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01.04.2010

SVK-Motor läuft immer noch nicht rund

SVK I vs. SV Dalhausen 1:1

Zugegeben, abgesoffen ist er noch nicht, der Motor des SVK. Aber mächtig stottern tut er schon. Zum zweiten Mal in Folge kommt der SVK nicht über ein 1:1 hinaus und muss wegen des späten Ausgleichs sogar eher noch zufrieden sein mit diesem einen Punkt. Dieses Mal hieß der Gegner Dalhausen und war lange nicht so stark, als dass mehr nicht drin gewesen wäre. Den Kollerbecker Treffer markierte Jörg Hundertmark persönlich in der letzten Minute der regulären Spielzeit, nachdem er sich in bester Günther-Netzer-Manier zuvor selbst eingewechselt hatte.

Um es kurz und auch einigermaßen milde zu machen, wollen wir lieber den gnädigen Mantel des Schweigens über die erste Halbzeit legen. Oder anders gesagt: Diejenigen Zuschauer, die vielleicht wegen Berufstätigkeit und früher Anstoßzeit um 18:15 Uhr nicht alles haben sehen können, gehören eher zu der glücklichen Fraktion.

Denn das was der SVK im ersten Durchgang anbot, war alles andere als vorzeigbar. Abspielfehler am laufenden Band prägten das grün-weiße Bild. Und dass es am Ende der ersten 45 Minuten nur 0:1 stand, muss fast noch als Erfolg gefeiert werden. Im schlimmsten Fall wäre zum Beispiel gleich der erste Angriff der Dalhäuser im Kasten statt am Pfosten gelandet. Er tat es glücklicherweise nicht.

Jörg Hundertmark war in der Kabine also einigermaßen konsterniert: „Leute, wenn wir jetzt unsere Fehler analysieren wollen, sitzen wir hier bis morgen Mittag. Das geht ja gar nicht“ Doch Jörg Hundertmark wäre nicht Jörg Hundertmark, wenn er nicht selbst aus diesem Faktum Optimismus schöpfen würde: „Das Gute ist doch jetzt, dass es schlechter nicht werden kann!“ Klingt zwar allzu sehr nach Zweckoptimismus, verfehlte aber seine Wirkung nicht.

Denn der SVK kam tatsächlich verbessert aus der Kabine. Dies schlug sich zwar noch nicht auf Anhieb in Chancen nieder. Spätestens aber mit der Einwechslung Hundertmarks in der 62. Spielminute ging dann auch mehr vor dem gegnerischen Kasten. Sie wirkte fast wie eine Initialzündung. Dies lag aber vielleicht auch daran, dass zu diesem Zeitpunkt schon mehr Platz war auf dem Sportgelände. Der Schiedsrichter hatte nämlich in der 59. Spielminute Niklas Rheker die gelb-rote Karten wegen wiederholten Foulspiels und eine Minute später einem Dalhäuser Spieler knallrot gegeben – ebenfalls wegen Foulspiels.

Ab diesem Zeitpunkt rollte nun Angriff auf Angriff auf das Dalhäuser Tor zu. In der 67. Spielminute versucht es Pascal Ewers mit dem Kopf. Der Torwart kann klären. Drei Minuten später wird Torben Rheker im letzten Moment vor dem Einschuss entscheidend gestört. In der 71. Spielminute scheitert auch Michael Meyer am guten Gästekeeper. Bereits eine Minute später ist es wieder Torben Rheker, dessen Ball noch so eben von der Linie gekratzt wird. In der 73. Spielminute platziert Pascal Ewers wieder einen Kopfball. Dieses Mal hilft der Torpfosten den Dalhäusern.

In der 76. Spielminute wird Mikael Grunwaldt rüde von den Beinen geholt. Der Übeltäter kassiert ebenfalls glatt rot. Dalhausen spielt nur noch zu neunt. Da muss doch noch was gehen.

Allerdings verlor nun unverständlicherweise das Kollerbecker Angriffspiel wieder etwas an Durchschlagskraft, sodass tatsächlich ein Freistoß zum Ausgleich herhalten muss. Michael Meyer war 18 Meter vor dem Tor gefoult worden und Jörg Hundertmark hatte sich die Geschichte ganz genau angeschaut. Er sieht die Lücke neben Mauer und Pfosten und schiebt den Ball gekonnt auf die gewünschte Route. Wenigstens das 1:1 war also gerettet. Alles andere wäre auch nicht akzeptabel gewesen. Denn der SV Dalhausen hatte in der zweiten Halbzeit nicht einmal aufs Kollerbecker Tor geschossen und hatte sich verständlicherweise komplett aufs Verteidigen beschränkt.

Wir wollen mal schauen, ob der Motor am Ostermontag in Bergheim wieder anspringt. Und der zweite Gang wäre natürlich auch nicht schlecht, meine Herren!

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Jens Rendorf, Marc Neumann, Lukas Meyer (62. Jörg Hundertmark), Torben Rheker, Michael Meyer, Pascal Ewers, Stefan Klocke, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt (85. Uwe Mönks)

Hatte heute wahrlich nicht viel zu halten und musste trotzdem einmal hinter sich greifen: Jens Schölzel vertritt immer noch Sascha Niemeier