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08.09.2013

Starke erste Hälfte sichert Sieg

SVK schlägt TSC Steinheim 3:1

(luw) Mario Mugabe, Rafael Föst und Pascal Ewers: Auf diese Namen hören die Torschützen im Spiel gegen die Türken aus Steinheim. In einer Partie, in der die Grün-Weißen gute 75 Minuten in Überzahl spielten, war jedoch leider nur die Halbzeit Nummer eins ein echter Hingucker. Dort hätten die Dölitzsch-Jungs das Spiel bereits deutlich für sich entscheiden können. Doch selbst beste Chancen wurden ausgelassen, sodass am Ende eben „nur“ ein 3:1 steht. Aber auch dafür gibt es drei Punkte. Und nur um diese geht es in dieser Phase.

Christian Föst hatte sich zwar im grünen Tuch gewandet, angesichts seines „verzwickten“ Oberschenkels jedoch lieber mehr oder weniger freiwillig auf einen Einsatz verzichtet. Die Frage war also, wie der SVK diesen schwerwiegenden Ausfall verkraften würde. Die Antwort gab die Mannschaft jedoch rechtzeitig auf dem Platz. Das Spiel begann furios mit der ersten Torchance bereits nach zehn Minuten, als der aufgerückte Martin Skatulla den Ball nach einer Ecker eher mit der Nase als mit der Stirn Richtung Steinheimer Kasten brachte. Nur zwei Minuten später war Pascal Ewers ähnlich erfolglos. Zwar hatte er den Torwart mit dem Ball am Fuß schön umrundet, die Aktion hatte ihn jedoch auch weit vom Tor weggetragen, sodass auch diese Chance dahin war.
 
War aber nicht so schlimm, denn bereits eine Minute später erzielte der SVK dann eben doch das wichtige 1:0. Ausgangspunkt war ein langer Abschlag von Sascha Niemeier gewesen. Die weiteren Stationen des Leders hießen nun Pascal Ewers, der es mit dem Kopf verlängerte, und Mario Mugabe, der nur zwei Ballberührungen zum Torerfolg benötigte: Brust, Fuß, Tor. Fußball kann so einfach sein.
 
Rund um die 15. Spielminute bog der SVK endgültig auf die Siegerstraße ab. Der von Beginn an spielende Marvin Köhne hatte mehr als sehenswert einen klasse Ball auf Mario Mugabe durchgesteckt, der vom letzten Steinheimer Verteidiger nur noch illegal gestoppt werden konnte. Die logische Schlussfolgerung hieß „rot“ und Freistoß aus 18 Metern. Diese Chance ließ sich Rafael Föst nicht entgehen. Er beförderte die Kugel über die Mauer hinweg ins Steinheimer Tor und es stand 2:0 gegen 10 Mann. Da sollte doch etwas gehen heute.
 
Und tatsächlich sah es in der Folgezeit danach aus, als könnte der SVK das Spiel relativ locker nach Hause spielen. Allein der dumme Ball wollte nicht ins Tor. Da nützten auch schönste Chancen durch Jan Dyballa (30.), Rafael Föst (36.) oder auch Pascal Ewers (44.) nix: Es ging mit einem relativ engen 2:0 in die Pause.
 
Nach dem Seitenwechsel köpfte zwar Pascal Ewers relativ zeitnah nach einer Ecke das 3:0 (48.), dann verflachte das Spiel jedoch zusehends. Anstatt in Überzahl den Gegner unter Druck zu setzen, so wie es die Grün-Weißen in der ersten Halbzeit noch so erfolgreich getan hatten, zogen sich die Männer um Kapitän Marc Neumann mehr und mehr zurück. So kamen die Türken zwar nicht zu übermäßig vielen Chancen, aber immerhin in der 60. Spielminute zu einem Muntermacher in Form eines 1:3. Sascha Niemeier hatte einen Freistoß aus 22 Metern noch so eben an die Latte lenken können. Gegen den Nachschuss allerdings war er machtlos gewesen.
 
So mussten die etwa 80 Kollerbecker Anhänger noch eine geschlagene halbe Stunde auf das erlösende 4:1 oder hilfsweise den Schlusspfiff warten. Letzteres erfüllte sich letztlich durch den Unparteiischen Paul Meier, der im Verlaufe des Spiels gar zwei Mal eine Schwalbe des türkischen Spielers im Kollerbecker Strafraum erkannt hatte. Nicht auszudenken, wenn er beim Stand von 3:1 anders entschieden hätte. Der Hexentanz wäre vorprogrammiert gewesen.
 
So aber steht am Ende ein 3:1, das aufgrund der ersten Halbzeit durchaus als verdient bezeichnet werden kann. Dass man sich als geneigter grün-weißer Fan gegen zehn Gegner etwas mehr vom zweiten Durchgang erwartet hätte, darf jedoch vielleicht ganz leise angemerkt sein. 
 
Der SVK spielte mit: Sascha Niemeier, Marc Neumann, Dominik Abitz, Raphael Föst (68. Lukas Meyer), Martin Rheker, Martin Skatulla, Pascal Ewers, Mario Mugabe (80. Jan Golüke), Jan Dyballa, Marvin Köhne, Alexander Rheker

Es lief schon einmal besser für ihn, gleichwohl auch heute wieder mit einem wichtigen Treffer: Dauer(b)renner Pascal Ewers