsen, FC Aa Nethetal und die SG Sandebeck/Langeland konnten die Kollerbecker Mannschaft nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Erst eine verstärkte Brakeler Reserve brachte dem SV Kollerbeck kurz vor der Winterpause den ersten Punktverlust bei.
Die ist längst abgehakt. Der SVK freut sich auf die neue Herausforderung in der Kreisliga A und will den Klassenerhalt möglichst frühzeitig perfekt machen.
 

Die Meistermannschaft des SVK im Porträt

Sascha Niemeier (31):Der Torwart des SVK ließ in dieser Saison mit Abstand die wenigsten Gegentreffer zu und kann besonders unter Druck nicht selten über sich hinauswachsen.
Andre Struck (27): Organisierte meistens als klassischer Libero die Abwehr und überzeugte als treffsicherer Elfmeterschütze. Mit 16 Toren auf seinem Konto führt er sogar die interne Torjägerliste an.
Jochen Mönks (34): Dienstältester Spieler und wichtiger Abräumer in der Innenverteidigung. Sein kompromissloses Zweikampfverhalten bringt die gegnerischen Stürmer oftmals zur Verzweiflung.
Alexander Rheker (22): Wichtiger Defensivmann auf der linken Seite. Entschärft durch seine Schnelligkeit viele Angriffsbemühungen des Gegners.
Jens Schölzel (19): Der Mann der Rückrunde. Ist nach den gezeigten Leistungen in der zweiten Saisonhälfte vor allem im Offensivbereich nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken.
Simon Reinhard (19): Der Youngster des Teams zeigte bei seinen Einsätzen immer Zuverlässigkeit und fügte sich gut in das Spiel ein.
Elmar Happe (30): Der torgefährliche »Heimkehrer« hat maßgeblichen Anteil an dem Erfolg des SV Kollerbeck. Durch seine langjährige Landesligaerfahrung beim SV Höxter ist er Dreh- und Angelpunkt auf dem Platz und stärkt mit seiner Anwesenheit gleichzeitig das Selbstvertrauen seiner Mitspieler.
Matthias Brisgies (20): Die Bundeswehr hat ihn athletischer gemacht. In der Rückrunde hat er ein Ausrufezeichen hinter seine Leistungen gesetzt.
Thorben Rheker (21): Der quirlige Stürmer ist meist nur durch Fouls zu stoppen und bringt durch seine Dribblings die gegnerische Abwehr immer wieder in Bedrängnis.
Carsten Rheker (25): Wenn in Topform, ist er kaum zu ersetzen. Goalgetter mit eingebautem Torriecher.
Michael Meyer (18): Der hochgemeldete A-Jugendspieler schaffte auf Anhieb den Sprung in den Seniorenbereich. Das wohl größte Talent des SV Kollerbeck ist bekannt für seinen Drang zum Tor und seine wichtigen Treffer.
Jens Rheker (28): Geht hin wo, es weh tut und bringt mit seiner Defensivarbeit Stabilität in die Mannschaft. Wird im eher ungewohnten Abwehrbereich von Spiel zu Spiel stärker.
Niklas Rheker (19): Dauerläufer auf der linken Seite. Auch er hat den Sprung von der A-Jugend in die 1. Mannschaft problemlos vollzogen.
Stefan Bielefeld (29): Solider Defensivmann. Stabilisiert mit seiner zuverlässigen Spielart die Kollerbecker Abwehr.
Uwe Mönks (21): Allrounder im Defensivbereich. Kam durch steigende Leistung in der Rückrunde zurecht auf viele Einsätze.
Willi Struck (32): Genießt den Respekt des Trainers. Trotz vieler Termine in Beruf und Familie ist er immer einsatzbereit. Kam aus genannten Gründen in dieser Saison erst auf drei Einsätze.
Jörg Hundertmark (36): Der Trainer erwies sich als Glücksgriff für den SV Kollerbeck. Auch außerhalb des Spielgeschehens bilden Trainer und Mannschaft eine verschworene Einheit.
Rainer Mönks (29): Die gute Seele des Teams und gleichzeitig Chef der medizinischen Abteilung.
Lukas Welling: Co-Trainer. Vertritt den Trainer, wenn der einmal nicht anwesend ist. Schaffte im dritten Anlauf gegen die Reserve aus Erkeln endlich seinen ersten Sieg als Vertreter von Hundertmark.
Alexander Stecker, Rüdiger Brakweh, Peter Grabosch und Sebastian Welling kamen in dieser Saison zwar noch nicht zum Einsatz, stehen aber immer auf Abruf bereit.