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09.09.2012

SVK gewinnt hochverdient mit 3:0 beim Aufsteiger in Rolfzen

Klare Steigerung gegenüber letzten Sonntag zu verzeichnen

Rolfzen (krü). Mit einem am Ende klaren und hoch verdienten 3:0-Sieg revanchierte sich der SV Kollerbeck im Auswärtsspiel beim Aufsteiger Rolfzen/Sommersell eindrucksvoll für das ideenlose Heimspiel mit den beiden ersten Punktverlusten gegen Bergheim am letzten Sonntag. Lukas Meyer avancierte bei hochsommerlichen 30 Grad trotz mehrerer ausgelassener Hochkaräter zum „Man of the match“. Nach mühsamer torloser erster Halbzeit holte der Bönekenberger kurz nach dem Wechsel einen Foulelfmeter heraus, den Christian Föst zum 1:0 nutzte, und 6 Minuten danach erzielte der Kollerbecker Sturmführer das 2:0 mit einem schönen Solo selbst. Das dritte Tor markierte der 5 Minuten zuvor eingewechselte Mario Mugabe in der 83. Spielminute.

Auch gegen Rolfzen/Sommersell war in der ersten Spielhälfte Geduld angesagt. Bei insgesamt 6:1 Torchancen für die Dölitzsch-Elf offenbarte sich aber zunächst erneut das bisherige Manko der Saison. Der SVK bekommt die Bälle einfach nicht im Netz des Gegners unter. Alles was wäre wenn nutzt aber nichts, wenn es erneut anfangs so läuft wie beim Aufsteiger. Wobei allerdings eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Bergheimspiel festgestellt werden konnte. Und wenn am Ende dann doch noch die Tore fallen, könnte über die erste Halbzeit schnell der Mantel des Schweigens gehüllt werden, wenn es denn nicht auch mal Spiele gäbe, die nicht immer so ausgehen, dass der SVK trotz klarer Chancenübermacht den Platz als Sieger verlässt.
 
Beim Aufsteiger begann das Spiel wie fast alle bisherigen fünf Meisterschaftsspiele auch schon. Nach nur wenigen Sekunden hätte es 1:0 stehen müssen. Lukas Meyer presste einen Abschlag des Torhüters ab und nur um Haaresbreite und mit riesen Glück verstand es der Keeper des Gastgebers, das Leder doch noch unter Kontrolle zu bringen. Diese unverhoffte Chance war dann auch gleich das Signal für Norbert Dölitzsch’ Jungs, dass es eigentlich nur eine Marschrichtung geben konnte.
 
Stefan Klocke jagte in der 4. Spielminute nach Zuspiel des wohl besten Kollerbeckers den Ball über die Torlatte. Christian Föst hatte Klocke mustergültig frei gespielt. In der 13. Minute war es dann Rolfzen/Sommersell selbst, das sich den Ball  fast selbst in die Maschen legte. Der Keeper hatte eine lange Flanke unterlaufen und daraus entstand ein heilloses Durcheinander mit glücklichem Ende für den Aufsteiger. Nur eine Minute nach diesem Highlight machte der ansonsten solide Torsteher der  Gastgeber seinen Fauxpas wieder gut, als er einen Freistoß von Michael Meyer schön aus dem unteren Eck fischte.
 
Bis zum Seitenwechsel hatten dann noch Raphael Föst, Dominik Abitz und Lukas Meyer sehenswerte Torchancen, aber unter dem Strich ging es dann doch mit 0:0 in die Pause.
 
Nach dem Wechsel konnten die mitgereisten Kollerbecker Fans dann endlich wieder den „alten SVK“ bewundern. Mit schönem Kombinationsspiel, frühem Pressing und durchdachten Pässen in die Spitze wurde Rolfzen/Sommersell klar der Schneid abgekauft und deutlich die Grenzen aufgezeigt. Dass es am Ende dann nur 3:0 für Kollerbeck stand, lag nicht unwesentlich an der Eigensinnigkeit der SV-Stürmer, die das ein und andere Mal zu ballverliebt den Weg zum Tor selbst suchten, anstatt den besser postierten Mitspieler zu berücksichtigen.
 
Doch drei Tore und noch einmal drei Hundertprozentige wollen auch erst mal geschossen und erarbeitet sein. Erleichtert wurde dem SVK allerdings der Sieg durch einen Foulelfmeter, den so nicht jeder Referee gepfiffen hätte. Lukas Meyer hatte sich auf Rechts durchgearbeitet, zwei drei Gegenspieler wie Slalomstangen umkurvt und als er dann ein wenig unsanft abgegrätscht wurde, kam prompt der Elfmeterpfiff des sonst guten Schiedsrichters. Dass Christian Föst sich solche Chancen derzeit nicht entgehen lässt, zeugt eindeutig von der super Verfassung, in der sich der Kollerbecker Mittelfeldmann zur Zeit befindet. 1:0 nach 53 Spielminuten.
 
Nur sechs Zeigerumdrehungen später war es dann Lukas Meyer selbst, der noch kurz einen Gegenspieler aussteigen ließ, um zum 2:0 zu erhöhen. Direkt zuvor hatte die gleiche Einschussmöglichkeit noch der sehr agile, aber am Sonntag glücklose kleine Föst-Bruder. Raphael verzog nur um wenige Zentimeter. Und wieder war es dann Christian Föst, der in der Schlussviertelstunde zum Halali blies. Nach Vorlage von Michael Meyer stand der lange Schlacks völlig frei vorm Gastgebertor, doch sein Ball zischte etwa einen halben Meter am Tor vorbei.
 
Besser machte es dann der kurz zuvor erst eingewechselte Mario Mugabe. Ebenfalls nach Zuspiel vom gut aufgelegten Michael Meyer  stoppte der stets brandgefährliche Mittelstürmer alter Prägung das Leder kurz an und donnerte den Ball dann halbhoch ins Netz des Aufsteigers. 3:0 nach 83 Minuten. Da war Rolfzen/Sommersell spätestens am Ende. Zumal genau vor dem entscheidenden Kollerbecker Treffer der Gastgeber das Leder an den Innenpfosten hämmerte. Genau im Gegenzug fiel dann das 3:0. 
 
Dass nicht noch mehr Gegentreffer fielen, lag am Ende an der zu leichtfertigen Chancennichtverwertung durch die Kollerbecker Stürmer und am Glück der Gastgebermannschaft. Allerdings wäre ein noch höherer Sieg auch des Guten zuviel für die tapfer kämpfenden Schmücker-Jungs gewesen. Hatten sie doch zahlreiche Einschussmöglichkeiten unbeschadet bis dato überstanden.
 
Unterm Strich muss Kollerbeck einfach konsequenter die sich immer wieder ergebenden Torchancen verwerten, um sich derartige Nervenspiele zu ersparen. Zumal die Mannschaft sich immer besser mit den ganzen Neuzugängen einspielt und wirklich top zusammen passt. Nur schade, wenn dann Spiele in die Hose gehen, weil die vorhandenen Chancen nicht genutzt werden konnten.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Martin Rheker, Dominik Abitz, Andreas Koch, Marc Neumann, Stefan Klocke (65. Andre Eilebrecht), Michael Meyer, Christian Föst, Martin Skatulla, Raphael Föst (70. Sven Abitz), Lukas Meyer (78. Mario Mugabe).
Mann des Spiels in Rolfzen: Lukas Meyer (Bildmitte mit Bart)