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20.11.2011

Mit Kantersieg in die Winterpause

SVK verabschiedet sich mit 7:0 gegen Alhausen/Pömbsen in die Winterpause

Kollerbeck (krü). Mit einem deutlichen 7:0 gegen die Spielgemeinschaft Alhausen/Pömbsen verabschiedet sich der SV Kollerbeck in die lange Winterpause. Ein schöner Abschluss eines sehr erfolgreichen Jahres und einer herausragenden Hinrunde. Die Grün-Weißen stehen mit 40 Punkten aus 16 Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz und von dort dürfte man so schnell auch nicht mehr zu verdrängen sein, sind doch die Verfolger schon deutlich auf Distanz gebracht. Im Freitagabendspiel erzielten bei einem Eigentor der Gäste Stefan Klocke (2), Pascal Ewers, Michael Meyer, Christian Föst und Mario Mugabe die Tore zum klaren Sieg.

Selten hat man die Dölitzsch-Truppe gegen die in den letzten Jahren so super aufspielenden Fusionierten aus Alhausen und Pömbsen so dominant gesehen wie am Freitag. Das lag aber weniger an der überragenden Leistung des SVK als vielmehr am schwachen Gesamtzustand der Gäste. Wenn die Kollerbecker nicht in der zweiten Hälfte die Zügel schleifen gelassen hätten, wäre ein zweistelliger Sieg gegen die arg unterlegenen Kicker aus den Bad Driburger Vororten allemal drin gewesen.
 
Auf dem harten Aschenplatz legten die Kollerbecker gleich los wie die Feuerwehr. Keeper Jens Schölzel musste in den ersten 45 Spielminuten nicht eine gefährliche Situation überstehen. Der Ball lief nur zwischen den Grün-Weißen und Alhausen/Pömbsen blieb nicht mehr als die Statistenrolle in einem viel zu einseitigen Match. So stand es dann auch schon nach 9 Minuten 1:0 für den Tabellenzweiten. Nachdem Mario Mugabe in der 5. Minute noch einen Tick zu spät kam, war es Pascal Ewers, der eine schöne Kombination über Christian Föst und Mario Mugabe vollendete. Der Kollerbecker Mittelstürmer donnerte das Leder an die Unterkante der Latte und Pascal Ewers war dann blitzschnell zur Stelle, um den Abpraller per Kopf einzunicken.
 
Erneut neun Minuten später war es dann Stefan Klocke, der mit einem satten Rechtsschuss aus etwa 20 Metern auf 2:0 erhöhte. Ab diesem Zeitpunkt war jegliche Hoffnung bei Alhausen/Pömbsen dahin, ähnlich überraschen zu können wie vor Wochen erst gegen die hoch gehandelten Nethetaler. Bis zum Wechsel waren es dann erneut Stefan Klocke (24. Spielminute) und Christian Föst mit dem Pausenpfiff, die für ein beruhigendes 4:0-Pausenresultat sorgten.
 
Nach dem Wechsel schlich sich dann so etwas wie der Schlendrian bei Kollerbeck ein. Wer geglaubt hatte, dass jetzt ordentlich etwas fürs Torverhältnis getan würde, sah sich doch ein wenig enttäuscht. Die Gäste zeigten sich kämpferisch stark ohne allerdings zu wirklichen Torchancen kommen zu können. Die Abwehr des SVK stand selbst nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Mikael Grunwaldt sicher und ließ bis auf einzelne Gegenangriffe kaum etwas erwähnenswertes zu.
 
Andererseits hatte insbesondere Mario Mugabe im zweiten Spielabschnitt sehr viel Pech, indem er ein ums andere Mal aus aussichtsreicher Situation nicht einnetzen konnte. Einmal war ein Fuß dazwischen, dann ein Rücken und beim dritten Mal ging der Ball um Millimeter neben den Pfosten vorbei. Dass dann doch noch drei Tore zum auch in der Höhe verdienten 7:0 hinzu kamen, lag an der Schlussoffensive, als innerhalb von nur fünf Minuten noch dreimal der Ball in den Mittelkreis gelegt wurde.
Erst war es in der 86. Minute Michael Meyer, der per Kopf einnickte („den konnte ich gar nicht versemmeln“, meinte der nicht unbedingt als „Kopfballungeheuer“ bekannte Schlacks nach dem Spiel). Nur eine Minute später war es ein Gäste-Abwehrspieler, der eine schöne Attacke von Pascal Ewers ins eigene Tor ablenkte und mit dem Schlusspfiff kam dann auch noch Mario Mugabe zu seinem längst überfälligen Torerfolg.
 
Insgesamt boten beide Mannschaften am Freitag eine eher mittelmäßige Partie. Dies mag aber wohl in erster Linie daran gelegen haben, dass schnell der Wind raus war und Alhausen/Pömbsen sehr schwach auftrat. In dieser Form werden die Rot-Weißen bis zum letzten Spieltag um den Erhalt der Klasse zittern müssen. Andererseits wäre es jammerschade, wenn sie den Gang in die B-Liga antreten müssten, hatten sie doch jahrelang durch erfrischenden Angriffsfußball im Kreis Höxter von sich Reden gemacht. Und Kollerbeck? Nach oben dürfte bei der Dominanz der Stahler nichts mehr drin sein und der dritte Platz ist bei jetzt schon elf Punkten Vorsprung auch wohl in weiter Ferne.
 
Der SV Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Martin Rheker, Stefan Klocke, Pascal Ewers, Torben Rheker, Mikael Grunwaldt (45. Kevin Mönks), Michael Meyer Pascal Wegener (70. Alexander Rheker), Mario Mugabe, Christian Föst (86. Jochen Mönks), Marc Neumann.