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11.05.2014

Klassenunterschied mit 6 Toren nur unzureichend dokumentiert

Kollerbeck siegt beim Absteiger in Albaxen mit 6:0

Albaxen (krü). Die eingleisige A-Liga ist erreicht. Nach einem niemals gefährdeten, total einseitigen Spiel gewann der SV Kollerbeck mit 6:0 beim bereits lange als Absteiger feststehenden SV Albaxen mit 6:0 Toren. Jetzt kann auch rechnerisch nichts mehr anbrennen und wenn die Serie der Grün-Weißen so weiter läuft, ist durchaus auch eine Verbesserung des 5. Tabellenplatzes noch drin. Die Tore an der Weser erzielten Michael Meyer (2 mal), Martin Rheker (2), Lukas Meyer und Jens Schölzel.

Vor der Partie machte eine neue Hiobsbotschaft unter den Anhängern des SVK die Runde. Andreas Koch, nach einem Fußbruch gerade wieder im Aufbau befindlich, hat sich nach einem Berufsunfall genau den gleichen Fuß heftigst verletzt. Von dieser Seite kann dem Unglücksraben nur gute Besserung gewünscht werden.
 
In Albaxen waren vor dem Spiel die Karten klar verteilt. Albaxen hatte in 2014 noch nicht einen Punkt gewinnen können und die Truppe von Norbert Dölitzsch ist nach der Wiedergenesung von Mittelfeldmotor Michael Meyer von Spiel zu Spiel besser geworden. Die Qualifikation für die eingleisige A-Liga der beiden Sportkreise Höxter und Warburg war faktisch zwar schon länger klar, aber theoretisch fehlte doch noch ein Sieg. Und der sollte gegen den Aufsteiger von der Weser unbedingt eingefahren werden.
 
Und dass Kollerbeck in Albaxen gar nichts anbrennen lassen wollte, war ganz schnell allen Beteiligten klar. Und um es gleich vorweg zu nehmen. Albaxen kam in den gesamten 90 Spielminuten nur zu einer einzigen mickrigen Torchance (62. Minute). Kollerbeck dagegen brauchte zehn Minuten, ehe die erste Chance zu verzeichnen war, aber dann ging es Schlag auf Schlag. Zwar nicht, was die Tore angeht, aber chancenmäßig war Kollerbeck mindestens um eine Klasse besser. Auch wenn das schnelle und druckvolle Spiel aus den letzten Partien gegen Bredenborn, Bergheim oder Vinsebeck nicht zu beobachten war. Aber auch mit angezogener Handbremse und etwas bedächtigerer Spielweise wurde Albaxen jederzeit kontrolliert.
 
In der 10. Spielminute zappelte das Leder das erste Mal im Netz, allerdings gab der umsichtig und souverän pfeifende Schiedsrichter Matthias Tamm aus Lauenförde das Tor nicht, weil Raphael Föst beim Pass von Michael Meyer im Abseits gestanden haben soll. Eine Minute später hätte Pascal Ewers aber die Führung machen müssen, wenn er nicht das Leder nach schöner Balleroberung zu unplatziert dem Torwart in die Arme geschossen hätte.
 
Doch alles „hätte, wäre, könnte“ zählte in der 19. Spielminute nicht mehr, als Martin Rheker nach einer kurzen Föst-Ecke die haargenau gezirkelte Flanke von Michael Meyer mit dem Kopf ins Netz bugsierte. Eine Führung, die schon zu diesem Zeitpunkt hoch verdient war, aber mit zunehmender Spielzeit noch deutlicher werden sollte. Bis zur Pause hätten zweimal Pascal Ewers (25. und 32. Spielminute) sowie Raphael Föst (41. Spielminute) für eine sichere Pausenführung sorgen können, doch in Durchgang eins wollten die Tore noch nicht so fallen.
 
Dass der Albaxer Trainer sein Team derart lautstark in der Kabine zum Seitenwechsel zusammen stauchte, dass Kollerbecker Zuschauer verstört das Weite suchten, mag mit dem Zustand des SVA nach einer derart schwachen A-Liga-Saison entschuldigt werden. Verstehen konnte es allerdings niemand so richtig. Wie dem auch sei. Die „Pausenansprache“ hatte dem Gastgeber auf jeden Fall nicht geholfen. Im Gegenteil. In den zweiten 45. Spielminuten fingen sich die Albaxer noch 5 Tore. Und dabei waren sie noch sehr gut bedient. Selbst ein zweistelliger Sieg der Grün-Weißen hätte niemand unter den wenigen Zuschauern verwundern können.
 
Das aus Albaxer Sicht richtige Debakel nahm in der 50. Spielminute seinen Lauf. Nachdem Raphael Föst mit einem Solo noch gescheitert war, war es der immer stärker werdende Michael Meyer, der das Leder schön ins lange Eck schlenzte. Und genau der selbe Spieler war es, der aus der gleichen Position das 3:0 markierte (59. Minute). Allerdings war es diesmal kein Schlenzer, sondern eine Volleyabnahme aus halbrechts, die unhaltbar einschlug.
 
Jetzt fielen die die Tore in schöner Regelmäßigkeit. Martin Rheker drückte in der 70. Minute einen Abstauber zum 4:0 über die Linie und der gerade erst eingewechselte Lukas Meyer untermauerte sein Image als Joker in der 73. Minute, als er eine Powerplaysituation zum 5:0 abschloss. Fünf Minuten vor dem Ende war es dann der ebenfalls erst eingewechselte Jens Schölzel, der einen Weitschuss zum 6:0 in die Maschen drosch. Der dritte SVK-Joker Stephan Klocke hätte sich ebenfalls in die Torschützenliste eintragen können, doch nach seinem vehementen Pfostenschuß in der 78. Minute wurden ihm ein Tor wegen Handspiel (?) aberkannt und einmal fischte der noch beste Albaxer im Tor das Leder aus dem Winkel.
 
Der SVK spielte mit: Sacha Niemeier; Tim Ewers (75. Stephan Klocke), Jan Dyballa (71. Jens Schölzel), Christian Föst, Marvin Köhne, Martin Rheker, Michael Meyer, Marc Neumann, Jonas Stecker (63. Lukas Meyer), Pascal Ewers, Raphael Föst.

Heute gleich im Doppelpack erfolgreich: Abwehrhüne Martin Rheker