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14.04.2013

Nicht schön, aber erfolgreich

SVK siegt 3:2 gegen Bredenborn

(luw) Der SVK startet mit einem 3:2 gegen den SV Bredenborn in die Derbywoche. Nach einem 1:0 zur Halbzeit – Torschütze Sven Abitz – gewann das Spiel in der zweiten Halbzeit mehr und mehr an Fahrt, Dramatik und auch an Toren. Schlussendlich reichen die zwei weiteren Tore durch Pascal Ewers für drei Punkte im Kampf um den Aufstieg und um die fußballerische Vorherrschaft in der Stadt Marienmünster. Vergoldet wird der Sieg durch ein gleichzeitiges Unentschieden des SV Brenkhausen gegen den SV Altenbergen/Vörden. Das nämlich hievt den SVK punktemäßig auf eine Höhe mit dem Tabellenführer aus dem Schelpedorf.

Nicht wenige Kollerbecker hatten vor dem Spiel noch die Hinspielgala gegen die Germania im Kopf und hofften auf ähnliche Ereignisse auch auf heimischer Asche. Dem war jedoch – so viel kann man vorweg nehmen – leider nicht so. Vielmehr bot sich den etwa 100 Zuschauern zwar ein schnelles und dynamisches Spiel. Spielerische Klasse allerdings blitzte fast über neunzig Minuten nur hin und wieder auf.
 
Trösten vermag jedoch die Tatsache, dass bei den Kollerbeckern, zumindest was die erste Halbzeit angeht, hinten auch nicht viel anbrannte. So musste der für den an der Schulter verletzten Jens Schölzel wieder ins Tor zurück gekehrte Sascha Niemeier auch nur ein einziges Mal im ersten Durchgang ins Spielgeschehen eingreifen. Das erledigte er in der 15. Spielminute bravourös.
 
Der SVK hingegen konnte einige gefährliche Akzente setzen. Meist waren dabei Standardsituationen der Ausgangspunkt. So führte auch eben genau solch eine zur alles in allem verdienten Halbzeitführung. Das Spiel schrieb die 39. Spielminute, als dem SVK vom Schiedsrichter Andre Horstmann ein Freistoß 35 Metern zentral vor dem Tor zugesprochen worden ist. Raphael Föst täuschte die Ausführung an, rannte dann jedoch im Vollspurt über die rechte Seite nach vorne und bekam von Michael Meyer den Ball butterweich in den Lauf geschoben. Die folgende Flanke erreichte auf der gegenüberliegenden Seite seinen  Bruder Chirstian, der den Ball knallhart vor das Tor brachte und so dem einschussbereiten Sven Abitz auf dem Fünfer kaum Schwierigkeiten beim Eintüten bescherte. Eine wunderschöne Freistoßvariante mit einem noch wunderschöneren Ergebnis.
 
Folglich war Norbert Dölitzsch in der Pause auch insgesamt zufrieden: „Unsere Standards gefallen mir heute richtig gut. Wir haben viel investiert und haben uns die Führung verdient. Aber die Messe ist hier noch lange nicht gelesen!“
 
Er sollte Recht behalten, schließlich zappelte der Ball in Halbzeit Nummer zwei gar noch vier Mal in den Netzen. Los ging der lustige Torreigen bereits in der 50. Spielminute. So richtig nachvollziehen konnte am Ende niemand mehr, wie das eigentlich passieren konnte. Gleichwohl zählen natürlich auch solche Tore. Und so war das Spielgeschehen bereits nach kurzer Zeit wieder komplett offen.
 
Diese Situation währte allerdings glücklicherweise nicht lange. Denn bereits fünf Zeigerumdrehungen später lag der SVK schon wieder in Front. Ausgangspunkt war einmal mehr –tada! – ein Freistoß. Michael Meyer hatte den Ball genau dort in den gegnerischen Sechzehner gebracht, wo man sich um Pascal Ewers fast schon Sorgen machen musste, so mutterseelenallein er dort auf weiter Flur stand. Diese Chance lässt sich der Kopfballspezialist natürlich nur in den allerseltensten Fällen entgehen. Und so rappelte es auch heute in der Kiste.
 
Und es sollte noch besser kommen. Denn wiederum nur fünf Minuten später unterzeichnete Pascal Ewers auch das 3:1 abschließend. Er hatte nach einer Kopfballrückgabe genau auf das spekuliert, was auch prompt eintraf. Denn der Bredenborner Torwart konnte sich partout nicht mit seinem Abwehrspieler einigen, wer denn nun den Ball klären sollte. Und wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte. Und mit ihm in dem Fall auch die ganze grün-weiße Anhängerschar.
 
Warum es dann noch einmal spannend im Rehbergstadion werden musste, das kann abschließend wahrscheinlich keiner mehr so ganz genau analysieren. Fakt ist jedoch, dass es der SVK nicht verstand, seine Räume und Konterchancen effektiv auszuspielen. Und in diesen Fällen kommt es dann eben so, wie es kommen muss: Der Gegner macht noch ein Tor und alles fängt an zu schwimmen und zu schwitzen, gleichzeitig. So geschehen in der 82. Spielminute.
 
Was folgte, waren Emotionen und Spannung pur. Also alles das, worauf man als geneigter Fußballfan zwar bei einem Derby gegen Bredenborn hofft, heute aber wohl nicht mehr unbedingt nötig gehabt hätte. Eine rote Karte darf dann natürlich auch nicht fehlen. Und so „erbarmte sich“ ein Bredenborner Spieler und schoss Sascha Niemeier einen bereits wohl um einiges im Aus befindlichen Ball direkt ins Gesicht. Alle Proteste der Bredenborner blieben erfolglos und der Gast hatte die letzten fünf Minuten mit nur zehn Mann zu bestreiten.
 
Schlussendlich reichte es also aus Sicht des SVK für einen knappen, aber verdienten Sieg gegen einen äußerst kampfstarken, bei Standards jedoch sehr anfälligen SV Bredenborn.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Martin Rheker, Raphael Föst (84. Pascal Wegener), Dominik Abitz, Andreas Koch, Marc Neumann, Michael Meyer (90. Marvin Köhne), Christian Föst, Martin Skatulla, Sven Abitz (75. Lukas Meyer), Martin Skatulla (46. Martin Rheker)

Derbytore sind halt die schönsten Tore: Sven Abitz freut sich über sein wichtiges 1:0