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03.11.2013

Kollerbeck schlägt Bezirksligaabsteiger Nieheim mit 2:1

Dölitzsch-Elf schafft Sprung auf den 4. Tabellenplatz

Kollerbeck (krü). In einem kämpferisch klasse Spitzenspiel rang der SV Kollerbeck den langjährigen Bezirksligisten FC Nieheim glücklich aber nicht unverdient mit 2:1 Toren nieder. Die „Grün-Weißen“ konnten damit erfolgreich Revanche nehmen für das deprimierende 1:3 vom Hinspiel in Nieheim. Jan Dyballa und der wieder einmal überragende Raphael Föst schossen die Tore für die Truppe von Norbert Dölitzsch. Wenn Christian Föst in der 56. Spielminute eine Foulelfmeter nicht an den Innenpfosten, sondern ins Tor getreten hätte, wäre Nieheim wohlmöglich unter die Räder gekommen, doch nach dieser vergebenen Chance entwickelte sich ein Spiel auf des Messers Schneide.

Vor dem ersten Spiel der Rückrunde hatte Norbert Dölitzsch seine Mannen zum Brunchen ins Vereinslokal „Zum Fuhrmann“ geladen. Nach vier Siegen in Serie sollte gegen den hohen Meisterschaftsfavoriten unbedingt ein Sieg her, um Anschluss nach oben herzustellen und vor allem, um sich nach unten hin ein wenig Luft zu verschaffen. Beides sollte glänzend gelingen. Wenn es auch 90 nervenaufreibende Minuten dauern sollte, eh dieses Kraftstück in trockenen Tüchern war.
 
Im ersten Abschnitt zeigte Kollerbeck früh, dass man sich nicht so dermaßen vorführen lassen wollte wie im August zum Meisterschaftsstart. Klar, damals war der Ausfall von Michael Meyer und Andreas Koch noch zu frisch in den Köpfen. Mittlerweile hat es der SVK geschafft, auch ohne diese beiden eminent wichtigen Stützen auszukommen. Und sogar jetzt eine Siegesserie von fünf Spielen hinzulegen. Wenn man sich jetzt auch noch am kommenden Sonntag in Beverungen für die klare Schlappe gegen den Aufsteiger SG Blau-Weiß Weser revanchieren kann, wird mit einem einzukalkulierenden Sieg im letzten Spiel gegen Nethetal ein dickes Polster auf dem Konto sein, um beruhigt das Unterfangen Absicherung der eingleisigen A-Liga in 2014 vollenden zu können.
 
Gegen Nieheim begann der SV kampfstark und einsatzfreudig. Nieheim hatte durchweg zwar die besseren Individualisten, aber die bekamen es einfach nicht auf die Reihe, ein Erfolg versprechendes Spiel aufzuziehen. Gefahr kam nur auf, wenn einer der technisch starken Dribbler zum Solo ansetzte. Doch mit Glück und einem glänzend aufgelegten Jens Schölzel im Kasten hielt man das eigene Tor erfolgreich sauber.
 
Erst in der 21. Spielminute kam Kollerbeck mit der auf Tacklings ausgelegten Taktik zum ersten guten Moment. Die Sturmreihe Stefan Klocke und Lukas Meyer attackierte die Gästeabwehr sehr früh und der daraus resultierende Abspielfehler brachte Lukas Meyer blendend in Schussposition, doch der Nieheimer Keeper parierte den unplatziert getretenen Schuss hervorragend. Den Abpraller konnte dann noch Stefan Klocke rein machen, doch auch gegen seinen Schuss wusste der FCN-Torhüter die bessere Antwort.
 
Beide SVK-Stürmer hatten in der 23. (Lukas Meyer) und 27. Spielminute (Stefan Klocke) noch sehr gute Chancen, doch leider schafften es beide nicht, den Ball im Netz unter zu bringen. Wenn Jens Schölzel in der 32. Minute sich nicht ganz lang machen musste, um das Leder nach einer Ecke aus dem Winkel zu fischen, wäre Kollerbeck zumindest als optischer Sieger in die Pause gegangen. Doch so muss der erste Spielabschnitt als unentschieden gewertet werden. 
 
Nach dem Wechsel legte Kollerbeck aufs Zuschauer-Tor hin noch eine Schippe drauf. Eigentlich unerklärlich, wo die Grün-Weißen die Kraft und Puste her nehmen, wenn man bedenkt, wie wenige Spieler regelmäßig trainieren können. Aus einer Standardsituation fiel dann in der 53. Minute das 1:0. Ein Freistoß aus halbrechts fand den frei stehenden aufgerückten Jan Dyballa und der drückte aus kurzer Distanz zur zu diesem Zeitpunkt glücklichen Führung ein.
 
Kurz danach dann die Vorentscheidung. Dachten viele zumindest. Doch der von Christian Föst getretene Elfer (Stefan Klocke war nach einem Konter im Strafrum zu Fall gekommen), prallte vom Innenpfosten aus dem Tor zurück. Nichts mit 2:0. Stattdessen bekam Nieheim jetzt Oberwasser. Motiviert durch diese ausgelassene Kollerbecker Großchance gab es zwischen der 60. und 75 Minute eine ganze Reihe von dicken Freistoßchancen. Zweimal prallte der Ball ans Aluminium und zweimal verfehlte das Leder das SVK-Tor nur um Haaresbreite.
 
Aufatmen konnten die Kollerbecker Anhänger erst, als Raphael Föst sich mit einem Konter durchsetzte und überlegt ins lange Eck zum 2:0 einschießen konnte (72. Spielminute). Kollerbeck hatte danach gegen die offensiver werdenden Weberstädter noch einige große Einschussmöglichkeiten durch Konter, doch Pascal Ewers (75.) und Stefan Klocke (76. Minute) fanden im prächtig aufgelegten Gästekeeper ihren Meister. 
 
Als Nieheim dann in der 85. Minute zum 1:2 Anschlusstreffer kam, brannte es noch einige Male lichterloh im Kollerbecker Strafraum. Doch am Ende überstand man diese Druckperiode mit Glück und Können. Nach diesem Sieg ist das Schreckgespenst Abstieg vorerst einmal für die in zwei Wochen beginnende Winterpause im Schrank abgestellt. Nach oben geht realistisch betrachtet nichts mehr, aber mit der zur Zeit zur Verfügung stehenden Mannschaft hat Norbert Dölitzsch das absolute Optimum erreicht.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Marc Neumann, Dominik Abitz, Stefan Klocke (87. Martin Skatulla), Jan Dyballa, Alexander Rheker, Martin Rheker, Pascal Ewers, Christian Föst, Rafael Föst (91. Sven Abitz), Lukas Meyer (69. Mario Mugabe)

Belohnte sich heute mit einem sehenswerten Treffer: Rafael Föst