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06.11.2011

Drei Punkte abhaken und schnell vergessen

Mühsamer 2:0-Sieg in Bergheim

Bergheim (krü). Solche Spiele wie am Sonntag sind auch schon mal anders ausgegangen. In einem über weite Strecken zerfahrenen Spiel setzten sich am Ende die Kollerbecker glücklich aber verdient mit 2:0 beim SV Bergheim durch. Christian Föst und Pascal Ewers waren es, die wenigstens zwei der zahlreichen Kollerbecker Chancen verwerten konnten. Die Dölitzsch-Truppe machte sich das Leben selbst schwer, indem anfangs die wenigen Chancen nicht konsequent verwertet wurden. Nach dem entscheidenden 2:0 in der 86. Spielminute ließ Bergheim die Köpfe hängen und allein in den letzten fünf Minuten wäre noch eine Erhöhung auf 5:0 drin gewesen. 

Im ersten Spielabschnitt waren die erwähnenswerten Szenen an den Fingern einer Hand abzuzählen. Torben Rheker war der Erste, der sich auf dem Notizblock verewigen konnte. Nach einem schönen Konter, eingeleitet durch Christian Föst, schoss der diesmal im offensiven Bereich eingesetzte Allrounder nur knapp am Kasten der Gastgeber vorbei (5. Spielminute).
Dann dauerte es in einem sich weitgehend im Mittelfeld abspielenden Kampfspiel bis zur 23. Spielminute, ehe erneut Torben Rheker mit einem Schuss neben das Tor aufhorchen ließ. Die dickste Chance in den ersten 45 Minuten hatte dann nach gut einer halben Stunde Mittelstürmer Mario Mugabe. Er setzte sich erst schön gegen seinen Gegenspieler durch, doch im entscheidenden Moment ließ er sich vom Bergheimer Keeper das Leder vom Fuß fischen.
 
Hatte sich der Torsteher der Gastgeber in dieser Szene noch auszeichnen können, so war er es, der dann zwei Minuten vor dem Pausentee für die zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Führung sorgte. Einen Abpraller nahm Christian Föst etwa 22 Meter vor dem Kasten volley und donnerte das Leder dann auch schön aufs Bergheimer Tor. Doch genau auf den Torhüter des SVB. Dieser ließ den Ball aber von der Brust abprallen und zur Überraschung aller landete der Ball dann irgendwie knapp hinter der Torlinie. Ein kurioses Tor zur rechten Zeit.
 
Doch wer gedacht hatte, dass Kollerbeck mit dieser Führung im Rücken im zweiten Spielabschnitt souveräner die fest eingeplanten Punkte nach Hause fahren könnte, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Bergheim machte Druck und kam auch zu insgesamt zwei dicken Einschussmöglichkeiten, die aber zum Glück für Kollerbeck beide nicht verwertet werden konnten. In der 70. Spielminute verpasste der Mittelstürmer der Gastgeber nach einer Ecke nur denkbar knapp das Leder (danach musste er Duschen gehen) und in der 77. Spielminute war es Torhüter Jens Schölzel, der mit einer Superparade einen Kopfball von Goalgetter Sebastian Middeke noch zu fassen bekam. Nicht auszudenken, eine dieser Chancen hätte zum Ausgleich geführt.
 
Kollerbeck hatte seinerseits allerdings auch glasklare Chancen, die aber wie bereits erwähnt, sträflich vergeben wurde. Zunächst war es in der 56. und 59. Minute zweimal Mario Mugabe, der zwei schöne Konter nicht im Netz unterbringen konnte. Und in der 74. Minute war es Michael Meyer, der völlig freistehend erneut nach einem Konter das leere Tor nicht traf. Vor zwei Wochen in Bredenborn hatte er eine ähnliche, deutlich schwierige Situation eiskalt zum Treffer nutzen können. So kann es aber gehen.
 
Und so mussten die wieder zahlreich mitgereisten SVK-Fans bis zur 86. Minute warten, ehe es endlich das erlösende 2:0 gab. Pascal Ewers war es, der sich in einen Freistoß von Michael Meyer warf und das Leder mit schönem Flugkopfball unter die Querlatte versenkte. Danach war das Spiel für Bergheim gegessen. Nun war keinerlei Leben mehr im Spiel und mit etwas konsequenterer Chancenausnutzung hätte Kollerbeck noch zu einigen Treffern mehr kommen können. Die Abwehr der Gastgeber war offen wie ein Scheunentor  und wie die Grün-Weißen es fertig brachten, die mindestens drei hundertprozentigen Torgelegenheiten zu versemmeln, konnte wohl keiner genau erklären.
 
Wie auch immer. Am Ende zählen nur der Sieg und die drei Punkte. Dass das Spiel aufgrund des Gebölkes auf dem Spielfeld und am Rande phasenweise mehr an den Dalhäuser Almabtrieb erinnerte, wird in einer Woche auch niemanden mehr interessieren…
 
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Martin Rheker, Alexander Rheker, Pascal Ewers, Torben Rheker (75. Stefan Klocke), Mikael Grunwaldt, Michael Meyer (Steffen Rheker), Pascal Wegener, Mario Mugabe (81. Kevin Mönks), Christian Föst, Marc Neumann