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11.09.2013

Im Dunkeln zum Unentschieden gezittert

SVK spielt 1:1 gegen TIG

(luw) Das Spiel schreibt die 87. Spielminute. Spieler, Zuschauer, Schiedsrichter: Alle Beteiligten haben längst den Durchblick verloren. Kunststück an einem düsteren Mittwochabend mitten im September um kurz vor 20:00 Uhr. Aber so war es wohl vom Staffelleiter gewollt. Wie auch immer: Warum Lukas Meyer in dieser 87. Spielminute beim Stand von 1:1 die Hereingabe von Pascal Ewers freistehend sechs Meter vor dem Tor nicht über die Linie bringt, wird nur er selbst beantworten können. Auf der anderen Seite wäre ein Sieg auch nicht gerechtfertigt gewesen. Nicht nach dieser zweiten Halbzeit, die voll und ganz den Türken aus Brakel gehört hatte.

Christian Föst war wieder einsatzbereit. Das war aber auch die einzig gute Nachricht aus dem Personalwesen. Gegenüber dem Sonntagspiel waren noch einmal insbesondere Dominik Abitz, Rafael Föest und Jan Dyballa ausgefallen. Drum nahmen Simon Reinhard, Meinolf Köhne und Andre Struck auf der Ersatzbank Platz.
 
Letzterer hatte sich diesen Platz jedoch noch nicht einmal richtig warm gesessen, als er ihn schon wieder räumen musste. Mario Mugabe hatte es wiederholt im Oberschenkel gezwickt und Andre Struck musste ran (17.). Das wiederum war im Nachhinein gar nicht so schlecht, weil schlussendlich er es war, der in der 30. Spielminute einen etwas strittigen Freistoß 20 Meter zentral vor des Gegners Tor rausholte. Pascal Ewers schnappte sich das Leder und ließ den Torwart mit seinem zwar strammen, aber nicht unbedingt unhaltbaren Schuss an der Mauer vorbei relativ alt aussehen.
 
Mit diesem 1:0 ging es in die Pause, wo sich der allseits gefürchtete Erdogan Acar warm machte. Und tatsächlich ging es für den Ausnahmespieler in der 46. Spielminute los. Er wurde nun insbesondere immer wieder gesucht bei den Freistößen rund um den Kollerbecker Strafraum. Und das waren einige. Denn der Schiedsrichter hatte offenbar vor dem Spiel die Parole „Null Toleranz“ ausgegeben. Es hagelte also Freistöße, die glücklicherweise relativ harmlos blieben.
 
Zwar entwickelten die Türken aus Brakel so eine gewisse Dominanz, brandgefährlich allerdings wurden sie nur selten. Was allerdings Entlastungsangriffe der Grün-Weißen im zweiten Durchgang angeht, muss weitestgehend Fehlanzeige erstattet werden.
 
Gleichwohl sollte es bis zur 70. Spielminute dauern, bis die Türken den Ausgleichstreffer erzielten. Dieser wiederum landet in der Kategorie „Tore, die die Welt nicht braucht“ ganz weit vorne. Zunächst war es Alexander Rheker, der statt mit dem Kopf auf seinen Keeper Sascha Niemeier zu spielen oder den Ball Richtung Dorfmitte zu prügeln, einfach mal seine Hacke bemühte. Das – wohlgemerkt – ohne zu wissen, was so hinter seinem Rücken los war. Zu allem Überfluss zahlte Jonas Stecker, der erstmals in einem Pflichtspiel von Beginn an aufgelaufen war, dann noch ordentlich Lehrgeld, indem er einen unnötigen Strafstoß produzierte, der auch prompt verwandelt wurde. Drum stand es 1:1.
 
Was dann noch kam, waren etwaige Tätlichkeiten, jede Menge Unruhe und eben diese eingangs erwähnte ominöse 87. Spielminute, die alles noch hätte gut werden lassen können. 
 
So aber blieb es bei einem 1:1, von dem man mal wieder nicht weiß, ob man zufrieden sein soll oder nicht. Es muss wohl jeder selber wissen.
 
Der SVK spielte mit: Sascha Niemeier, Jens Schölzel, Marc Neumann, Lukas Meyer, Martin Rheker, Pascal Ewers, Mario Mugabe (15. Andre Struck), Marvin Köhne, Jonas Stecker (83. Meinolf Köhne), Christian Föst, Alexander Rheker







Hatte die große Chance zum Siegtreffer auf dem Fuß: Goalgetter Lukas Meyer