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22.05.2015

SVK trennt sich leistungsgerecht unentschieden von Vinsebeck

SVK – TuS Vinsebeck 2:2

(luw) Gerecht, aber unglücklich. So oder so ähnlich muss man wohl aus Kollerbecker Sicht das Ergebnis im Spiel gegen den Gast aus Vinsebeck bezeichnen. Denn unter dem Strich gesehen, geht das Remis in Ordnung. Doch wenn man erst in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert und obendrein noch mit strittigen Entscheidungen des Schiedsrichters in der Endphase des Spiels hadert, dann ist das eben bitter. Zuvor hatte der SVK durch Tore von Marvin Köhne und dem eingewechselten Jens Schölzel das Spiel von 0:1 auf 2:1 gedreht. Alle Tore waren in der zweiten Halbzeit gefallen.

Michael Meyer war nach seiner Stammzellenspende wieder in die Startelf gerückt. Verletzt pausieren musste Alexander Rheker ebenso wegen einer Muskelverletzung wie Lukas Meyer.
 
Die Geschichte der ersten Halbzeit ist schnell erzählt. Der Gast aus Vinsebeck hatte Feldvorteile und war auch in seinen wenigen Toraktionen klarer als der SVK. Gleich mehrmals musste der für Jens Schölzel ins Tor gerückte Sascha Niemeier in höchster Not retten. Den Vinsebeckern war ihr in der zweiten Halbserie gewonnenes Selbstbewusstsein durchaus anzumerken. Nach einer desaströsen Hinrunde trennten sie vor dem Spiel nur noch drei Punkte von den Grün-Weißen. Es war ihnen also anzumerken, dass sie mit aller Gewalt auf den SVK aufschließen wollten. Doch das Tor zum 1:0 aus ihrer Sicht sollte den Vinsebeckern erst nach der Halbzeitpause gelingen. Dann jedoch dauerte es nicht lange. Das Spiel schrieb nämlich erst die 48. Spielminute, als ein Vinsebecker Stürmer eine Unachtsamkeit der Kollerbecker Hintermannschaft nutzte und mutterseelenallein wenig Mühe hatte, Sascha Niemeier zu überwinden.
 
Der SVK schüttelte sich jedoch nur einmal kurz und konnte umgehend ausgleichen. Marvin Köhne war es, der sich in der 50. Spielminute aus 18 Metern ein Herz nahm und einfach mal abzog. Der Schuss war wohl platziert. Unhaltbar war er aber eigentlich nicht. So war der Keeper zwar noch dran, konnte den Einschlag zum 1:1 aber nicht mehr verhindern. 
 
Als wenn die beiden Treffer das Spiel wachgeküsst hätten, war nun auf einmal Feuer in der Partie. Es ging hin und her. Chancen auf beiden Seiten waren die Folge, wobei auch in dieser Phase des Spiels das Chancenübergewicht bei den Gästen lag. In der 58. Spielminute war es im Anschluss an eine Vinsebecker Ecke der Außenpfosten, der den SVK vor einem Rückstand bewahrte. In der 60. Spielminute verrichtete Sascha Niemeier diesen Dienst, bevor in der 71. Spielminute Marc Neumann den Ball von der Linie kratzte. Auf der Gegenseite war es immer mal wieder Raphael Föst, der die Möglichkeit zur Führung auf dem Fuß hatte.
 
Schließlich war es aber dem erst zwei Minuten zuvor eingewechselten Jens Schölzel vorbehalten, das 2:1 zu machen. Wie in dieser Rückrunde nicht weiter verwunderlich war es eine Ecke, die die Führung brachte. Dieses Mal hatte sie Raphael Föst vor des Gegners Kasten gebracht, wo Jens Schölzel am langen Pfosten relativ unbedrängt einschieben konnte (85.). Nur einem Minute später hätte das Spiel schon entschieden sein können. Raphael Föst hatte den Ball zum vermeintlichen 3:1 im gegnerischen Kasten unterbringen können. Allerdings hatte der Schiedsrichter auf ein äußerst strittiges Abseits entschieden (86.). In der 88. Spielminute war es dann genau umgekehrt gewesen: Der Unparteiische hatte weiter spielen lassen, dieses Mal aber rettete der Torwart.
 
So kam es, wie es kommen musste und ein langer Abschlag des Vinsebecker Keepers führte in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 2:2. Noch Minuten nach dem Schlusspfiff lagen auf beiden Seiten die Nerven blank. Möglicherweise wird sich in beiden Lagern irgendwann doch noch die Erkenntnis durchsetzen, dass das Ergebnis insgesamt in Ordnung geht.
 
Der SVK spielte mit: Sascha Niemeier, Tim Ewers, Jan Dyballa, Simon Reinhard, Marius Marx, Michael Meyer (86. Dominik Abitz), Marc Neumann, Jonas Stecker, Raphael Föst, Torben Rheker (75 Jens Schölzel), Marvin Köhne