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25.04.2010

Die neuen Remis-Könige

SVK vs. SV Fürstenau/Bödexen 1:1

(luw) Unentschieden. 1:1. Hatten wir ja lange nicht. Bereits zum vierten Mal in dieser Rückserie trennte sich der SVK mit diesem Ergebnis von seinem Gegner. Dieses Mal hieß er SV Fürstenau/Bödexen, der am Ende wahrscheinlich gut zufrieden sein kann mit dem Resultat. Zwar hatten die Blauen zur Halbzeit noch mit 1:0 geführt und somit Hoffnung auf drei Punkte. Nach dem Seitenwechsel allerdings spielte nur noch der SV Kollerbeck, dem dementsprechend auch verdient der Ausgleich gelang. Der Torschütze hieß Jens Rendorf.

War es in der Hinrunde noch die Mannschaft des Tus Bad Driburg, die ihren Trainer Sepp Kagerbauer mit den ständigen Unentschieden fast zur Verzweiflung brachte, so hat im Moment Jörg Hundertmark dieses durchaus zweifelhafte Vergnügen für sich. Wobei er mit dem Spiel gegen die FüBös – insbesondere was die zweite Halbzeit angeht – wahrscheinlich sehr zufrieden sein kann. Allein die Torausbeute ist nach wie vor mangelhaft.

Doch der Reihe nach: Pünktlich um 15:00 Uhr pfiff Schiedsrichter Willi Meyer die Partie an. Er hatte zunächst wenige Probleme. Denn die Partie war zwar hart umkämpft. Diese Zweikämpfe spielten sich aber größtenteils im Mittelfeld ab und somit nicht spielentscheidend. In den beiden Sechzehnern ließen beide Abwehrreihen kaum etwas zu.

Fast zwangsläufig fiel das Tor zur Führung der Gäste nach einer Standardsituation. Ein Eckball wurde von der Kollerbecker Abwehr zu kurz geklärt. Was dann folgte war eine Szene, die – wäre eine Kamera im Stadion gewesen – gut und gerne unter die Kategorie „Tor des Monats“ fallen könnte. Denn die Volleyabnahme aus 20 Metern schlug unhaltbar für Keeper Jens Schölzel knapp neben dem Torpfosten des Kollerbecker Gehäuses ein.

Vielleicht abgesehen von ein paar halben Torchancen passierte sonst nicht viel in Durchgang Numero eins, sodass es mit diesem Resultat in die Kabine ging. Dort war Jörg Hundertmark einigermaßen bedient: „Was hier heute passiert, ist ein Spiegelbild der bisherigen Rückserie. Wir lassen kaum Chancen zu, kriegen dann aber das Traumtor. Nach vorne gelingt uns allerdings auch viel zu wenig. Leute, ihr macht kein schlechtes Spiel. Aber nach vorne muss definitiv mehr kommen. Traut euch was zu!“

Und das taten seine Jungs dann auch. Was folgte, war das Beste, was man im Jahr 2010 von diesem Team gesehen hat. Druck ohne Ende auf das Fürstenauer Tor. Der Gegner konnte sich teilweise gar nicht mehr befreien.

Doch zunächst mussten die Kollerbecker Fans noch einmal tief durchatmen. Jens Schölzel hatte im eigenen Sechzehner einen Fürstenauer Stürmer zu Fall gebracht (48.). Der allerdings hatte schon vorher abgeschlossen. Doppeltes Glück in dem Fall für den Kollerbecker Aushilfskeeper, dass erstens der Ball neben das Tor ging und zweitens die Pfeife des Unparteiischen stumm blieb.

Knapp drei Minuten später hieß es dann aber doch Elfmeter. Glücklicherweise aber auf der anderen Seite. Michael Meyer war im gegnerischen Sechzehner zu Fall gebracht worden, konnte aber entgegen aller sonstigen Gewohnheiten den fälligen Strafstoß nicht im Tor unterbringen (51.). Hier hatte nämlich jemand etwas dagegen, der an diesem Tag ein Bombenspiel machte. Die Rede ist vom Gästekeeper, der seiner Mannschaft auch darüber hinaus so manches Mal den Hintern rettete. Beim Schuss von Niklas Rheker aus 18 Metern war freilich auch er machtlos. Das Glück des Tüchtigen sorgte jedoch dafür, dass der Ball von der Querlatte wieder ins Feld zurück sprang (52.).

Beim hoch verdienten Ausgleich in der 71. Spielminute hatte der gegnerische Torwart dann doch wieder zunächst die Finger im Spiel und gut pariert. Dann jedoch setzte Jens Rendorf im Anschluss an eine Ecke kompromisslos nach und tat das, was seinen Kollegen von weiter vorne zurzeit mehr als schwer fällt. Er drückte den Ball aus fünf Metern zum viel umjubelten Ausgleich über die Linie. Na bitte, geht doch!

Auch nach diesem Tor spielte nur noch der SVK. Er wollte unbedingt den Sieg. In der 73. Spielminute versuchte es Lukas Meyer mit einem Heber aus 22 Metern. der Torwart hatte seinen Kasten verlassen müssen und Glück, dass der Ball doch um einige Meter sein Ziel verfehlte.

Auch Manndecker Mikael Gunwaldt hielt jetzt nichts mehr hinten. In der 86. Spielminute schnappte er sich den Ball und setzte sich mit dem ihm ganz eigenen Elan auf der rechten Seite gleich gegen mehrere Gegenspieler durch. Allein der Torwart war wie gewohnt auf dem Posten und entschärfte auch diesen Ball.

So blieb es also beim 1:1, das man für sich allein schlecht bewerten kann. Die Spielweise in der zweiten Halbzeit war jedoch mehr als in Ordnung. Wenn jetzt nur endlich mal dieser dumme Knoten im Sturm platzen würde…

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Jens Rendorf, Marc Neumann, Michael Meyer, Lukas Meyer, Torben Rheker (71. Matthias Loges), Pascal Ewers, Stefan Klocke, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Mikael Grunwaldt

Auch hier wieder viel Gefahr vor dem Fürstenauer Kasten: Michael Meyer bringt einen Freistoß in den gegnerischen Sechzehner