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18.04.2010

SVK verliert typisches 0:0-Spiel

SVK unterliegt in Lauenförde 0:1

(luw) „Not gegen Elend.“ „Offensiver Offenbarungseid.“ Harte Worte, die so oder so ähnlich unter den etwa 30 mitgereisten Kollerbecker Fans schon während des Spiels die Runde machten. Und tatsächlich schaffte es der SV Kollerbeck über 90 lange Minuten nicht, sich eine einzige vernünftige Torchance zu erarbeiten. Nicht ein einziges Mal stieg der Adrenalinspiegel aufgrund einer Situation im Lauenförder Strafraum. Und weil die Kollerbecker Abwehr um Aushilfslibero André Struck hinten zwar ebenfalls keine großen Probleme mit den gegnerischen Stürmern hatte, aber eben einmal nicht aufgepasst hatte, ging das Spiel tatsächlich mit 0:1 verloren.

Michael Meyer im Urlaub. Jens Rendorf bei einer Konfirmation. Matthias Loges bei einer Kommunion. Jörg Hundertmark auf der Hannover-Messe. Viel mehr muss man zu der personellen Ausgangssituation gar nicht sagen. André Struck und Jan Durgeloh sprangen ins Team und machten ihre Sache gut. An ihnen lag es mit Sicherheit nicht. Aber insbesondere das Fehlen von Michael Meyer wirkte sich absolut lähmend auf das Kollerbecker Offensivspiel aus. Da waren keine Ideen, keine Kreativität und keine Torgefährlichkeit.

Denn was man am Anfang der Partie vielleicht noch für vorsichtiges Abtasten halten konnte, setzte sich leider über die komplette Spielzeit fort. Das war mit Sicherheit zum Teil dem mangelnden Selbstbewusstsein beider Mannschaften geschuldet. Immerhin war der SCL noch schlechter in die Rückrunde gestartet als der SVK. Aus vier Spielen im Jahr 2010 hatten die Niedersachsen ganze null Punkte geholt. Steffen Rheker stellte dazu süffisant fest: „Da kommt Kollerbeck in der derzeitigen Form ja gerade recht!“

Er sollte Recht behalten. Das Tor des Tages fiel in der 44. Spielminute. Eine Überzahlsituation des SVK, in der es die Kollerbecker Abwehr trotzdem nicht schaffte, den Ball aus der Gefahrenzone zu bugsieren, und Torwart Jens Schölzel besser auf der Linie geblieben wäre, nutzte der dankbare Lauenförder Angreifer zum geschenkten Treffer. Und bei den bisher gezeigten Offensivleistungen dachten nicht weniger Kollerbecker Fans: „Na, wenn das Spiel mal nicht jetzt schon gelaufen ist.“ Um es kurz zu machen: Es war gelaufen.

Denn auch wenn man insbesondere dem SVK nicht die Mühe absprechen will, zu Chancen zu kommen, bleibt festzustellen: Bis auf ein paar halbwegs gefährliche Standardsituationen – und das ist schon wohlwollend beurteilt – blieb das Lauenförder Gehäuse ohne ernste Gefahr. Zu umständlich, zu behäbig und zu wenig zweikampfstark präsentierten sich die Mannen um die beiden Stürmer Lukas Meyer und Stefan Klocke.

Am Rand fragte sich Interimscoach Sascha Niemeier angesichts der Offensivflaute schon zeitig: „Was soll ich denn machen? Auf der Bank sitzen mit André Reinhard und Sven Schönhoff auch nur zwei Verteidiger.“ Eine Antwort konnte ihm niemand geben. Und somit kann er die Frage gerne zurück reichen an Jörg Hundertmark, der dann hoffentlich bis nächste Woche eine gute Antwort findet.

Ach so, eines noch: „Bye, bye, Bezirksliga!“ Kollerbeck hat sich verabschiedet aus dem Titelrennen. Schade!

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, André Struck, Marc Neumann, Jan Durgeloh, Lukas Meyer (André Reinhard), Torben Rheker, Pascal Ewers, Stefan Klocke (83. Sven Schönhoff), Alexander Rheker, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt

Am schönsten war in Lauenförde noch das Wetter: Coach Sascha Niemeier wird es nicht bemerkt haben