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21.03.2010

Kollerbeck kassiert Derby-Klatsche

SVK vs. Bredenborn 2:5

(luw) Lange haben wir drauf gewartet. Aber so hatten wir uns das erste Meisterschaftsspiel unserer ersten Mannschaft mit Sicherheit nicht vorgestellt. Denn die Hundertmark-Kicker unterlagen deutlich gegen heute gnadenlos effektive Germanen aus Bredenborn mit 2:5. Torschützen für den SVK waren Michael Meyer und Pascal Ewers.

Dabei hatte alles so gut angefangen. Das Spiel schrieb erst die siebte Minute, als unsere Elf mit 1:0 in Führung ging. Vorausgegangen war ein Freistoß der Bredenborner und ein schulbuchmäßiger Konter über die rechte Seite. Schlussendlich schlug Pascal Ewers die entscheidende Flanke auf den mutterseelenallein am Elfmeterpunkt wartenden Michael Meyer. Der wegen vieler anderer Dinge aber nicht unbedingt wegen seiner Kopfballstärke gefürchtete Michael Meyer setzte den Ball gekonnt und überlegt per Haupt ins lange Eck. Na bitte, so haben wir uns das vorgestellt.

Dann allerdings geriet insbesondere das Kollerbecker Kreativspiel mächtig ins Stocken. Konsequent vervollständigte Entlastungsangriffe in grün-weiß blieben Mangelware. Zu sehr verlegte man sich aufs Kämpfen und die Aggressivität. Folge waren jede Menge Freistöße für die Germanen und gelbe Karten für die Kollerbecker durch Schiedsrichter Willi Meyer. Insbesondere Marc Neumann sah bereits in der 12. Minute, Mikael Grunwaldt in der 21. Spielminute den Karton mit Verwarnungscharakter.

Die Bredenborner auf der anderen Seite kamen jedoch auch nicht zu großen Chancen. Und auch in der Defensive war das nicht alles sattelfest, was die Gelb-Schwarzen anboten. Es ging als mit einem 1:0 für den SVK in die Pause..

Hier stellte Coach Hundertmark als erstes die Mannschaft um. Denn Marc Neumann stand nicht nur kurz vor dem Platzverweis, sondern war zudem noch körperlich angeschlagen. Für ihn rückte Jens Schölzel auf die „Sechs“ vor der Abwehr. Er hatte in der ersten Halbzeit für den am Oberschenkel verletzten Stammkeeper Sascha Niemeier im Tor gestanden. So rückte nun Nachwuchskeeper David Fuhrmann in den Kollerbecker Kasten.

Um es vorweg zu nehmen. Sein Pflichtspieldebüt hatte sich der Youngster mit Sicherheit anders vorgestellt. Denn nur ein einziges Mal hatte der leidenschaftliche Dortmund-Fan überhaupt die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Ansonsten konnte er den Ball „nur“ fünf Mal aus dem Netz holen. Nicht ein einziges Mal hatte er dabei eine Chance gehabt. Doch der Reihe nach…

Zwar hatte Jörg Hundertmark noch in der Pause eine Halbzeit prophezeit, in der es nicht viele Chancen geben würde. Doch hier sollte sich der Sabbenhausener täuschen.

Los ging es mit dem lustigen Torreigen in der 50. Spielminute. Dann nämlich hieß es Ecke und Tor für Bredenborn. 1:1. Direkt im Anschluss wütende Angriffe der Kollerbecker. Erst kommt Stefan Klocke einen Schritt zu spät (51.). Dann scheitert Matthias „Logo“ Loges aus acht Metern mit einer so genannten 1.000%igen (55.).

Das rächt sich in der 58. Spielminute. Denn zum zweiten Mal heißt es: Ecke und Tor für Bredenborn. 2:1.

Wieder wütende Angriffe der Kollerbecker. In der 60. Spielminute verweigert Willi Meyer einen Handelfmeter. In der 65. Minute entscheidet er sehr zweifelhaft auf Abseits. In der 67. Spielminute schiebt Michael Meyer mit links den Ball am langen Pfosten vorbei. Apropos Pfosten. Der verhindert in der 69. Spielminute den Kollerbecker Ausgleich.

Nutzt jedoch alles nichts. In der 70. Spielminute heißt es dennoch 2:2. Vorausgegangen war ein Freistoß von Niklas Rheker, den Pascal Ewers mit einem Knaller-Kopfball in die Maschen drückt.

Die Kollerbecker Freude indes währte nicht lange. Denn mit ihrer ersten Chance aus dem Spiel heraus markieren die Bredenborner das 3:2. Ein sagenhafter Schuss aus knapp 25 Metern zieht wie ein Strich ins lange Eck des Kollerbecker Gehäuses (72.).

Wer jetzt gehofft hatte, der SVK würde noch einmal angreifen können, der durfte nur noch die Gegentore vier und fünf bestaunen (74. und 89.). Denn nach vorne ging auf Kollerbecker Seite trotz größter Bemühungen und größten Kampfes nichts mehr. Zu sehr forderte das Kräfte raubende Spiel auf tiefer Asche den fälligen Tribut. Enttäuscht schlichen unsere Helden vom Platz. Wie gesagt: So hatten sie ihn sich nicht vorgestellt, den Start in das Jahr 2010.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Jens Rendorf, Marc Neumann (45. David Fuhrmann), Matthias Loges, Torben Rheker, Michael Meyer, Pascal Ewers, Stefan Klocke, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt

Zerrung oder Muskelfaserriss: Sascha Niemeier wird wohl noch zwei Wochen fehlen