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15.05.2011

Und sie können’s doch noch!

SVK – FC Aa-Nethetal 3:0

Na endlich. Nach einer über dreiwöchigen Durststrecke gelingt dem SVK durch einen starken 3:0-Sieg gegen den Tabellennachbarn von Aa und Nethe endlich einmal wieder ein Dreier. Der war auch bitter nötig im Kampf gegen den freien Fall und zur Zementierung des dritten Tabellenplatzes. Die Tore für den SVK erzielten in einem überlegen geführten Match Torben Rheker, Jens Schölzel und Stefan Klocke.

Das Spiel begann mit erheblicher Verzögerung. Der Drucker hatte gestreikt, ohne den ein Spielbericht und damit ein Spiel heutzutage nicht mehr möglich ist. Willkommen im 21. Jahrhundert! Zunächst war es also die fehlende Farbe auf dem Papier, dann der fehlende Kalk auf den Spielfeldbegrenzungen, der die ganze Sache verzögerte. Denn der seit ebenfalls drei Wochen auf sich warten lassende Regenschauer hatte pünktlich zum regulären Anstoßbeginn eingesetzt und die Linien weggespült. So mussten die Zuschauer also eine geschlagene halbe Stunde warten, bis es dann endlich einmal losging.
 
Dann ging es aber auch los! Kein Vergleich zu den eher sehr pomadigen Spielen der letzten Wochen. Volles Engagement, volle Pulle und höchste Wachsamkeit! Das waren die Parolen, die offensichtlich vor dem Spiel ausgegeben und dann eben auch beherzigt worden sind. Und die Fans von Emotionen kamen auch von Beginn an auf ihre Kosten. Denn beide Teams schenkten sich nichts.
 
Der SVK übernahm zwar von Beginn an die Kontrolle über das Spiel und hatte etwas mehr Ballbesitz. Zunächst gefährlicher waren jedoch die Gäste, die tief lauerten, um dann immer wieder überfallartig auf Angriff umzuschalten. Die Grün-Weißen überstanden diese Phase jedoch schadlos und erzielten in der 17. Spielminute das 1:0. Frei nach dem Motto „Weißt Du nicht, wohin mit dem Ball, dann eben auf’s Tor“ hatte sich Torben Rheker aus 22 Metern ein Herz genommen und einfach mal flach abgezogen. Glitschiger Rasen und unsicherer Torwart taten ihr Übriges zum Torerfolg. Der Ball rutschte durch die Beine des am heutigen Nachmittag unglücklichen Gästekeepers ins grün-weiße Glück. Na bitte! Fortuna gehört eben auch dazu!
 
Bis zu den nächsten Chancen dauerte es dann allerdings wieder eine knappe Viertelstunde. Zunächst scheiterte in der 30. Spielminute Stefan Klocke. Nur eine Minute später tat es ihm der wieder von Beginn an aufgelaufene Steffen Rheker gleich. Große Diskussionen dann nur drei Minuten später, als die aus Wormeln stammende Schiedsrichterin Hildebrand einen aus Sicht der Kollerbecker reguläres Tor durch Steffen Rheker abpfiff. Mutmaßlich hatte sie zuvor ein Foul am Gästekeeper gesehen, das die Kollerbecker freilich beim besten Willen nicht erkennen konnten.
 
So dauerte es dann eben sieben Minuten länger bis zum 2:0. Stefan Klocke hatte einen Sahnefreistoß aus dem Fußballlehrbuch vor das gegnerische Tor gebracht. Dort veränderte Jens Schölzel die Flugbahn des Balles so entscheidend, dass dieser unhaltbar am langen Pfosten einschlug. 
 
Große Zufriedenheit also in der Halbzeitpause. Schwierig war nur, das Risiko einer gelb-roten Karte für Steffen Rheker einzuschätzen. Norbert Dölitzsch ließ ihn jedoch noch auf dem Feld, auf dem die Emotionen im Verlauf der Anfangsphase der zweiten Halbzeit immer wieder aufloderten.
 
Ihren Teil dazu bei steuerte die Unparteiische, deren Entscheidungen für viele Kollerbecker nicht immer 100%ig nachvollziehbar waren. Gut, dass dann Stefan Klocke bereits in der 63. Spielminute mit seinem 3:0 den Sack zuband. Er nutzte einen Abstimmungsfehler in der Nethetaler Hintermannschaft und konnte im zweiten Versuch den Gästekeeper überwinden. Was folgte, waren viele, viele Diskussionen, die dann jedoch irgendwann einmal unter dem Eindruck abebbten, dass das Spiel doch eigentlich schon entschieden war. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn das Match längere Zeit offen gewesen wäre.
 
So aber kann man einen Schlussstrich unter einen relativ ungefährdeten Sieg ziehen, der umso verdienter war, als dass die Gäste kaum einmal gefährlich vor das von Sascha Niemeier bewachte Kollerbecker Tor kamen. Mit dieser Leistung und dieser Motivation im Rücken kann die Mannschaft nun bei allen Personalsorgen – auch im heutigen Spiel spielte Meinolf Köhne fast über die kompletten neunzig Minuten - einigermaßen gestärkt in die letzte Phase der Saison gehen.
 
Für den SVK spielten: Sascha Niemeier, Martin Rheker, Mikael Grunwaldt, Alex Rheker, Jens Schölzel, Meinolf Köhne (84. Lukas Meyer), Marc Neumann, Torben Rheker, Pascal Ewers, Steffen Rheker (65. Artur Razlaf), Stefan Klocke

Das große Warten auf das Spiel hat sich aus Kollerbecker Sicht durchaus gelohnt