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06.09.2009

In Überzahl zwei Punkte verschenkt

SVK vs. FC 99 A-Nethetal 1:1

(luw) Diese Saison kann man bisher beim SVK getrost unter dem Stichwort „Weihnachten“ verbuchen. Denn um zu zählen, wie viele Punkte die Grün-Weißen in dieser noch so jungen Spielzeit schon an die Gegner verschenkt haben, dafür reicht eine Hand längst nicht mehr aus. Dieses Mal spielen unsere Kicker über eine Stunde in Überzahl, erzielen die Führung und am Ende reicht es doch wieder nicht für drei Punkte. Das Tor für den SVK erzielte Michael Meyer per Strafstoß.

Der SVK kommt einfach nicht richtig in Tritt dieses Jahr. Daran sollte sich auch im Spiel gegen den FC Aa-Nethetal nichts ändern. Dem allerdings muss man auch eine bärenstarke Leistung attestieren. Zwar waren die Mittel nach vorne eher limitiert – meist waren lange Pässe die Mittel der ersten Wahl – doch nach hinten ließen die Nethetaler über weite Teile des Spiels gar nichts anbrennen.

Und so entwickelte sich von Beginn an zwar ein munterer Schlagabtausch, in dem allerdings die ganz großen Chancen auf beiden Seiten Mangelware blieben.

Die Konstellation sollte sich erst in der 26. Spielminute ein wenig ändern, als sich die Nethetaler mehr oder weniger freiwillig selbst dezimierten. Ein Angreifer der Gäste hatte Jens Rendorf genau so rüde wie überflüssig von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter entschied sich für den roten Karton. Die anschließende Diskussion brachte neben vielen Emotionen und zwei weiteren gelben Karten für Nethetal keine Änderung in der Beurteilung durch den Schiedsrichter. Der blieb beim Feldverweis und der SVK spielte fortan in Überzahl.

Und es dauerte dann auch nur sieben Minuten, bis der SVK in Führung ging. Matthias Loges war regelwidrig im gegnerischen Sechzehner von den Beinen geholt worden und der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Dieses Mal wurde nicht diskutiert. Michael Meyer schnappte sich also den Ball und versenkte wie gewohnt sicher. 1:0. Na bitte!

Zur Halbzeit hätte es dann genau so gut 1:1 oder auch 2:0 stehen können, denn beide Farben hatten noch gute Einschussmöglichkeiten – auf Kollerbecker Seite durch Stefan Klocke in der 45. Spielminute.

Der Ball landete jedoch nicht im Tor und man ging mit einem 1:0 in die Kabine. Hier versuchte Jörg Hundertmark erst einmal, seine Jungens wieder runter zu holen: „Versucht jetzt bitte, soweit es geht die Hektik raus zu nehmen. Ich weiß, dass das sehr schwer wird. Die Nethetaler fühlen sich betrogen. Ob zu Recht oder auch nicht, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Sie fühlen sich betrogen und werden alles in die Wagschaale werfen, um hier noch was zu reißen.“

Und tatsächlich konnte man zu keinem Zeitpunkt in der zweiten Halbzeit erkennen, welche Mannschaft eigentlich in Überzahl spielte. Die Gäste waren aggressiv, bissig und kampfstark. Und sie kamen in der 58. Spielminute auch zum Ausgleich. Vorausgegangen war ein Eckball, den wohl Marc Neumann mit der Hand berührt hatte. So hieß es zum zweiten Mal Elfmeter an diesem Tag und auch zum zweiten Mal „Tor“. 1:1.

In der Folgezeit hätten beide Mannschaften das Tor machen können. Insbesondere hatte der SVK in der 81. Spielminute sehr großes Glück, dass der ansonsten sehr fleißig pfeifende Unparteiische nicht noch einmal auf Strafstoß für den FC entschied. Jens Rendorf wäre der Übeltäter gewesen.

Auf der anderen Seite kam noch einmal ordentlich Bewegung ins Kollerbecker Angriffsspiel durch die Einwechslung von Lukas Meyer in der 80. Spielminute. Der konnte sich in den verbleibendne zehn Minuten noch drei Einschussmöglichkeiten erarbeiten, diese aber leider nicht verwerten.

Insgesamt ist festzustellen, dass sich der SVK in diesem Spiel gegen tief stehende Nethetaler nicht so viele Chancen heraus arbeiten konnte wie in den Spielen zuvor. Denn auch die Schüsse aus der zweiten Reihe ließen einiges in Sachen Grob- und Feinkalibrierung vermissen. Es bleibt also einiges zu tun!

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Jens Rendorf, Marc Neumann, Matthias Loges (80. Lukas Meyer), Jan Durgeloh, Torben Rheker, Michael Meyer, Pascal Ewers, Stefan Klocke, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt (40. Alexander Rheker)

"Bleibt jetzt cool!": Jörg Hundermark beruhigt in der Halbzeit die erhitzten Gemüter