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04.05.2014

Schlafmützigkeit zu Beginn und Schwäche im Abschluss

SVK kommt über 1:1 gegen Vinsebeck nicht hinaus

Hängende Köpfe nach dem Schlusspfiff! Dieses Unentschieden fühlte sich für alle Grün-Weißen eher an wie eine Niederlage. Verständlich. Denn wenn man gegen einen Tabellendritten über fast neunzig Minuten ein Powerplay dieses Ausmaßes aufzieht und Chance um Chance erarbeitet, dann ist ein Punkt einfach zu wenig. Und der steht am Ende eben unterm Strich, wenn sich zum eigenen Tor durch Raphael Föst (75.) auch ein Treffer in die eigenen Maschen durch Martin Rheker (2.) gesellt.

Das Spielchen kennen wir ja bereits. Wer als Kollerbecker Zuschauer derzeit nur ein paar winzige Minuten zu spät den Weg ins Rehbergstadion findet, der verpasst einfach Tore. Nach den frühen Gegentreffern in den letzten beiden Heimspielen gegen TIG und Bergheim dauerte es auch heute wieder nur zwei Zeigerumdrehungen, bis die Kugel im Kollerbecker Tor lag. Dieses Mal sollte es sogar noch ein wenig schlimmer kommen als in den Wochen zuvor. Denn dieses Mal war es gar der eigene Mann, der für den Rückstand sorgte. Im Anschluss an eine Ecke, war es das Knie von Abwehrrecke Martin Rheker, von dem der Ball über die Linie rollte. Naja, das Spiel kennen wir ja schon. Noch ist ja genug Zeit, den Spieß umzudrehen. Und aufwachen kann man jetzt ja auch langsam mal.
 
Das taten die Kollerbecker aber auch. Alle nur halbwegs gefährlichen Torchancen allein der ersten Halbzeit aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Berichts bei weitem sprengen. Zur Halbzeit hätte demnach nie und nimmer ein Rückstand stehen dürfen. Zu engagiert und couragiert agierte die Elf um Kapitän Marc Neumann. Leider standen dem üppigen Ballbesitz aber auch wieder zu viele Ungenauigkeiten und Ballverluste gegenüber. So ging es in eine Halbzeitpause, in der sich Trainer Norbert Dölitzsch über etwaige Wechsel wenig Gedanken machen musste. Denn bereits kurz vor der Pause hatte er seinen ersten und einzigen Wechsel an diesem Tag vornehmen müssen. Für den am Gesäß verhärteten Alexander Rheker brachte er Marius Marx in das Spiel. Für den Youngster aus der A-Jugend war es das erste Pflichtspiel für die Erste Mannschaft des SV Kollerbeck. Ansonsten sah es auf der Ersatzbank der Grün-Weißen eher beschaulich aus. Christian Föst fehlte wegen Nackenversteifung ebenso wie Torben Rheker wegen Knieproblemen, Sven Abitz wegen Lernrückstands, Dominik Abitz wegen seiner Kopfverletzung, Andreas Koch wegen Trainingsrückstands und zu guter Letzt Lukas Meyer, der an der See weilte. Die Mittel für neue Impulse durch neue Leute waren also mehr als begrenzt.
 
Dann mussten es eben die Leute richten, die auf dem Platz standen. Und das sah man ihnen auch an. Waren die Kollerbecker schon in Halbzeit Nummer eins ganz klar Ton angebend, so steigerte sich die Überlegenheit im Laufe der zweiten Halbzeit in ein Einbahnstraßenfußball wie aus dem Fußballlehrbuch. Allein die Chancenauswertung stammte nicht aus selbigem. Was allein aufgrund von Freistößen rund um den Vinsebecker Strafraum vor deren Kasten und von dort auf und neben das Tor bzw. in die Arme des sehr gut aufgelegten Keepers segelte, das war schon bemerkenswert. Allein das dumme Tor wollte einfach nicht fallen. So mussten sich die Kollerbecker bis zur. 77. Spielminute gedulden, bis endlich das erlösende 1:1 fiel. Torschütze war Raphael Föst, der ein klasse Solo mit einem satten Schuss aus 13 Metern abschloss. Ein ganz klein wenig Glück hatte der Offensivkünstler dabei insofern, als dass der Ball noch minimal von seinem Gegenspieler abgefälscht wurde und dadurch unhaltbar im kurzen Eck einschlug.
 
Jetzt sollte es doch auch noch zum Sieg reichen, oder? Schließlich war doch nun dieser verdammte Abschlussknoten geplatzt, oder nicht? Machen wir es kurz. Zu einem Sieg reichte es nicht mehr gegen den Tabellendritten. An den Chancen mangelte es jedoch wahrlich auch in dieser Phase des Spiels nicht. Allein zwei Mal hätte der eingewechselte Marius Marx freistehend vor dem Gästekeeper zum Matchwinner avancieren können. Doch warum sollte ihm gelingen, was seinen alteingesessenen Kameraden an diesem Tag auch nicht auf die Kette bekamen?
 
So bleibt am Ende eben der magere Punkt mit einem blöden Beigeschmack. Schließlich hatten die Chancen so gut gestanden, sich für die 1:3-Klatsche im Hinspiel revanchieren zu können. Als Trost bleibt, dass zwei dieser rassigen Derbys auch in der kommenden Saison auf die Fans warten werden. Wir freuen uns drauf!
 
Der SVK spielte mit: David Fuhrmann, Tim Ewers, Raphael Föst, Martin Rheker, Pascal Ewers, Marc Neumann, Marvin Köhne, Michael Meyer, Jan Dyballa, Alexander Rheker (45. Marius Marx), Jonas Stecker





"Normalerweise muss er fünfzehn Buden pro Saison machen. Mindestens!":
Raphael Föst wird von seinem Bruder Christian unter Druck gesetzt, liegt aber mit seinen
beiden Treffern in den letzten beiden Heimspielen voll im Soll