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22.03.2015

McCurry: Einstand im Rehbergstadion missglückt

Kollerbeck verliert 0:4 gegen SF Warburg 08

Den Einstand im Rehbergstadion hatte sich Neutrainer David McCurry ganz bestimmt ganz anders vorgestellt. Mit 0:4 unterlagen seine Leute den Sportfreunden aus Warburg. Dabei wäre eine Niederlage in dieser Höhe bestimmt nicht vonnöten gewesen. Denn die Art und Weise, wie die Grün-Weißen den favorisierten Gast aus dem Südkreis gerade in der Anfangsphase vom eigenen Tor fernhielten, ließ doch tatsächlich ein wenig Hoffnung auf Zählbares aufkeimen. Dann jedoch kamen die Spielminuten 21 und 22 und mit ihnen die Gegentore zum 0:1 und 0:2. Mit diesem Doppelschock war das Spiel dann auch bereits faktisch entschieden.


David McCurry hatte nur auf zwei Spieler verzichten müssen. Zum einen fiel Keeper weiterhin Jens Schölzel mit einer Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen aus. Für ihn stand erneut Oldie Sascha Niemeier zwischen den Pfosten. Zum anderen war es Alexander Rheker, der wegen Kindesbetreuung nicht am Spielbetrieb hatte teilnehmen können.
 
 
Die Taktik des SVK war anfangs auf eine disziplinierte Grundordnung ausgerichtet, die dem Gegner möglichst wenig Raum bieten sollte. Dies gelang auch zunächst mit dem Resultat, dass die robusten Warburger zwar mehr Ballbesitz hatten, der aber zu keinem Mehr an Torchancen führte. Der SVK hingegen setzte das ein oder andere Mal kleine Nadelstichelchen und versuchte, mit Tempo vor das Gästetor zu kommen. Da jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt die endgültige Durchschlagskraft fehlte, kam es auf beiden Seiten zu relativ wenigen Torraumszenen in der Anfangsphase.
 
 
Dann jedoch ging es auf einmal ganz schnell und ehe sich die Grün-Weißen versahen, lagen sie schon mit 0:2 hinten und waren blöderweise auf die Verliererstraße abgebogen. Und gerade das 0:1 war so eine Art von Gegentor gewesen, die die Welt nicht braucht. Sowohl die Kollerbecker Defensive als auch Torwart Sascha Niemeier hatten dabei alles andere als gut ausgesehen. Auch im Nachhinein ist fraglich, ob der Papenhöfener den Rückpass mit den Händen hätte aufnehmen dürfen. Unstrittig ist allerdings, dass er den Ball nicht so klären darf, wie er es tatsächlich tat: nämlich direkt vor die Füße des Warburger Angreifers, der dann auch wenig Mühe mit dem Torerfolg hatte. Beim 0:2 könnte man zwar theoretisch über eine mögliche Abseitsposition diskutieren. Würde aber nichts bringen. Denn der Schiedsrichter hatte es eben nicht so gesehen und das Tor anerkannt.
 
Die Folgezeit bis zur Halbzeitpause war dann insbesondere gekennzeichnet durch den Verlust an Ordnung und einem Gewinn an Hektik auf beiden Seiten. Immer wieder kam es zu nickeligen Zweikämpfen und unschönen Diskussionen, die den Fußballgenuss des neutralen Zuschauers doch empfindlich störten. Weitere Torgelegenheiten blieben folgerichtig Mangelware, sodass es mit dem Kollerbecker Rückstand in Höhe von 0:2 in die Pause ging.
 
 
Mit dem Wiederanpfiff wechselte David McCurry aus und brachte den jungen Marius Marx für den abgekämpften Sven Abitz, der sich in Halbzeit Nummer eins so manches Mal in den gegnerischen Abwehrreihen aufgerieben hatte. An der fehlenden Durchschlagskraft des SVK sollte sich aber auch dadurch nichts ändern. Michael Meyer war dann auch es vorbehalten, die einzige richtige Kollerbecker Torchance der zweiten Halbzeit auf dem Fuß zu haben. Im Anschluss an eine Ecke hatte er einen so genannten zweiten Ball zu einem Torschuss aus 16 Metern genutzt, der jedoch den Warburger Keeper nicht vor allzu große Probleme stellte (58.). Kurz danach stand es auch schon 0:3 und auch die kühnsten Kollerbecker Optimisten trauten ihrer Mannschaft keinen Punktgewinn mehr zu. Das 0:4 in der 75. Spielminute setzte dann den Schlusspunkt unter ein Spiel, das zwar nicht in der Höhe hätte verloren werden müssen. Dass die Punkte jedoch die weite Reise über die Ostwestfalenstraße antreten würden, darüber bestand relativ früh Klarheit. Deswegen muss es nun heißen: Mund abputzen und beim nächsten Mal besser machen.
 
 
Der SVK spielte mit: Sacha Niemeier, Jan Dyballa, Sven Abitz (45. Marius Marx), Tim Ewers, Simon Reinhard, Marc Neumann, Michael Meyer, Lukas Meyer, Marvin Köhne, Raphael Föst, Torben Rheker (78. Florian Reuter)


Offenbar unter David McCurry wieder topmotiviert: Defensivmann Marvin Köhne