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25.08.2011

Ein Spiel ohne Sieger

SVK spielt gegen Hembsen 1:1

(luw) Nein, dieses Spiel brachte wahrlich keinen Sieger hervor. Den TuS Hembsen nicht, der zwar einen Punkt aus dem Rehbergstadion entführen konnte, ansonsten aber offensiv sehr zu wünschen übrig ließ. Den SVK nicht, der sich der destruktiven Spielweise des Gastes mehr und mehr anpasste und selbst klarste Dinger nicht im Tor unterbringen konnte. Und erst recht nicht die Zuschauer, die sich angesichts des Flipperspiels auf dem weiten Grün ein ums andere Mal erschrocken abwandten. Als einziger Lichtblick auf Kollerbecker Seite präsentierte sich das Tor zur grün-weißen Führung in der 10. Spielminute durch Lukas Meyer.

Gegenüber der Startaufstellung in Alhausen musste Norbert Dölitzsch zwei Änderungen vornehmen. Für den verhinderten Pascal Wegener und dem später hinzukommenden Christian Föst spielten zunächst Jens Schölzel und Angreifer Lukas Meyer. Für den ersten Aufreger allerdings sorgte dessen Sturmpartner Mario Mugabe, der bereits in der allerersten Spielminute das 1:0 auf dem Fuß hatte. Vor dem leeren Tor stehend wird der 24-Jährige allerdings in letzter Sekunde entscheidend gestört und kann das Rund nur noch an den Pfosten setzen. Schade drum!
 
Doch neun Minuten später steht es trotzdem 1:0 für den Gastgeber. Pascal Ewers ist es gewesen, der einen Ball von der Torauslinie wieder zurück vor das verwaiste Hembser Tor brachte, wo Lukas Meyer überhaupt keine Mühe hatte, den Ball mit seinem vollen Haupthaar über die Linie zu bugsieren. Na bitte!
 
Danach allerdings ließen sich die Kollerbecker mit zunehmender Spieldauer immer mehr in die Defensive drängen. Allein Stefan Klocke hatte in der 17. Spielminute noch einmal eine gute Tormöglichkeit, kommt allerdings den entscheidenden Schritt zu spät. Die Hembser für ihren Teil konnten in dieser Phase zwar etwas mehr Ballbesitz für sich reklamieren, zu Tormöglichkeiten sollte es allerdings auch nicht reichen. 
 
So übernahm der SVK zum Ende der Halbzeit dann wieder etwas mehr Initiative und kam durch Stefan Klocke (37.) und insbesondere Pascal Ewers (40.) zu guten Chancen, die jedoch nicht genutzt werden konnten.
 
So ging es mit einem 1:0 in die Pause, das danach jedoch nicht mehr lange Bestand haben sollte. Das Spiel schrieb die 50. Spielminute, als sich der TuS Hembsen seinen ersten richtigen Torschuss in diesem Spiel erarbeiten konnte. Und prompt sollte dieser zum Ausgleich führen. Ein langer Einwurf auf Fünferhöhe wurde am Sechzehner mit dem Kopf verlängert. In der Mitte kam Jens Schölzel – regulär oder nicht, das war die Frage, die Schiedsrichter Willi Meyer zuungunsten der Kollerbecker entschied - zu Fall und der Hembser Stürmer hatte bei seinem Torschuss mit keiner ernsthaften Kollerbecker Gegenwehr mehr zu kämpfen. 1:1.
 
Nicht weiter schlimm, sollte man meinen. Denn noch war ja genug Zeit, die Panne zu beheben. Was sich dann allerdings den Zuschauern in der Folgzeit bot, das war auch nach dem Dafürhalten Norbert Dölitzschs bestenfalls B-Liga-Niveau. Nicht schön, das Ganze. Und so mussten alle Beteiligten ganz schön lange warten, bis sich wieder einmal etwas Nennenswertes und Gefährliches im Hembser Sechzehner ereignete. Das Spiel schrieb bereits die 70. Spielminute, als Pascal Ewers ebenso sehenswert vom rechten Sechzehnereck abschloss wie der Torwart parierte.
 
Nicht unerwähnt darf an dieser Stelle aber auch die zweite potenzielle Torchance der Hembser bleiben, die Willi Meyer wegen einer möglichen Abseitsstellung verweigerte (72.).
 
Trotz der ganzen Defizite hätte das Spiel durchaus noch ein versöhnliches Ende aus grün-weißer Sicht finden können. Wenn da nicht dieser blöde Pfosten gewesen wäre, der noch einmal für den bereits geschlagenen Hembser Torwart rettete. Pascal Ewers hatte den Ball mit dem Kopf ans Aluminium gedrückt (87.). Den direkten Nachschuss hatte der inzwischen eingewechselte Torben Rheker in den Kollerbecker Nachthimmel gezimmert, sodass es am Ende tatsächlich bei einem mehr als unbefriedigenden Remis gegen allein aufs Torverhindern gepolte Hembser blieb. Nur gut, dass gleich am Sonntag die Möglichkeit zur Wiedergutmachung kommt. 
 
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Jens Schölzel (72. Christian Föst), Martin Rheker, Lukas Meyer (85. Kevin Mönks), Marc Neumann, Alexander Rheker, Pascal Ewers, Mario Mugabe (64. Torben Rheker), Stefan Klocke, Michael Meyer, Mikael Grunwaldt

Ebenfalls Zeugin des Spiels: Sabrina Rheker im Auftrag des Westfalenblatts