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15.09.2013

Teuer erkaufter Derbysieg

SVK schlägt SG Altenbergen/Vörden 2:1

(luw) In einem zum Ende hin hochbrisanten Derby schlägt der SVK den Nachbarn aus Altenbergen und Vörden mit 2:1 und zieht damit in der Tabelle an ihm vorbei. Die mehr als verdiente Halbzeitführung in Höhe von 2:0 hatte Pascal Ewers herausgeschossen. Dass es insbesondere in der Schlussviertelstunde noch einmal heiß hergehen würde, damit konnte zum Pausentee niemand rechnen. Zu ausgeprägt war die Kollerbecker Dominanz. Das 2:0 eher noch schmeichelhaft für den Gast. Doch dann fiel der Anschlusstreffer. Zwar kassierte der SVK danach keinen Treffer mehr, dafür aber in der Nachspielzeit gar zwei gelb-rote Karten. Und wer es noch nicht wusste: Seit dieser Saison bedeutet „gelb-rot“ auch im Amateurbereich ein Spiel Sperre.

„Sind wir unprofessionell!“ Christian Föst konnte sich nach dem Schlusspfiff gar nicht wieder beruhigen. Vorangegangen war eine Nachspielzeit von vier Minuten, in denen zum einen Marvin Köhne die Ampelkarte für sein zweites Foulspiel und Alexander Rheker wegen Zeitspiels gesehen hatte. Dabei war insbesondere letztere so ärgerlich. Alexander Rheker hatte sich den Ball für einen Einwurf gekrallt und wollte ihn trotz Aufforderung durch seinen Trainer partout nicht einem seiner Kollegen anvertrauen. Als er dann schließlich doch parierte und den Ball auf den Boden fallen ließ, hatte der Schiedsrichter genug. Er zückte konsequenterweise erst an seiner Brust- und dann an seiner Gesäßtasche. Angesichts einer ohnehin mehr als angespannten Personaldecke mehr als ärgerlich.
 
Immerhin stehen aber neben zwei Platzverweisen auch drei Punkte mehr auf der Habenseite. Und das liegt vornehmlich an einer ordentlichen ersten Halbzeit, in der der Gast aus Altenbergen und Vörden aber mal so gar nichts auf die Kette bekam. Zwar legten sie los mit einem Tor, das wegen Foulspiels keine Anerkennung des Mannes in rot fand (5. Spielminute). Dann jedoch wurde es sehr ruhig für unseren Keeper Sascha Niemeier.
 
Ganz anders das Bild auf der Gegenseite. Denn schon nach einer Viertelstunde hatte Pascal Ewers zum ersten Mal an diesem Tag eingenetzt. Nach einer Ecke durch Rafael Föst und einem Kopfballduell auf dem Elfmeterpunkt sprang der Ball auf unseren Rechtsaußen. Ganz nach dem Motto „aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen“ nahm sich Pascal Ewers aus 18 Metern ein Herz und zimmerte den Ball unhaltbar ins Netz.
 
Eine weitere Viertelstunde später annähernd das gleiche Bild. Wieder war Ausgangspunkt eine Standardsituation. Dieses Mal brachte Christian Föst den Ball vor das Tor. Pascal Ewers verlängerte den Ball mit seinem Kopf schön in die gegnerischen Maschen. 2:0.
 
Auch danach boten sich noch Chancen auf eine Ergebnisoptimierung. Aber sowohl Rafael Föst (35.), als auch erneut Pascal Ewers (36. und 40.) scheiterten nun am guten, gegnerischen Keeper. Gleichwohl war sich der mitfiebernde Meinolf Köhne an der Seitenlinie sicher: „Hier passiert heute nichts mehr. Den Sieg haben wir im Sack!“
 
Schön wäre es gewesen, aber die zweite Halbzeit bot Fußball zum Abgewöhnen und den Anschlusstreffer in der 65. Spielminute. Dabei hatte Sascha Niemeier nicht gut ausgesehen. Entsprechend geknickt gar er zu Protokoll „Im einzigen Schlammloch des Platzes rutsche ich aus.“ Was war passiert? Ein Freistoß von weit rechts außen hatte seine Flugbahn in den Fünfer verlegt und wegen des Fauxpas unseres Keepers direkt den Weg ins Tor gefunden.
 
In der 73. Spielminute hatte zwar erneut Pascal Ewers die Chance, das Ergebnis zu korrigieren. Doch das war – so ehrlich muss man sein – die einzige Kollerbecker Chance des zweiten Durchgangs. Von daher muss man sich nicht wundern, wenn die ganze Geschichte noch einmal sehr eng wird und man am Ende einen Preis für diese abgeschenkte zweite Halbzeit zahlen muss, der aus zwei Spielen Sperre besteht und damit definitiv zu hoch ist.
 
Der SVK spielte mit: Sascha Niemeier, Marc Neumann, Dominik Abitz, Raphael Föst (87. Jens Schölzel), Lukas Meyer (70. Sven Abitz), Martin Rheker, Pascal Ewers, Mario Mugabe (13. Jan Golüke), Alexander Rheker, Marvin Köhne, Christian Föst
Torwart und Ball im Tor: Marc Neumann, Dominik Abitz und Pascal Ewers erkennen das Unausweichliche