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11.04.2013

Sieg trotz Anlaufschwierigkeiten in Riesel

SVK erkämpft ein 3:1 gegen Nethetal

(luw)
„Könnt Ihr euch noch an das Spiel vom letzten Jahr in Riesel erinnern? Da lagen wir auch ganz schnell durch einen doofen Freistoß aus 25 Metern hinten. Am Ende hieß es dann aber doch 3:1 für uns. Also glaubt an Euch und beginnt endlich Fußball zu spielen. Dann ist auch heute ein 3:1 noch drin.“ Norbert Dölitzsch hätte Lotto spielen sollen. Denn seine letzten Worte der Halbzeitansprache trafen nicht nur den richtigen Motivationsknopf bei seinen Leuten, sondern zugleich tippte er auch noch das richtige Spielergebnis auf den Kopf genau. Nicht erwähnt werden braucht, dass die Ansprache mit den Worten „Dies Spiel gewinnen wir heute nicht…“ begann.
 
Apropos „nicht erwähnen“: Fast könnte man auch ohne allzu schlechtes Gewissen den Mantel des Schweigens über die erste Halbzeit decken. Wäre halt nicht dieses dumme Tor gefallen. Das Spiel hatte die neunte Minute geschrieben, als der Schiedsrichter Paul Meier dem Gastgeber aus dem Nethetal einen Freistoß unweit der Mittellinie zusprach. Kein großes Problem, sollte man meinen. Doch es kam anders. Zwar rief Torwart Jens Schölzel noch „Hab ich!“, doch dem war eben nicht so. Nun gut, noch war ja genügend Zeit, das Spiel zu drehen.
 
Blöd nur, dass der SVK in der gesamten Halbzeit Nummer eins nicht einmal annähernd gefährlich vor den gegnerischen Kasten kam. Erwähnenswert allenfalls noch ein Schuss von Christin Föst aus 20 Metern, der allerdings ein ganzes Stück über das Tor flog, und ein an und für sich wunderschön vorgetragener Konter der Grün-Weißen, an dessen Ende Pascal Ewers es leider nicht schaffte, den Ball vor das Tor zu bringen. Dort war der SVK nämlich 3:1 in Überzahl gewesen.
 
Wenn es auf der anderen Seite ganz dumm gelaufen wäre, hätte es sogar zur Halbzeit schon 0:2 gestanden. Doch bei einem weiteren Freistoß des FC Aa-Nethetal und einem folgenden Kopfball in der 42. Spielminute machte Jens Schölzel seinen Fehler vom Gegentor wieder gut und klärte gekonnt zur Ecke.
 
So kann es nicht weitergehen. Diesen Gedanken teilten die etwa 15 mitgereisten Kollerbecker offenbar auch mit den Spielern und dem Trainer. Anders ist es nicht zu erklären, dass auf einmal in der zweiten Halbzeit ein anderer Wind über die Nethe wehte. So war die zweite Halbzeit auch erst drei Minuten alt, als der Ausgleich fiel. Raphael und Christian Föst hatten per Doppelpass durch die Mitte die gesamte gegnerische Innenverteidigung durcheinander gebracht und der Jüngere der beiden Brüder hatte überlegt und mit Überblick den Ball ins linke untere Eck geschoben. So weit, so gut!
 
Doch in der 65. Spielminute musste schon wieder die gute, alte Latte für den SVK herhalten, als ein weiterer Freistoß für den Gastgeber für mächtig Gefahr sorgte.
 
Dann allerdings bekam der SVK mehr und mehr Oberwasser und das Spiel in den Griff. Schlussendlich drehte sich das Spiel um die 75. Spielminute gleich mit mehreren freudigen Ereignissen komplett zugunsten des SVK. Denn zunächst wurde den Grün-Weißen in der 72. Spielminute ein Elfmeter zugesprochen. Pascal Ewers war regelwidrig gestoppt worden. Michael Meyer ließ sich den Ball und die Chance nicht nehmen und netzte souverän zum 2:1 ein.
 
Als dann noch ein Nethetaler Spieler in der 74. Spielminute den gelb-roten Karton sah und nur eine Minute später der eingewechselte Sven Abitz sogar das 3:1 erzielt hatte, war der Gastgeber nur noch zu zehnt auf dem Platz und am Ende ohne reele Chance auf einen Punktgewinn. Denn so aufregend und nervös das Spiel zwischenzeitlich auch gewesen war, so abgeklärt spielten die Kollerbecker nun die drei Punkte nach Hause.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Alexander Rheker, Raphael Föst (87. Marvin Köhne), Dominik Abitz, Andreas Koch, Marc Neumann, Michael Meyer, Christian Föst, Martin Skatulla, Lukas Meyer (46. Sven Abitz), Martin Skatulla (46. Martin Rheker) 

Es ist ja noch einmal gut gegangen: Jens Schölzel kam beim Gegentor "einfach nicht hoch"